Helge-Schneider-Tournee Mit „Möhrchenlied“ gegen Marihuana

Der Komiker und Sänger Helge Schneider kämpft gegen die Verharmlosung von Drogen. Wie bei ihm nicht anders zu erwarten mit einer skurrilen Idee: Möhren statt Marihuana, heißt das Motto des Mannes, der im Januar auf Tournee geht.

Mülheim – Der Mann muss es wissen. "In langen Leidensjahren habe ich erlebt, dass man vom Kiffen unreine Haut bekommt, schmutzige Fingernägel und lange Haare", sagte Helge Schneider bei der Vorstellung seiner Tournee "Verzeih mir, Baby", die am 5. Januar starten wird. "Ich habe selber von meinem 13. bis 23. Lebensjahr Haschisch und Marihuana geraucht und bin deswegen so abgesackt, dass ich von der Schule geflogen bin", erzählte Schneider.

Deshalb will er jetzt gegen Marihuana ansingen - und auch gegen Kiffersongs wie die von Stefan Raab. Seine Tournee sieht der Blödelbarde als "Feldzug gegen Drogen". Deshalb will er von Hamburg bis München das Publikum auf seinen Refrain "Maguihana is nicht gutta" einschwören. "Durch die Debatte über die Legalisierung von Marihuana werden die Gefahren dieser Droge gerade für junge Menschen verharmlost", sagte Schneider. Knallhart setzt er deswegen "Helges Möhrchenlied" im Kampf um die Droge ein. Als Alternative zum Joint will der Sänger seine Zuhörer außerdem mit Möhren füttern.

Begleitet wird der 47-jährige Mülheimer von dem Jazz-Rock-Schlagzeuger und Mitbegründer der Spencer Davis Group Pete York. Am Bass begleitet der 73-jährige James Woode, der unter anderem im Orchester Duke Ellington gespielt hat, die Tour. Vor dem eigentlichen Start am 5. Januar im Hamburger "Schmidts Tivoli" wird Helge Schneider am 20. und 21. Dezember zwei vorweihnachtliche Konzerte in seiner Heimatstadt Mülheim geben.