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Gründungsmitglied von UB40 Terence »Astro« Wilson ist tot

Mit Liedern wie »Red Red Wine« und »Can’t Help Falling in Love« feierte die britische Band UB40 ab den Achtzigerjahren weltweit Erfolge. Nun ist Gründungsmitglied Terence »Astro« Wilson nach kurzer Krankheit gestorben.
Terence »Astro« Wilson: Er spielte von 1978 bis 1983 in der Reggae- und Popband UB40

Terence »Astro« Wilson: Er spielte von 1978 bis 1983 in der Reggae- und Popband UB40

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gie Knaeps / Getty Images

Der ehemalige Sänger und Gründungsmitglied der britischen Band UB 40, Terence »Astro« Wilson, ist tot. Wie seine aktuelle Band bestätigte, ist der Musiker im Alter von 64 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben.

Wilson spielte von 1978 bis 1983 in der Reggae- und Popband UB40. Ab den Achtzigerjahren feierten die britischen Musiker mit Liedern wie »Red Red Wine« und »Can’t Help Falling in Love« international große Erfolge.

Nach der Trennung von UB 40 im Jahr 2013 gründete Wilson gemeinsam mit seinem früheren Bandkollegen Ali Campbell die Gruppe »UB40 featuring Ali Campbell & Astro«. Die Band wollte im kommenden Jahr auf Tour gehen.

In einem Statement auf dem offiziellen Twitter der Band heißt es: »Wir sind absolut am Boden zerstört und es bricht uns das Herz, euch mitteilen zu müssen, dass unser geliebter Astro heute nach sehr kurzer Krankheit verstorben ist.«

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Weiter heißt es in dem Statement: »Ohne ihn wird die Welt nie mehr dieselbe sein. Wir bitten Sie, die Privatsphäre seiner Familie in dieser unglaublich schwierigen Zeit zu respektieren.«

Eine Stimme der informierten Arbeiterklasse

Eines seiner letzten Interviews hatte Wilson dem britischen »Guardian«  im Mai dieses Jahres gegeben. Darin sagte er, dass die Band UB40 bei ihrer Gründung 1978 die Stimme der informierten Arbeiterklasse gewesen sei.

In ihren Texten beschäftigten sich die Musiker immer wieder mit sozialen Themen wie Rassismus oder Arbeitslosigkeit. Der Bandname selbst war eine Anspielung auf das britische Arbeitslosenversicherungsformular »Unemployment Benefit, Form 40«.

Wilson sagte dem »Guardian«, dass er selbst zahlreiche Rassismuserfahrungen gemacht habe. Ende der Siebzigerjahre seien willkürliche Festnahmen von Schwarzen an der Tagesordnung gewesen.

»Wir fanden es schwieriger, Liebeslieder zu schreiben als militante Texte, weil es viel einfacher war, über Dinge zu schreiben, die man gesehen oder gelesen hatte. Es schien uns selbstverständlich«, sagte Wilson in dem Interview.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels hieß es, UB40 habe in den Achtzigerjahren mit Hits wie »Red Red Wine« und »Can’t Help Falling in Love« weltweit Erfolge gefeiert. Tatsächlich wurde letzteres Lied erst 1993 veröffentlicht. Wir haben die Stelle angepasst.

asc