Solidarität mit Neil Young Auch Joni Mitchell will ihre Musik von Spotify abziehen

»Verantwortungslose Menschen verbreiten Lügen, die Leben kosten«: Aus Solidarität mit Neil Young hat nun auch Joni Mitchell angekündigt, ihre Musik nicht mehr über Spotify anzubieten, solange dort in einem Podcast Corona verharmlost wird.
Solidarisch: Joni Mitchell in den Siebzigerjahren mit Neil Young auf der Bühne

Solidarisch: Joni Mitchell in den Siebzigerjahren mit Neil Young auf der Bühne

Foto: Ronald Grant / IMAGO

Spotify verliert eine weitere Künstlerin mit großem Namen. Joni Mitchell veröffentlichte auf ihrer Website eine Erklärung, derzufolge sie ihre gesamte Musik von dem Streamingdienst entfernen lässt. Sie erklärt in dem kurzen Text ihre Solidarität mit Neil Young sowie Forschung und Medizin.

Young hatte den Schritt zuvor angekündigt, weil Spotify auch den Podcast »The Joe Rogan Experience« im Angebot hat. Darin verbreitet der Comedian und Kommentator von Mixed-Martial-Arts-Kämpfen Falschinformationen zu Corona und Impfungen.

Joni Mitchell schreibt in ihrer Erklärung: »Verantwortungslose Menschen verbreiten Lügen, die Leben kosten.« Mitchell und Young stammen beide aus Kanada und sind seit Ende der Sechzigerjahre befreundet. Sie standen gemeinsam auf der Bühne und schrieben Songs übereinander.

Mitte Januar hatten bereits mehr als 270 Mediziner und Forscher  Spotify aufgefordert, »The Joe Rogan Experience« nicht weiter auszustrahlen. Rogan habe während der Pandemie immer wieder Falschinformationen verbreitet und das Vertrauen in die Medizin untergraben. Sein Podcast erreicht bis zu elf Millionen Menschen.

kae