ESC-Wetten Buchmacher favorisieren Schweden, Deutschland weit hinten

Wer auf einen deutschen Sieg beim ESC wettet, könnte reich werden. Bei den Buchmachern gilt Ann Sophie als krasse Außenseiterin. Ganz anders der Schwede Måns Zelmerlöw.

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Sechs Länder sind bei den Buchmachern Titelfavoriten beim Eurovision Song Contest 2015. Die meisten Wetter setzen darauf, dass der schwedische Sänger Måns Zelmerlöw mit seinem Titel "Heroes" das Rennen machen wird. Gewänne er, gäbe es für vier Euro Einsatz zumeist nur sechs Euro heraus, wie die Übersicht des Anbieters Oddschecker.com zeigt.

Neben dem Schweden, der am Donnerstagabend im zweiten Halbfinale des Wettbewerbs in Wien erfolgreich war, zählen auch drei Qualifikanten aus dem ersten Semifinale zum erweiterten Favoritenkreis: Russland mit Polina Gagarinas Friedenshymne "A Million Voices" (die Quoten schwanken um 3/1), Estland mit dem Duett "Goodbye to Yesterday" von Elina Born & Stig Rästa (zwischen 14/1 und 20/1), sowie der äußerst moderne Beitrag "Rhythm Inside" von Loïc Nottet. Der Belgier liegt offenbar im Trend bei den Wettern, denn seine Quoten sinken in den letzten Tagen, am Freitagvormittag lagen sie noch zwischen 11/1 und 16/1.

Zwei direkt fürs Finale qualifizierten Titeln werden ebenfalls gute Chancen attestiert: Für einen Sieg von Italien, das mit den drei Tenören von Il Volo und dem Lied "Grande Amore" den Durchlauf der Finaltitel in der Wiener Stadthalle beschließen wird, gäbe es bei einem Sieg bei den meisten Buchmachern um die drei Euro pro eingesetztem Euro. Guy Sebastian, der erstmals Australien als ESC-Teilnehmer vertreten darf, brächte Gewinnquoten zwischen 7/1 und 9/1 ein.

Wesentlich mehr Geld gäbe es pro Einsatz für einen Sieg der deutschen Kandidatin Ann Sophie: Die Quoten dafür liegen je nach Anbieter zwischen 100/1 und 200/1. Das bedeutet in der Wettquotenrangliste am Freitag vor dem Finale Platz 25 unter 27 Teilnehmern. Noch größere Außenseiter sind nur noch Montenegro mit der Balkan-Ballade "Adio" und die im Rollstuhl sitzende Sängerin Monika Kuszynska aus Polen.

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insgesamt 12 Beiträge
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W. Robert 22.05.2015
1. Millionen .... können nicht irren
Die Spanierin Edurne hat eine unglaubliche Stimme und wenn sie nicht gewinnt, liegt das vermutlich daran, dass sie in spanischer Sprache singt. Stimmlich gesehen deklassiert sie die gesamte Riege der derzeitigen US-Topstars. Ob sie mit ihren Produzenten aber jemals ein stimmiges Album hinbekommt, steht in den Sternen. Das ist aber ein generelles Problem der ESC-Acts, man bekommt zusätzlich den berüchtigten ESC-Stempel verpasst. Und den konnte bislang nur Abba überwinden. Jedenfalls sehe ich hier das erste Mal echtes Potential in der gesamten ESC-History seit Abba. Es fehlt eben an Textschreibern und Komponisten, die ein Gesamtkonzept für ein Album haben. Was die "Expertenjury" (wer zum Teufel soll das sein)) oder gar das nach mehr oder weniger politischen Gründen abstimmende Publikum wählt, ist mir ziemlich egal. Der Song ist natürlich Edelkitsch, egal. Das Problem für die europäische Popmusik sind jedenfalls die Produzenten, und nicht die teilweise beachtlich guten Sänger/innen. https://www.youtube.com/watch?v=9-g92hNNbPQ
rainerdavidw.früh 22.05.2015
2. ???
Ich nehme an, um reich zu werden, wenn man auf sie wettet, müsste die folgerichtig auch gewinnen, oder?
stefan_sts 22.05.2015
3. Man sollte diese Wild Cards überdenken ,
nur weil Deutschland etwas größer ist als der Rest der europäischen Nachbarn , berechtigt uns das meiner Meinung nach nicht , auch den letzten Mist hinzuschicken , daher wäre eine Teilnahme am Halbfinale doch sehr hilfreich um die üblichen letzten Plätze ( mit einigen ganz wenigen Ausnahmen ) zu vermeiden .
goethestrasse 22.05.2015
4. an Spaniens Elfe..
...wird am Sonntag keiner mehr einen Gedanken verschwenden. Sie sollte erstmal in Wien live singen. Nur weil Deutschland und Uk nichts reissen sollte man nicht an der Professionalität einiger Produktionen zweifeln. Siehe Russland, Schweden und Azb. - Die geben alles um zu Siegen und das merkt man. Down under kommt auch gekonnt rüber.
Eduschu 22.05.2015
5.
Zitat von stefan_stsnur weil Deutschland etwas größer ist als der Rest der europäischen Nachbarn , berechtigt uns das meiner Meinung nach nicht , auch den letzten Mist hinzuschicken , daher wäre eine Teilnahme am Halbfinale doch sehr hilfreich um die üblichen letzten Plätze ( mit einigen ganz wenigen Ausnahmen ) zu vermeiden .
Nö, die 5 Nationen mit dem größten Anteil an der Finanzierung sind automatisch qualifiziert. Und das ist gut so.
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