Kritik an Joe Rogan Sängerin India Arie zieht Musik bei Spotify ab

Die Kritik an Joe Rogan und Spotify reißt nicht ab. Nun hat sich Sängerin India Arie dem Boykott angeschlossen. Sie wirft dem Podcast-Host rassistische Statements vor.
Sängerin India Arie bei einem Konzert im Januar 2020

Sängerin India Arie bei einem Konzert im Januar 2020

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Kevin Winter / BMG / Getty Images

Neil Young habe eine Tür geöffnet, durch sie einfach gehen müsse – so beginnt die bekannte US-Sängerin India Arie ihr Statement auf Instagram, mit der sie den Abzug ihrer Musik von Spotify ankündigt.

Vergangene Woche hatte Young die Streamingplattform vor die Wahl gestellt, weiterhin seine Musik oder den kontroversen Podcast »The Joe Rogan Experience« im Angebot zu behalten. Rogan war in den vergangenen Monaten wiederholt mit Gästen aufgefallen, die Falschinformationen zu Covid-19 verbreiteten. Spotify hatte an dem im englischsprachigen Raum überaus beliebten Podcast festgehalten. Daraufhin hatte Young seine Musik abgezogen, Stars wie Joni Mitchell folgten seinem Beispiel. Rogan entschuldigte sich daraufhin für thematische Unausgewogenheit in seiner Show und gelobte Besserung.

»Worüber ich rede, ist Respekt – wer ihn bekommt und wer nicht«

Doch nun macht Arie eine neue Diskussion zu dem Moderator auf. »Ich glaube an Meinungsfreiheit. An Joe Rogan finde ich aber anderes als seine Covid-Interviews problematisch...«, so Arie auf Instagram. »Für mich geht es auch um seine Wortwahl in Bezug auf Rasse. Worüber ich rede, ist Respekt – wer ihn bekommt und wer nicht.«

»Musikern den Bruchteil eines Pennys bezahlen? Und ihm 100 Millionen Dollar?«, schreibt Arie weiter in Anspielung auf den Millionendeal über die Exklusivrechte an dem Podcast, den Spotify mit Rogan abgeschlossen hat. »Das zeigt, was für eine Art Unternehmen sie sind, und welche Gesellschaft sie bevorzugen.«

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Konkrete Beispiele für problematische Sprache in »The Joe Rogan Experience« führte Arie nicht an. Eventuell bezog sie sich auf eine Episode aus dem vergangenen Jahr sein, in der Rogan mit dem umstrittenen Psychologen Jordan Peterson sprach.

Wie die Medien-Watchdog-Plattform Media Matter for America  dokumentiert, sagte Rogan während einer Diskussion über den afroamerikanischen Akademiker und Moderator Michael Eric Dyson, dass dieser nicht schwarz, sondern braun sei. »Wenn du nicht gerade über jemanden redest, der zu hundert Prozent Afrikaner ist und aus dem dunkelsten Ort überhaupt kommst, wo sie den ganzen Tag nackt herumlaufen und all das Melanin entwickelt haben, um sich vor der Sonne zu schützen, dann ist der Begriff ›schwarz‹ seltsam.«

hpi
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