Grunge-Veteran Bassist von Alice in Chains gestorben

Der ehemalige Bassist der Grunge-Band Alice in Chains ist tot. Mike Starr hatte sich in einer TV-Show öffentlich zu seiner Drogenabhängigkeit bekannt. Erst im Februar war er mit illegalen Substanzen aufgegriffen worden.

REUTERS/ VH1

Hamburg/Salt Lake City - Erst 2009 hatte er seine Drogensucht öffentlich gemacht. Mike Starr war in der Reality-Show "Celebrity Rehab" des Musiksenders VH1 aufgetreten, die Prominente bei einer Alkohol- oder Drogentherapie begleitet. Am Dienstag ist der frühere Bassist der US-Band Alice in Chains nun tot in einem Appartment in Salt Lake City aufgefunden worden. Über die Todesursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Der im Alter von 44 Jahren verstorbene Starr war der ursprüngliche Bassist der Grunge-Band Alice in Chains. Die Band aus Seattle gehörte mit Nirvana oder Pearl Jam Anfang der Neunziger zu den Begründern des Grunge-Sounds. Starr verließ Alice in Chains 1993 kurz nach der Fertigstellung des zweiten Albums "Dirt". Nach eigenen Angaben hat ihn die Band wegen seiner Drogenprobleme gefeuert. 1996 lösten sich Alice in Chains auf - auch hier waren Drogen ausschlaggebend: Sänger Layne Staley war aufgrund seiner Heroinabhängigkeit nicht mehr in der Lage, auf Tour zu gehen.

Im April 2002 starb Staley an einer Überdosis. Ex-Bassist Mike Starr war vermutlich der Letzte, der ihn lebend gesehen hat. Er bereue, dass er damals nicht einen Notarzt gerufen habe, weil Staley das nicht wollte, bekannte Starr 2009 in "Celebrity Rehab". "Ich wünschte, ich wäre damals nicht high gewesen, dann wäre ich bestimmt nicht einfach so aus seiner Wohnung gegangen."

Die Internetseite TMZ.com zitierte Starrs Vater mit den Worten, die Nachricht vom Tod seines Sohnes sei ein "furchtbarer Schock und eine Tragödie". Im Februar war Mike Starr aufgrund eines Haftbefehls wegen Besitzes illegaler Substanzen festgenommen worden. Dabei sollen die Beamten unter anderem Schmerzmittel gefunden haben.

twi /dpa/reuters



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