Rund 290 Songs Justin Bieber verkauft Musikrechte für 200 Millionen Dollar

Das Geschäft erscheint wegen der zunehmenden Nutzung von Streamingplattformen lukrativ: Justin Bieber hat die Rechte an seinen Songs für eine hohe Summe abgetreten. Damit folgt er dem Beispiel anderer Stars.
Justin Bieber bei den Grammy Awards im April 2022

Justin Bieber bei den Grammy Awards im April 2022

Foto: Angela Weiss / AFP

Popstar Justin Bieber hat die Rechte an seinen Songs für 200 Millionen Dollar an den Musik-Investmentfonds Hipgnosis Songs Capital verkauft. Hipgnosis gab das Geschäft mit dem 28-jährigen Sänger von Hits wie »Baby«, »Sorry« and »Love Yourself« bekannt, über das seit Wochen spekuliert worden war.

Der von dem Investmentriesen Blackstone gestützte Fonds erwarb die Rechte an allen 290 Songs, die der kanadische Musiker bis Ende 2021 veröffentlicht hat. Einen Kaufpreis nannte Hipgnosis nicht. Informierte Kreise bestätigten der Nachrichtenagentur AFP aber die Summe von 200 Millionen Dollar.

Justin Bieber war als Teenager auf der Videoplattform YouTube entdeckt worden und rasch zum Superstar aufgestiegen. Er hat inzwischen weltweit mehr als 150 Millionen Platten verkauft. Auf der Streamingplattform Spotify hat er monatlich 82 Millionen Hörer.

Bob Dylan, Genesis, Shakira

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Musikstars die Rechte an ihren Songs für große Summen verkauft, unter ihnen Bob Dylan, Bruce Springsteen, Sting, David Bowie, Shakira und Paul Simon. Das Geschäft ist unter anderem wegen der zunehmenden Nutzung von Streamingplattformen äußerst lukrativ.

Zuletzt hatten auch Phil Collins und seine Genesis-Kollegen, Gitarrist Mike Rutherford und Keyboarder Tony Banks, bekannt gegeben, einen Teil ihrer Rechte an das US-Unternehmen Concord abtreten zu wollen. Sie würden die Kataloge der Musiker Collins, Rutherford, Banks, Mike and The Mechanics und Genesis bei Concord willkommen heißen, schrieb das in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee ansässige Musiklabel auf Instagram und verlinkte einen Bericht der US-Zeitung »Wall Street Journal« .

Der Deal umfasst demnach Werke von den Solokarrieren der drei Künstler, ihrer gemeinsamen Genesis-Musik und der von Rutherford gegründeten Band Mike and the Mechanics. Nicht enthalten seien Genesis-Aufnahmen mit dem früheren Frontmann Peter Gabriel, der die Rockband 1975 verlassen hatte, berichtete das »Wall Street Journal« . Die Zeitung schätzte den Wert der Vereinbarung auf 300 Millionen Dollar.

bam/AFP
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