Hamburger Elbphilharmonie 55 Millionen Euro teurer als geplant

Die Hamburger Elbphilharmonie in der Hafencity wird deutlich mehr kosten als bisher vorgesehen. Hervorragende Kultur habe ihren Preis, sagte Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust.


Hamburg - Die Elbphilharmonie solle als neues architektonisches Wahrzeichen Hamburgs Aufbruch symbolisiere, sagte Ole von Beust. Das spektakuläre Glasgebäude in der Hafencity werde über 55 Millionen teuer als geplant. Insgesamt koste es nun 241,3 Millionen Euro statt der bislang geschätzten 186 Millionen Euro. Das von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron entworfene Bauwerk werde anders und zum Teil aufwendiger als in den ersten Planungen gestaltet.

Nach Angaben des Senates beinhaltet die Summe die komplette Ausstattung des in dem Gebäude geplanten Fünf-Sterne-Hotels, den Ausbau eines Backstage-Bereiches, einen Multifunktionssaal sowie verbesserte Akustik und Sichtverhältnisse und eine Dachterrasse. Nach Angaben von Projektkoordinator Hartmut Wegener liegen die Kosten, verglichen mit anderen modernen Konzerthäusern, eher im unteren Bereich.

Die Stadt hatte für das Prestigeobjekt einen Zuschuss von 77 Millionen Euro zugesagt, jetzt steigt dieser Betrag auf 114,3 Millionen Euro - über 37 Millionen Euro Mehrkosten für den Hamburger Haushalt. "Hervorragende Kultur und hervorragende Architektur kosten ihren Preis", sagte von Beust. Die höheren Kosten würden aus Steuermehreinnahmen finanziert. An privaten Spenden wurden bisher rund 64 Millionen Euro zugesagt.

Voraussichtlich im Frühjahr 2007 wird der Bau der Elbphilharmonie beginnen. Im Herbst 2009 soll der Konzertbereich fertig gestellt sein, das erste Konzert im Mai 2010 stattfinden. Damit verzögert sich die Eröffnung der Philharmonie um knapp ein Jahr gegenüber den bisherigen Planungen.

Der futuristische Glasbau soll zu einer Touristenattraktion ersten Ranges werden, vergleichbar mit dem berühmten Opernhaus am Hafen von Sydney in Australien.

Ner/dpa/AP



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