US-Musikpreise Beyoncé mit neun Grammy-Nominierungen

Nicht schlecht für ein Jahr ohne reguläres Album: Beyoncé führt die Liste der Grammy-Kandidaten mit neun Nominierungen für die wichtigsten Musikpreise an. Es folgen drei Stars mit je sechs Chancen.
Kommt 2021 Grammy-Nachschub? Beyoncé mit zwei Trophäen nach der Verleihung 2017

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Foto: ROBYN BECK / AFP

Die Nominierungen für die Grammy Awards, den wichtigsten Musikpreis der Welt, sind berüchtigt – schließlich sind potenzielle Preisträger in 83 Kategorien zu verkünden, vom »Best Regional Mexican Music Album (Including Tejano)« über die »Best Chamber Music/Small Ensemble Performance« bis zu »Best Contemporary Christian Music Album«. In letzterer Kategorie ist übrigens Kanye West mit »Jesus Is King« nominiert.

Am Ende steht eine lange Liste der Nominierten da, und am häufigsten darin kommt diesmal Beyoncé Knowles vor. Die Sängerin bekam insgesamt neun Nominierungen, darunter gleich vier für den Song »Black Parade«: als bester R&B-Song und beste R&B-Aufnahme sowie als Song des Jahres und in der Königskategorie »Record of the Year«. Darin ist Beyoncé gleich doppelt vertreten, denn auch als Gastsängerin von Megan Thee Stallion bei »Savage« ist sie nominiert – der Song ist auch in zwei Rap-Kategorien in der engeren Auswahl. Weitere Preischancen winken noch beim besten Musikvideo (»Brown Skin Girl«) und dem besten Musikfilm (»Black Is King«). Bisher hat Beyoncé in ihrer Karriere 24 Grammys gewonnen.

Zehn Grammys stehen für Taylor Swift bisher zu Buche – in sechs Kategorien könnte sie bei der Preisverleihung 2021 gewinnen. Dazu zählt die genreübergreifende Kategorie des Albums des Jahres (»Folklore«) ebenso wie der Song des Jahres (»Cardigan«). Ihr Duett »Exile« mit Bon Iver ist als »Best Pop Duo/Group Performance« im Rennen, »Beautiful Ghosts« aus »Cats« als bester für visuelle Medien geschriebener Song.

Pianist Igor Levit nominiert

Die beiden anderen Sechsfach-Nominierten sind weniger lange im Geschäft: Die Britin Dua Lipa, die 2019 unter anderem als »Best New Artist« ausgezeichnet wurde, ist diesmal für sechs Grammys nominiert, dreimal für den Song »Don't Start Me Now«, zweimal für das Album »Future Nostalgia«. Der kalifornische Rapper Roddy Ricch könnte seinem bisher einen Grammy weitere Preise hinzufügen: Seine sechs Nominierungen verteilen sich auf die beiden Songs »The Box« und »Rockstar«, bei dem er einen Feature-Auftritt für DaBaby hat.

In den Klassikk-Kategorien finden sich wie fast immer einige nominierte Aufnahmen, an denen Musiker aus Deutschland beteiligt sind. So ist unter anderem Igor Levit für »Beethoven. Complete Piano Sonatas« in der Kategorie »Best Classical Instrumental Solo« nominiert.

Gleich zweimal hat die Big Band des Hessischen Rundfunks an nominierten Jazzalben mitgemischt: bei »Songs You Like a Lot« von John Hollenbeck und bei »Holy Room – Live at Alte Oper« von Somi.

Die Preise in den 83 Kategorien werden am 31. Januar 2021 in Los Angeles verliehen. Als Moderator der Preisverleihungen wurde heute der Comedian Trevor Noah bekannt gegeben.

feb/AP/Reuters
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