Amerikanische Sopranistin Opernsängerin Karan Armstrong ist tot

Fast 40 Jahre lang prägte die aus Montana stammende Karan Armstrong die Deutsche Oper Berlin – lange in Symbiose mit dem Intendanten, ihrem Ehemann Götz Friedrich. Mit 79 Jahren ist die Sängerin nun gestorben.
Sopranistin und Kammersängerin Karan Armstrong in der Deutschen Oper im Jahr 2012: »Die ideale Künstlerin für das Regietheater ihres Mannes«

Sopranistin und Kammersängerin Karan Armstrong in der Deutschen Oper im Jahr 2012: »Die ideale Künstlerin für das Regietheater ihres Mannes«

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Jens Kalaene / dpa

Die Sopranistin und Kammersängerin Karan Armstrong ist tot. Die US-Amerikanerin starb am Dienstag im Alter von 79 Jahren in Spanien, wie die Deutsche Oper in Berlin am Mittwoch unter Berufung auf den engsten Freundes- und Familienkreis bestätigte. Die Tageszeitung »B.Z.« berichtete, Armstrong sei in einem Krankenhaus im Marbella gestorben.

»Wie nur wenige Sängerinnen hat Karan Armstrong über fast vier Jahrzehnte die Deutsche Oper Berlin mitbestimmt«, schrieb die Oper in einem Nachruf . Demnach stand sie an mehr als 400 Abenden für 24 verschiedene Partien auf der Bühne.

Die im kleinen Ort Havre im US-Bundesstaat Montana geborene Armstrong studierte in den USA Sopran bei der deutsch-amerikanischen Opernsängerin Charlotte Lehmann. Nach ihrem Operndebüt 1965 in San Francisco trat sie in den Siebzigerjahren erstmals in Europa auf. Dabei lernte sie während einer »Salome«-Inszenierung in Stuttgart den Regisseur Götz Friedrich kennen. Den späteren Intendanten der Deutschen Oper Berlin heiratete Armstrong und ging mit ihm nach Berlin.

1986 an der Oper San Francisco in »La Voix Humaine«

1986 an der Oper San Francisco in »La Voix Humaine«

Foto: Ron Scherl / Redferns / Getty Images

Das Paar galt bis zu Friedrichs Tod im Jahr 2000 als seltene künstlerische Symbiose. Aus Sicht der Oper war Armstrong »die ideale Künstlerin für das Regietheater ihres Mannes«, deren Repertoire sich nicht nur auf Strauss und Wagner beschränkte, sondern auch Opern von Komponisten wie Berg, Korngold, Poulenc, Schostakowitsch und Kurt Weill umfasst habe.

feb/dpa

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