Funk-Legende Chuck Brown ist tot

Er galt als Vater der Go-Go-Musik, das Publikum liebte ihn für seine legendären Live-Auftritte: Mit schwarzer Sonnenbrille und einem Mix aus Soul, Blues, Funk und Jazz heizte Chuck Brown seit den siebziger Jahren der Washingtoner Szene ein. Nun ist der Amerikaner im Alter von 75 Jahren gestorben.

Brown beim St. Lucia Jazz Festival auf Pigeon Island: "Wind me up, Chuck!"
REUTERS

Brown beim St. Lucia Jazz Festival auf Pigeon Island: "Wind me up, Chuck!"


Los Angeles - Der amerikanische Funk-Sänger Chuck Brown ist tot. Wie der US-Sender CNN am Mittwoch unter Berufung auf Browns Manager berichtete, starb der Musiker in einem Krankenhaus in Baltimore (US-Staat Maryland) an den Folgen einer Blutvergiftung mit Organversagen. Er gilt als Erfinder der Go-Go-Musik. Anfang März hatte er noch auf der Bühne gestanden. Brown wurde 75 Jahre alt.

Der Musiker wurde in den siebziger Jahren mit seiner Band Soul Searchers bekannt. Mit "We Need Some Money" und "Bustin' Loose" feierte er größere Hits. Letzteren Song sampelte der Rapper Nelly 2002 für seinen Grammy-prämierten Hit "Hot in Herre".

Der schwarze Sänger und Gitarrist war vor allem in der Washingtoner Szene für seine Live-Auftritte mit einer Mischung aus Soul, Funk, Blues und Jazz berühmt. Die Zuhörer feuerten ihn gewöhnlich mit dem Ruf "Wind me up, Chuck!" an. Brown, der meist mit schwarzem Hut und dunkler Sonnenbrille auf der Bühne stand, prägte seinen Sound mit ineinander übergehenden Liedern und Tanz-Medleys. "Die Musik lief und lief", sagte der Funksänger einst - es sei der Grund gewesen, warum sein Stil "Go-Go-Musik" genannt wurde.

Seine Konzerte eröffnete Chuck Brown oft mit der Frage: "What time is it?" (Wie spät ist es?). Das Publikum antwortete stets: "Time to go-go."

jus/dpa/dapd/Reuters

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