Nach Show in Berlin Feine Sahne Fischfilet aus Konzertlocation verbannt

Bengalische Feuer und Rauchwerfer, Schnaps aus dem Feuerlöscher und eine nicht genehmigte politische Veranstaltung: Ein Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet hat nun Konsequenzen. Das Bezirksamt handelte auf Anfrage der AfD.

Feine Sahne Fischfilet beim Open-Air-Konzert in der Zitadelle Spandau
Christoph Soeder/ DPA

Feine Sahne Fischfilet beim Open-Air-Konzert in der Zitadelle Spandau


Weil die Band Feine Sahne Fischfilet und ihr Konzertveranstalter bei einem Auftritt gegen die Auflagen des Bezirksamts Berlin Spandau verstoßen haben, werde der Veranstalter nicht mehr für das Konzertgelände der Zitadelle Spandau zugelassen, teilte das Büro des Spandauer Kultur-Bezirksstadtrates Gerhard Hanke (CDU) mit. Auch die linke Punk-Band werde dort nicht wieder auftreten. "Sie werden diese Gruppe dort nicht mehr sehen, das kann ich Ihnen zusagen", zitiert der "Tagesspiegel" Hanke.

Was war geschehen? Bei einem Auftritt der Band vor rund einem Monat wurden von Behörden mehrere Verstöße festgestellt. Wie der "Tagesspiegel" berichtet, verteilten die Bandmitglieder dort Discounter-Bier und sprühten per Feuerlöscher Schnaps in die Menge. Auch seien aus der Besuchermenge heraus Bengalische Feuer und ein Rauchwerfer eingesetzt worden, teilte Hanke mit. Zudem sei vor dem Konzert eine "ausdrücklich nicht genehmigte" politische Veranstaltung durchgeführt worden.

Die Verstöße hat das Bezirksamt auf Anfrage der AfD-Fraktion aufgelistet. Die Partei hatte zuvor auch versucht, das Konzert von Feine Sahne Fischfilet zu verhindern. Die anderen Fraktionen der Bezirksverordnetenversammlung Spandau erhoben keine Einwände gegen das Verbot für den Konzertveranstalter, berichtet der "Tagesspiegel". Bloß ein FDP-Abgeordneter habe eingewendet, dass auch bei Fußballspielen Pyrotechnik angezündet werde - ohne dass man ein Spiel verbiete.

Rechte Gruppierungen machen immer wieder mobil gegen die Band. Feine Sahne Fischfilet engagiert sich seit Langem gegen Neonazis und einen Rechtsruck in Deutschland.

evh/dpa



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