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02. April 2015, 09:48 Uhr

"Rock im Revier"

"Grüne Hölle" zieht nach Schalke

Nürburgring ade. Der Konzertveranstalter Deag verlegt sein "Grüne Hölle"-Festival nach Schalke. Der Grund: Streit ums Geld.

Das Festival "Grüne Hölle Rock" wechselt als "Rock im Revier" vom Nürburgring nach Schalke. Das teilte der Konzertveranstalter Deag am Donnerstag mit. Dies ist ein erneuter Rückschlag für den Nürburgring. Eigentlich sollte das Festival vom 29. bis 31. Mai an der Eifelrennstrecke steigen - als Ersatz für "Rock am Ring", das ins nahe Mendig gezogen ist und kurze Zeit später später über die Bühne gehen wird.

Der Grund des Weggangs vom Nürburgring zur Veltins-Arena in Gelsenkirchen-Schalke ist ein Kostenstreit zwischen dem Rennstreckenbetreiber Capricorn Nürburgring GmbH (CNG) und der Deag. Im Widerspruch zu vertraglichen Vereinbarungen hätte sich der Ringbetreiber nicht an den Zahlungen für Künstlergagen und Werbemaßnahmen beteiligt, hieß es. Die "Wirtschaftswoche" hatte zuvor berichtet, dass nach schwachen Ticketverkäufen 800.000 Euro Vorverkaufserlösen bis Mitte März Kosten von mehr als 3,5 Millionen Euro gegenüber gestanden hätten.

Alle Karten für "Der Ring - Grüne Hölle Rock" gelten laut Deag für "Rock im Revier" im Innenraum. Fans könnten ihre Karten auch für das Festival "Rockavaria" in München umtauschen oder dort zurückgeben, wo sie gekauft wurden.

Um das Festival am Nürburgring hatte es 2014 Streit gegeben: Der langjährige Veranstalter Marek Lieberberg hatte wegen neuer Forderungen der Ring-Betriebsgesellschaft seinen Abschied von dem Gelände erklärt, wo "Rock am Ring" seit 1985 ausgerichtet wurde. Weniger als 30 Kilometer Luftlinie entfernt, auf dem Flugplatz Mendig, hat Lieberberg einen neuen Veranstaltungsort gefunden. "Rock am Ring" ist dort mit über 85.000 verkauften Tickets bereits ausverkauft.

tha/feb/dpa

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