Verleihung der Grammy Awards Jon Batiste für das beste Album ausgezeichnet, Silk Sonic für den besten Song

Jon Batiste, Olivia Rodrigo, Silk Sonic, Foo Fighters: So heißen die großen Gewinner der diesjährigen Grammyverleihung. Bei der Musikpreis-Gala meldete sich überraschend auch der ukrainische Präsident zu Wort.
Jon Batiste bei seinem Grammy-Auftritt in Las Vegas

Jon Batiste bei seinem Grammy-Auftritt in Las Vegas

Foto: MARIO ANZUONI / REUTERS

Bruno Mars und Anderson .Paak haben bei der diesjährigen Grammyverleihung abgeräumt: Die beiden Musiker gewannen mit ihrem Retro-Soul-Projekt Silk Sonic für die Single »Leave The Door Open« die Preise für den besten Song und für die beste Aufnahme des Jahres.

Das beste Album des Jahres heißt nach Ansicht der Jury »We Are« und stammt von Jon Batiste. Der Jazz- und R&B-Musiker war bei der 64. Ausgabe des US-Musikpreises mit elf – und damit den meisten – Nominierungen ins Rennen gegangen. Insgesamt fünf Preise konnte der 35-Jährige ergattern, darunter auch den für das beste Musikvideo. »We Are« ist das fünfte Studioalbum von Batiste – und das erste Fusion-Werk des Jazzers. Es ist eine Melange aus R'n'B, Funk, Blues, Soul, Hip-Hop, Gospel, Afrobeat – eine Reise durch die Geschichte handgemachter Black Music.

Als beste Newcomerin wurde die US-Popsängerin Olivia Rodrigo ausgezeichnet. Die 19-Jährige, die ihre Karriere als Schauspielerin im Disney Channel begann, hatte im vergangenen Jahr ihre Debüt-Single »Driver's License« veröffentlicht. Sie gewann nun insgesamt drei Grammys.

Olivia Rodrigo bei ihrem Grammy-Auftritt

Olivia Rodrigo bei ihrem Grammy-Auftritt

Foto: Chris Pizzello / AP

Drei Grammys erhielt die US-Rockband Foo Fighters, darunter für das beste Rockalbum und den besten Rocksong. Der Schlagzeuger der Band, Taylor Hawkins, war vor rund einer Woche unerwartet gestorben.

Bei der Verleihung in Las Vegas meldete sich überraschend auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zu Wort. In einer vorab aufgezeichneten Videobotschaft bat er um Unterstützung für sein Land. Nichts sei gegenteiliger zu Musik als die »Stille von zerstörten Städten und getöteten Menschen«, sagte Selenskyj. Russland bringe »mit seinen Bomben eine schreckliche Stille« in die Ukraine. »Füllt die Stille mit eurer Musik«, bat Selenskyj. »Unterstützt uns auf jegliche Art und Weise, die euch möglich ist.«

Er träume davon, dass die Menschen in den umkämpften ukrainischen Städten wieder frei leben könnten – »so frei, wie ihr auf der Grammy-Bühne«, sagte Selenskyj. Danach sang US-Sänger John Legend gemeinsam mit ukrainischen Musikerinnen einen der Ukraine gewidmeten Song.

Selenskyjs Videobotschaft während der 64. Grammyverleihung

Selenskyjs Videobotschaft während der 64. Grammyverleihung

Foto: Chris Pizzello / dpa

Die Grammys wurden in diesem Jahr bereits zum 64. Mal verliehen. Die Gala war ursprünglich für den 31. Januar geplant gewesen, Austragungsort hätte Los Angeles sein sollen. Wegen der rasanten Ausbreitung der hochinfektiösen Omikron-Variante des Coronavirus wurde die Preisverleihung aber verschoben – und fand nun erstmals in Las Vegas statt.

Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entscheiden über die Preisträgerinnen und Preisträger der Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt zählen. Eine Übersicht mit sämtlichen Nominierten sowie allen Gewinnerinnen und Gewinnern finden Sie hier auf der Grammy-Website .

aar/dpa/AFP
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