Grand Prix d'Eurovision Lettland siegt - Debakel für Corinna May

Faustdicke Überraschung beim Grand Prix d'Eurovision: Lettland gewann vor Malta. Die Deutsche Corinna May, bei den Buchmachern als Favoritin gehandelt, landete abgeschlagen auf einem der hinteren Plätze.


Müssen schwere Schlappe verkraften: Corinna May und Produzent Ralph Siegel
EPA/DPA

Müssen schwere Schlappe verkraften: Corinna May und Produzent Ralph Siegel

Tränen der Freude, Tränen der Trauer: Die Sängerin Marie N setzte sich am Samstagabend in der estnischen Hauptstadt Tallinn mit ihrem feurigen Latin-Popsong "I Wanna" knapp gegen Malta durch. Eine herbe Enttäuschung gab es für Corinna May und ihren Komponisten Ralph Siegel: Sie landeten mit ihrem Song "I Can't Live Without Music" nur auf Platz 21 der 24 Teilnehmerländer. Dies ist einer der schlechtesten Plätze für Deutschland in der Grand-Prix-Geschichte.

Schlager-Veteran Siegel hatte sich vor dem Sänger-Wettstreit noch sehr zuversichtlich gezeigt. Doch der 31-jährigen Bremerin May konnte man bei ihrem Auftritt die Nervosität deutlich anmerken. Mit gerade einmal 17 Punkten konnte sie ihrer Favoritenrolle überhaupt nicht gerecht werden.

Doch es war nicht der Abend der Favoritin. Auch die hoch gehandelten Beiträge aus Spanien, Schweden, Frankreich und Israel floppten, wenn auch nicht so drastisch wie Deutschland.

Ganz anders dagegen die gebürtige Russin Marie N. Sie begeisterte mit ihrem selbst komponierten Lied nicht nur die 6400 Zuschauer in der Saku Suurhall, sondern offensichtlich auch die Millionen Menschen vor den Bildschirmen, die sie zur europäischen Schlagerkönigin 2002 wählten. Lettland bekam 176 Punkte, die zweitplatzierte maltekische Sängerin Ira Losco 164 mit ihrem Song "Seventh Wonder". Dritter wurden punktgleich mit je 111 Punkten Großbritanniens Jessica Garlick und "Come Back" sowie Gastgeber Estland, das die schwedische Sängerin Sahlene mit "Runaway" ins Rennen geschickt hatte.

Ebenfalls auf hinteren Plätzen landeten Österreich und die Schweiz. Die für die Schweiz angetretene Francine Jordi aus Bern erreichte für das Lied "Dans le jardin de mon ame" nur auf 15 Punkte und ist damit beim nächsten Mal nicht mehr dabei. Dasselbe gilt für Österreich, das mit Manuel Ortega und "Say a word" auf 26 Punkte kam.



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