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Gestorben Pee Wee Ellis, 80

aus DER SPIEGEL 40/2021
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Justin Ng / Avalon / action press

Sein Leben war ein Lehrstück darüber, dass es nur eine Great Black American Music gibt. Denn egal ob Jazz, Funk, Soul, Rock oder Blues: Pee Wee Ellis war überall zu Hause und machte jede Musik zu seinem zu Hause – und dem der Zuhörer.

Aus: DER SPIEGEL 40/2021

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Als Alfred Ellis kam er 1941 in Florida zur Welt und wuchs in Texas auf, nachdem sein Vater ermordet wurde, zog die Familie nach Rochester im Staat New York. Ellis' Talent zeigte sich früh; Sonny Rollins, damals einer der wichtigsten Saxofonisten des Jazz, gab dem Teenager Ende der Fünfzigerjahre Unterricht. 1965 begann Ellis, für James Brown zu spielen und bald auch Stücke zu arrangieren und mitzuschreiben, etwa »Cold Sweat« und »Say It Loud – I’m Black and I’m Proud«, Klassiker, die den schwarzen Pop veränderten.

Ab 1969 arbeitete er dann als musikalischer Direktor für die Plattenfirma Kudu, die mit einer gepflegten Variante des Jazzfunks und Künstlern wie George Benson einen neuen Soundtrack für die entstehende schwarze Mittelschicht auf den Markt brachte. Auch für den Iren Van Morrison spielte er immer wieder. Anders als so viele andere Musiker seiner Generation stürzte Ellis nie ab. In den späten Achtzigern tat er sich mit seinen alten Weggenossen aus der James-Brown-Band zusammen und tourte von da an unermüdlich – nicht zuletzt durch Europa.

Pee Wee Ellis starb am 23. September in Frome, Südwestengland.

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