Zweifacher Grammy-Preisträger Soulsänger James Ingram ist tot

"Die Welt hat ein Genie verloren": James Ingram war für seine "starke Stimme und seine meisterhaften Kompositionen" bekannt, er arbeitete mit Ray Charles und Quincy Jones. Nun ist er im Alter von 66 Jahren gestorben.

James Ingram (2008)
REUTERS

James Ingram (2008)


Der US-amerikanische Soulsänger und Songwriter James Ingram ist tot. Schauspielerin und Sängerin Debbie Allen, eine langjährige Bekannte und Kollegin, bestätigte Ingrams Tod am Dienstag dem US-Sender CNN. Sie habe ihren "besten Freund und kreativen Partner" verloren, schrieb Allen auf Twitter.

Der zweifache Grammy-Preisträger wurde 66 Jahre alt. Details zur Todesursache sind bisher nicht bekannt.

Ingrams "starke Stimme und seine meisterhaften Kompositionen" hätten die Musikszene nachhaltig geprägt, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Recording Academy, die alljährlich die Grammy-Preise verleiht. Die Musikauszeichnungen hatte Ingram in den Achtzigerjahren für den R&B-Song "One Hundred Ways" und für sein "Yah Mo B There"-Duett mit Michael McDonald gewonnen. Er war insgesamt 14 Mal für einen Grammy nominiert.

Der im US-Bundesstaat Ohio geborene Ingram hatte seine Musikkarriere in der Band Revelation Funk begonnen und später Keyboard in der Band von Soul-Legende Ray Charles gespielt. Berühmt wurde er mit den Songs "Just Once" und "One Hundred Ways" auf dem Album "The Dude" von Quincy Jones aus dem Jahr 1981.

Weitere Hits nahm Ingram mit Patti Austin ("Baby, Come to Me") und Linda Ronstadt ("Somewhere Out There") auf. Zusammen mit Quincy Jones schrieb Ingram auch den Michael-Jackson-Hit "P.Y.T. (Pretty Young Thing)".

Ingram war im Laufe seiner Karriere nicht nur für 14 Grammys nominiert, sondern auch für zwei Golden Globes und zwei Oscars, unter anderem für das mit Patti Austin gesungene Duett "How Do You Keep the Music Playing?" aus dem Film "Zwei dicke Freunde" (1982).

"Worte können nicht beschreiben, wie sehr mein Herz schmerzt", schrieb nun Quincy Jones bei Twitter. "Mit seiner gefühlvollen, nach Whisky klingenden Stimme war James einfach magisch." Die Drehbuchautorin und Produzentin Shonda Rhimes schrieb: "Die Welt hat heute ein Genie verloren."

aar/dpa/AFP

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