Abgehört 2015 Die wichtigste Musik des Jahres

Wie verhalf ein dreistündiges "Epic" dem Jazz quasi im Alleingang zum Comeback? Wie Charts-tauglich ist ein gefühlloses Gesicht? Und wie lange muss man über das beste deutsche Pop-Album grübeln? Die wichtigsten Platten des Jahres. Heute: Teil 2.

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Teil eins verpasst? Schnell hier nachlesen!

Kamasi Washington - "The Epic"
(Brainfeeder/Rough Trade, veröffentlicht im Mai)

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So schnell waren Jazz-Konzerte schon lange nicht mehr ausverkauft: Im Spätherbst, ein knappes halbes Jahr nach Veröffentlichung seines tatsächlich raumgreifenden Debüt-Albums "The Epic", besuchte Kamasi Washington auch ein paar ausgewählte deutsche Konzerthallen, darunter das Berliner "Yaam" - und nicht nur Jazz-Traditionalisten, die den Jubel der Presse eher skeptisch betrachtet hatten, sondern viele, die vielleicht noch nie zuvor ein Jazz-Konzert besucht hatten, kamen in Scharen. Aber um was zu sehen, was zu erleben?

Live konnte Washington nicht die ganze Dimension seines 170 Minuten langen Großwerks vollständig umsetzen, das war klar. Statt der 32 Musiker des "West Coast Get Down"-Kollektivs junger Musiker aus den ärmeren Stadtteilen von Los Angeles, hatte der 34-jährige Saxophonist und Komponist nur acht Mitstreiter mitbringen können, eine logistische Notwendigkeit. Aus dem notgedrungen kompakteren Setup machte die Band eine Tugend und beantwortete mit beherztem Griff zu Funk-und Soul-Elementen ein paar Fragen, die "The Epic" offen gelassen hatte: Was dieses grandiose, den Free- und Spriritual-Jazz der Sechziger feiernde Album eigentlich mit dem Sound von Heute zu tun hat. Ob das mit den insbesondere von "Keytarist" Brendan Coleman forcierten Anklängen an Achtzigerjahre-Acts wie Defunkt, Trouble Funk oder Prince befriedigend geklärt werden konnte, darüber lässt sich weiterhin streiten.

"The Epic", flankiert von D'Angelos "Black Messiah", Kendrick Lamars "To Pimp A Butterfly" (siehe erster Teil der Abgehört-Jahresausgabe ) und nicht zuletzt auch dem Kinofilm "Whiplash", markierte nicht nur die Rückkehr des Jazz in den Pop-Zusammenhang, sondern damit einhergehend auch das Comeback von kompetenter Musikalität (vulgo: Muckertum), politischer Haltung und Spiritualität. Mit seinem virtuosen Rückgriff auf Wegbereiter wie John Coltrane, Ornette Coleman, Bobby Byrd, Miles Davis, Bobby Hutcherson oder Pharoah Sanders, die in den Sechzigerjahren den Bop-Sound in etwas Transzendentales, Ausschweifendes, Kosmisches überführten, schrieb Washington ein griffiges, nicht überforderndes Geschichtsbuch für die HipHop-Generation.

Die wurde nicht allein durch Washingtons Jazz-Arrangements für "To Pimp A Butterfly" auf "The Epic" aufmerksam, sondern auch durch die Tatsache, dass es auf keinem arrivierten Jazz-Label erschien, sondern auf dem für Post-HipHop und Fusion-Experimente stehenden Brainfeeder-Label von Stephen "Flying Lotus" Ellison. Dessen Support ermächtigte den Saxophonisten, der zuvor für Chaka Khan, Snoop Dogg oder Lauryn Hill gespielt hatte, zu größtmöglicher Freiheit und Radikalität. Mehr als 150 Stücke spielte Washington mit seiner Mega-Bigband im Studio ein, 17 davon wurden für das aus allen Nähten platzende Album ausgewählt, das, in einer edlen Box veröffentlicht, am Ende des Jahres zum Vinyl-Bestseller wurde.

Herausragende Tracks wie "Change Of The Guard", "Final Thought", "Re Run", "Re Run Home", "Henrietta Our Hero" oder "Malcolm's Theme" beschwören eine Zeit, in der musikalische Grenzen von schwarzen Jazz-Musikern weit geöffnet wurden und Bürgerrechtsbewegung, Rassenkonflikte, Black-Panther- und Black-Muslim-Bewegung gleichermaßen in radikal freie Musik übersetzt wurden wie "Star Trek", "Silver Surfer"-Comics und der Aufbruch ins All.

"The Epic", sagt Kamasi Washington, soll das Bedürfnis der Menschen nach geistigem Futter befriedigen, und das tut es - mit der ganzen Wucht der Reizüberflutung und Überwältigung, die das Genre zu bieten hat. Ein Meilenstein der populären Musik wird diese staunenswerte, intellektuell wie emotional hinreißende Platte nicht dadurch, dass sie dem Jazz zu seinem verdienten Comeback verhilft und das Genre beflügelt, sondern dadurch, dass sie an die befreiende Radikalität von Musik und praktizierter Musikalität erinnert. It's ascension time again.

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Balbina - "Über das Grübeln"
(Four Music/Sony, veröffentlicht im April)

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"Ich grübel und grübel und grübel/ Über dies und das/ Den ganzen Tag/ Was/ Könnte passieren?/ Ich verliere den Faden", singt Balbina in ihrem Lied "Blumentopf". Und zack, schon ist das "Jetzt" vorbei, während sie noch grübelt, über Flecken auf dem Polkadot-Rock, den Goldfisch, der in seinem Glas so schön glänzt, vielleicht auch einfach nur über das "Ü", wie es so klüngt und schwüngt, wenn man es süngt.

Die Berliner Sängerin hat mit ihrer zweiten Platte "Über das Grübeln", das eigentlich die erste ist, weil ihr einst unabhängig veröffentlichtes Debüt noch in eine frühere Ausprobierphase gehörte, das beste deutschsprachige Pop-Album des Jahres veröffentlicht - und damit auch noch Erfolg gehabt. Wie keine andere aktuelle Künstlerin versteht es Balbina, mit ihrer operettenhaften Stimme, die akribisch gestaltete Sprache ihrer Texte in Klänge und Emotionen zu formen, obwohl es eigentlich oft um Nichts geht: Ums Prokrastinieren, ums Nichtstun, um das Beobachten der Gedanken, wie sie vorbeitanzen und dabei Purzelbäume schlagen. Es geht daher natürlich um alles, um das, was uns ausmacht, unsere Innerlichkeit, die Traurigkeit über das Geworfensein, die großen Fragen über den Sinn und das Leben; Balbinas Songs sind immer auch wortmächtiger Versuch, die Zeit anzuhalten, weil sie mal wieder zu schnell vergeht und man wieder mal alles vegrübelt hat. Worum es nie geht, ist Liebe, Romantik oder Schnödkram, der gewöhnlichen Pop mit Hülsen und Phrasen verstopft. Nein, hier regiert das Dingliche, dessen spröde Stofflichkeit zur klugen, oft gewitzten Metapher gemacht wird.

Mit ernstem Blick, strenger Frisur und kantigen, zusammen mit der Designerin Susann Bosslau entworfenen Kostümen, stilisiert sich Balbina auch in ihren Videos und Live-Auftritten als liebenswert herbe Persönlichkeit, die sich bewusst nicht den Gesetzen der Körpervermarktung und Pop-Duseligkeit unterwirft, aber dennoch mit mitreißender Lyrik und schönen Melodien zu berühren weiß. 2015 war das Jahr, in dem dieser unwahrscheinlich alternative deutsche Mainstream-Pop-Entwurf ein größeres Publikum fand. Darüber muss man gar nicht lange grübeln, darüber darf man gerne jubeln, Pardon, jübeln.

Balbina - Über das Grübeln

Balbina: Über das Grübeln (2015) auf tape.tv.

The Weeknd - "Beauty Behind The Madness"
(Republic/Universal, veröffentlicht im August)

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"And I know she'll be the death of me/ At least we'll both be numb" ist wohl die merkwürdigste, abseitigste Zeile, mit der seit langer Zeit ein Nummer-Eins-Hit begann: "Can't Feel My Face" von The Weeknd. Überhaupt: "Ich kann mein Gesicht nicht mehr spüren, wenn ich mit Dir zusammen bin?", singt Abel Tesfaye, und die Creepyness wird noch verstärkt von der Tatsache, dass er sich dabei anhört wie ein leicht verkaterter Michael Jackson. Aber damit nicht genug: Geschrieben hat Tesfaye seinen bisher größten Hit zusammen mit dem schwedischen Allround-Hitlieferanten Max Martin, der auch für Adele und Taylor Swift und so ziemlich alle anderen Topstars komponiert.

Ist das nun Ausverkauf oder Subversion? Beides, denn so funktioniert kommerzielle Popmusik eben auch im Jahre 2015. Ein paar Jahre lang murkelte Tesfaye, der wie sein bis jetzt noch erfolgreicherer Kollege Drake aus Toronto stammt, am Rande des Mainstreams herum, bastelte sich lasziven, bedröhnten R&B, zu dem er über seinen Selbstekel und nächtliche Drogen- und Sex-Exzesse sang - mit einer süßen Unschuldsstimme, die den betont krassen und provokaten Inhalten seiner Songs Hohn sprach. Tesfayes Debüt beim Majorlabel Universal floppte künstlerisch wie kommerziell, doch mit "Beauty Behind The Madness" erhebt The Weeknd nun den Anspruch auf Pop-Relevanz.

Sein Instrumentarium dafür besteht aus konsequent massenkompatiblen Tracks wie "Shameless", "The Hills", "Dark Times" (mit Ed Sheeran) oder eben "Can't Feel My Face" - irgendwo mitten im Zeitgeist zwischen süßlicher Ballade, keckem Justin-Bieber-Swingbeat, sanfter EDM und Trap. Das Schöne daran: Tesfaye hat sich während dieser Neuerfindung für den großen Durchbruch keinen Deut von seinen Themen entfernt. Noch immer geht es darum, die Girls reihenweise aufzureißen und dann der in Wahrheit Geliebten beim Date davon zu erzählen, so dass sie ja Abstand hält und den Erzähler mindestens so sehr verabscheut wie er sich selbst.

"Love Is Pointless" postuliert er, auf einmal nicht mehr schüchtern und verhalten, sondern auf hämmernden, unverschlurften Beats. "I'm that nigga with the hair/ Singing 'bout popping pills, fucking bitches, living life so trill", formuliert er sein Self-Loathing-Credo in "Tell Your Friends". Zusammen mit der köstlich verkorksten Halsey und der zwischen alle Genres platzenden Grimes gehört The Weeknd damit zu den Propagandisten einer wohltuenden Abgründigkeit im Disneyland des Charts-Pop.

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The Weeknd - Beauty Behind The Madness

The Weeknd: Beauty Behind The Madness auf tape.tv.

Destroyer - "Poison Season"
(Dead Oceans/Cargo, veröffentlicht im August)

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Unser Freund Bill Callahan hat dieses Jahr ausnahmsweise mal kein Album veröffentlicht, deshalb ist der Slot für das beste Verschrobener-Songwriter-Album eklatant vakant. Alternativen gab es dieses Jahr allerdings genug: Jim O'Rourke mit seinen gar nicht mal so simplen, aber schwer neurotischen "Simple Songs", Sufjan Stevens mit seiner überraschend soften Eltern-Ode "Carrie & Lowell", Kurt Vile mit seiner Staubflusen-Middle-Age-Meditation "'Believe I'm Going Down"... alles hervorragende Alben, keine Frage.

Das Meisterwerk dieses nicht klar umrissenen Genres der komischen Käuze kam dann aber von Dan Bejar, der seit einigen Jahren unter dem Namen Destroyer auftritt, Destroyer wie in "Popmusik zerstören". Der Kanadier hasst den konfektionierten Massen-Schmonz, der durch die Hitparaden seift, und veröffentlichte vor einigen Jahren mit "Kaputt" ein hinreichend parodistisches Statement dazu: Soft- und soignierter Yachtrock besülzte sich mit Saxofon- und Pianogeklimper-Exzessen. Das war große Kunst und eigentlich nicht mehr zu toppen. Außer natürlich durch ein Broadway-Musical.

Das veröffentlichte Bejar nun also in Form von "Poison Season": Baby, it's dawn/ Look what I've become/ Scum/ A relic/ A Satellite", croont er in "Hell", dazu jubiliert eine Flöte, quäken gleich mehrere Saxofone durcheinander, "it's hell down here, it's hell".

Bejar ist der Mann, der in der letzten verbliebenen schmierigen Ecke am Times Square steht, der gleich in drei Stücken thematisch gewürdigt wird, und sich wundert, wo der Sleaze, die Huren und die Drogendealer, geblieben sind. "Dream Lover" beschwört mit E-Street-Band-Wuchtigkeit Springsteens verschwitzte Hemdsärmeligkeit der Siebziger, "life was on the run", um dann, in "The River" in schwelgerische New-York-Melancholia zu verfallen, die sich in Kakophonie und Noise auflöst. All das ist natürlich, bei aller Ironie und Verachtung, als Liebeserklärung an die City of all Citys zu verstehen. Mit dieser absurd burlesken, entwaffnend lakonischen Platte im Ohr lässt sich ein Bummel über die 42nd Street gerade noch so ertragen. Vielleicht trifft man Dan Bejar sogar, irgendwo in seiner letzten dunklen Ecke: "I'm going there, too", singt er mit der ins Verderben lockenden Stimme eines versoffenen Clowns.

Joanna Newsom - "Divers"
(Drag City/Rough Trade, veröffentlicht im Oktober)

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"Eine schwachbrüstige Mischung aus Björk und Kate Busch (sic) plus ne Harfe", schrieb ein Leser in die Kommentarspalte unseres Artikels über das neue Album von Joanna Newsom. Ihre Stimme wurde in anderen Kommentaren wahlweise als "jaulig", "piepsig" und "quakig" befunden, es ist ein mittlerweile geübtes Spielchen zwischen begeistertem Kritiker und verstörten Lesern, wir spielen es nun schon seit 2004, als Newsoms Debüt "The Milk-Eyed Mender" erschien. Ihre Stimme, ihre komplexe Musik, all das trifft nicht jedermanns Geschmack, fair enough.

Warum wir trotzdem nicht müde werden, Joanna Newsom als einzigartige, ganz und gar nicht widerborstige Persönlichkeit in der ansonsten langweilenden, weil zunehmend gleichförmigen Pop-Landschaft hervorzuheben, liegt natürlich daran, dass es, ich wiederhole mich gerne, nach wie vor nichts Vergleichbares gibt, nichts, das von so reiner und erhabener Klangschönheit ist, nichts, was thematisch und inhaltlich so komplex, so weise, vielschichtig und kunstvoll verrätselt ist, nichts, was einen auf so umfassende Weise betört und berührt.

Das Meisterliche von "Divers" besteht auch darin, all dies in einem für Newsom-Verhältnisse geradezu kompakten, wenn nicht melodieseligen Kontext darzureichen; ein Ansatz, den auch ihre ebenso kluge und entrückt wirkende Kollegin Julia Holter in diesem Jahr auf ihrem Album "Have You In My Wilderness" (siehe Teil eins unserer Abgehört-Jahresausgabe) verfolgte. Die Songs von "Divers" beschränken sich nicht, wie man ob des Titels vermuten könnte, auf ozeanische Gefühle holder Weiblichkeit, es geht vielmehr um ein Ab- oder Eintauchen in Schichten, der Zeit und der Persönlichkeit. "Sapokanikan" etwa durchdringt die Sedimente der New Yorker Scholle vom heutigen Hipster-Hangout Washington Square Park bis hinunter zum Native-American-Dorf.

Wir alle, sagt Newsom im Schlüsselsong "The Things I Say", hätten die verschiedenen, über die Lebensjahre ausgeformten Aspekte unseres Charakters wie einen Satz Spielkarten stets dabei, je nach Gemütslage zücken wir mal die eine, mal die andere. Newsom selbst bleibt bis auf weiteres ein spezieller Trumpf in dieser Metapher, mit ihrem vierten Album beteiligte sie sich auch abseits von Text und Komposition mehr als zuvor an der Klangmischung und der Erfindung originärer Sounds.

Klar, so viel weibliche Selbstermächtigung bei gleichzeitiger Stimmgewalt und Ausdrucksstärke ist manchen auch fast 40 Jahre nach Kate Bushs erstem Auftritt bei "Top Of The Pops" immer noch unheimlich. Und deshalb wird das Spiel auch beim nächsten Newsom-Album erneut beginnen: Die einen hören quälendes Jaulen, die anderen erlösenden Engelsgesang.

Joanna Newsom - Divers

Joanna Newsom: Divers (2015) auf tape.tv.

Teil eins der "wichtigsten Musik des Jahres" verpasst? Schnell hier nachlesen!

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insgesamt 11 Beiträge
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Superralf 15.12.2015
1. The Weeknd
die angesprochenen textzeilen beziehen sich nicht auf eine Dame, wie man vielleicht annehmen könnte, sondern viel eher auf die Droge Codein, die in hip-hop kreisen sehr verbreitet ist. Vielleicht wird dadurch der Song ein wenig klarer
Metternich 15.12.2015
2. immer dasselbe
Die Veramerikanisierung unseres Geschmacks. Immer dasselbe im Grunde. Nichts aus Italien, Südamerika, Frankreich oder sonst wo...fast nur aus den USA. Und nur dort wird "die wichtigste Musik" gemacht. Ach , werden Sie nur weiter nicht müde, Newsomes Aufnahmen als Meisterwerk zu rühmen. Ein dünnes Stimmchen, mit langweiligen Kompositionen. Egal, nicht zu ändern. Ich könnte Ihnen eine Reihe von (populärer) Musik aus diversen Ländern anbieten, die man auch als "wichtig" auszeichnen könnte.
warhol66 15.12.2015
3. Kamasi?
Also ich lese diese Rubrik ja wirklich sehr gerne (und da es natürlich nicht meine einzige Quelle der Information über Musik ist, fühle ich mich nie so bemüßigt wie viele andere, hier in den Kommentaren Ärger darüber abzulassen, dass nun diese oder jene Platte ausgerechnet gelobt oder nicht gelobt wird). Was mich aber wirklich sehr wundert, und nicht nur hier (aber hier kann man immerhin mal direkt eine Rückmeldung hinterlassen (und auf eine Antwort hoffen)): Es gibt doch wirklich so viele interessante, gute, gelungene, spannende, auch innovative und "beste" Platten im "Jazz"-Segment, auch 2015 gab es da wieder mehr als in diese Liste passen. Und Kamasi Washingtons Album ist zweifellos auch nicht schlecht. Warum aber scheinen wirklich alle Pop-Top-Alben-des Jahres-Schreiber genau EIN Jazzalbum zu kennen? Warum kann man dann nicht so konsequent sein und bei "seinen Leisten" bleiben und eine auf Pop- und Rockalben fokussierte Liste schreiben? In den Jazzlisten kommt doch auch niemand auf die Idee, nun ausgerechnet Kendrick Lamar oder Wanda einzufügen, so als Alibi, dass man ja auch über den Horizont "seines Fachs" blicken kann. Liegt es allein daran, dass Kamasi 3 CDs vollgespielt hat? Ist das wirklich so ausschlaggebend? Wie gesagt, die Platte ist nicht schlecht, aber dass sie als einziges Jazzalbum überhaupt gewürdigt wird, ist einfach ärgerlich.
Plasteblogger 15.12.2015
4. Die Spiegel-Liste ..
..bildet ja doch einen Konsens mit den Listen von anderen Medien. Ist ja auch klar, weil es 2015 einfach ein paar sehr gute Platten gab, z.B. Kamasi Washington. Ein paar Platten sind leider doch unter den Tisch gefallen. Wer will kann gern hier mal reinlesen http://www.plaste-blog.de/2015/12/12/2015-die-besten-platten/
mischamai 15.12.2015
5. die Farbe der Anderen
Hab mir einmal die ganze Borcholtes angehört,also hier hat das Grauen seinen Platz gefunden.Diese Irrwege aktueller Musik noch als die Highlights des Jahres zu präsentieren,dazu gehört einfach mehr als nur wenig Sachverstand!
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