Hip-Hop-Magazin Gedruckte "Juice" wird eingestellt

194 Printausgaben des Hip-Hop-Magazins "Juice" sind bisher erschienen, die nächste wird aber die letzte sein: "Das Format Print ist tot", heißt es als Begründung. Online soll es weitergehen.

"Juice" mit Split-Cover #194
Juice

"Juice" mit Split-Cover #194


Das Hip-Hop-Magazin "Juice" stellt seine Printausgabe ein. "Things done changed on this side", gab die Musikzeitschrift auf ihrer Website bekannt, ein Zitat des legendären Notorious B.I.G.. "Deswegen haben wir entschieden: Juice wird es als Printprodukt in Zukunft nicht mehr geben."

Online werde es aber weitergehen, heißt es in dem Statement. Man begreife diesen Schritt "als Chance, um uns digital neu zu erfinden und unsere Berichterstattung mit vollem Elan an die Anforderungen des WWW anzupassen." Die neue, digitale "Juice" werde ab März 2020 mit Abo-Funktion starten.

Für die gedruckte Ausgabe habe man immer wieder versucht, der negativen Kaufentwicklung entgegenzuwirken. "Doch am Ende müssen wir konstatieren: Alles Tropfen auf den heißen Stein, denn das Format Print ist tot", heißt es.

1997 war die Musikzeitschrift gegründet worden, bis heute wurden sechs Ausgaben im Jahr produziert. Die 195. Ausgabe wird nun die letzte sein, sie erscheint am 28. November.

hba



insgesamt 7 Beiträge
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edelsachse 25.11.2019
1. @1
Seid Seid Seid . . . Seid.....
Affenhauptmann 26.11.2019
2. Rechtschreibung
Genau so wie das Niveau der Rechtschreibung von TimTom schätze ich das Niveau der meisten Anhänger dieser Musikrichtung ein. Mein persönliches Highlight: "seit Jahrn".
urbanism 26.11.2019
3. erinnert mich an das Groove Magazin
das erinnert mich an das Groove Magazin (House/Techno) dessen Print Ausgabe auch eingestellt wurde und nur noch Online betrieben wird. M.E. sind Online Ausgaben der Tod eines jeden Mediums weil diese Mediale Welt viel zur kurz und schnelllebig ist und schnell das Gefühl der Oberflächlichkeit aufkommt. Kurz mal irgendetwas eingestellt ähnlich eines digitalen Fotoshootings wobei die Qualität und die Inhaltliche Nährwert auf der Strecke bleibt.
MatthiasPetersbach 26.11.2019
4. Seit Jahrn.....
Zitat von AffenhauptmannGenau so wie das Niveau der Rechtschreibung von TimTom schätze ich das Niveau der meisten Anhänger dieser Musikrichtung ein. Mein persönliches Highlight: "seit Jahrn".
.....geht einem die "Kritik" von Leuten, die sich im HipHop nicht auskennen, sich darüber nicht informieren (wollen), nichtmal 5 % darüber wissen, aber sich immer wieder bemüßigt fühlen, darüber zu urteilen, auf den Keks. Zum Mitschreiben: HipHop ist Kultur, Literatur, Musik. Die sich hinter "alteingesessenen" Kulturdisziplinen (von denen die meisten AUCH wenig Ahnung haben) weder verstecken muß noch da zurücksteht. MANCHER HipHop. Wer HipHop nach Bushido und anderen Fehlgeleiteten beurteilt, macht im Prinzip das selbe wie jemand, der Printmedien verurteilt, weil die B**dzeitung bescheuert ist - und marktführend. DAS kann aber nicht der Maßstab sein. Und auch die z.T. jugendlichen Hörer haben mittlerweile hundertmal mehr Reime, Textverständnis und Selbstversuche im Alltag auf der Pfanne als die Generation, die mit Mühe Schillers Glocke (auch gut) gelernt hat, hier aber einen auf Literaten macht. "Reime, Rhythmus, Wortakrobatik. Was in den 60er Jahren in New York als Rebellion Jugendlicher begann, ist heute fester Bestandteil der Jugendkultur, musikalische und literarische Schöpfung zugleich: Rap. Die thematische Vielfalt dieses Genres zeigt sich in den politischen, sozialkritischen und oft provokanten Texten, die kunstvoll gestaltet und literarisch ansprechend sind. " Zitat Reclam: Raptexte für den Unterricht
rocketsquirrel 26.11.2019
5. Hip Hop ist tot. Leider.
Und das nicht wegen des Juice Magazins, sondern weil die Aspekte der Kultur, etwas besser zu machen und in einem kreativem Wettstreit zueinander zu sein und damit was besseres zu machen, ausgestorben sind - Rap ist spätestens seit dem zweiten Album von R.A.G. in Deutschland tot, weil es kein höheres Niveau mehr geben wird. Graffiti wird zumindest in den Ballungsgebieten von "Anti-Style" dominiert, der DJ kommt mittlerweile nur noch als Produzent vor und Breakdance ist heute mehr Pina Bausch als Windmill. Aber vielleicht bin ich auch einfach zu alt für den Mist geworden. :)
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