Mit-Erfinder der Village People Henri Belolo ist tot

Er war maßgeblich an Hits wie "YMCA" und "In the Navy" beteiligt und verhalf später Hip-Hop und House in Europa zu Popularität. Nun ist der französische Musikproduzent Henri Belolo gestorben.

The Village People: Der französische Musikproduzent Henri Belolo hatte die Band gemeinsam mit Jacques Morali zusammengestellt
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The Village People: Der französische Musikproduzent Henri Belolo hatte die Band gemeinsam mit Jacques Morali zusammengestellt


Ohne ihn hätte es die sechsköpfige Band Village People wohl nie gegeben und auch der Hip-Hop hätte es in Europa schwerer gehabt. Henri Belolo gehörte zu den Pionieren der Disco-Bewegung und Jahrzehnte später der House-Musik. Im Alter von 82 Jahren ist der französische Musikproduzent nun gestorben, wie sein Sohn der Musikrechte-Gesellschaft Sacem bestätigte.

Belolo, 1936 in Casablanca geboren, hatte zusammen mit seinem französischen Kollegen Jacques Morali nach dem Umzug der beiden nach New York 1977 die sechsköpfige Band Village People zusammengestellt, die mit Hits wie "YMCA", "In the Navy" und "Macho Man" Riesenhits feierte.

Die Band mit den Figuren muskelbepackter Bauarbeiter, Biker, Cowboys und Soldaten wurde schnell zu einer Ikone der Popkultur, "YMCA" wurde zur Hymne der LGBT-Bewegung (Schwule, Lesben, Bisexuelle und Transgender).

Belolo und Morali waren bereits in Frankreich mit ihrem Label Carabine erfolgreich, bevor sie 1973 in die USA auswanderten. Dort gründeten sie zunächst das Disco-Trio The Ritchie Family, das mit "The Best Disco in Town" 1976 einen Welthit landete.

Anfang der Achtzigerjahre halfen die beiden Franzosen mit der Band Break Machine, die Hip-Hop-Kultur in Europa populär zu machen. Ihr Musiklabel Scorpio spielte zudem beim Siegeszug der House-Musik in Frankreich ein Jahrzehnt später eine wichtige Rolle.

Morali, der auch Lieder für Popdiva Cher schrieb, starb bereits 1991 an Aids. Die Band Village People ist mit wechselnden Mitgliedern seit den Neunzigerjahren wieder aktiv und veröffentlicht nach diversen rechtlichen Streitigkeiten dieses Jahr ein Weihnachtsalbum.

brs/afp



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