Abgehört - neue Musik Ein Wunder!

Kelsey Lu errichtet auf ihrem tollen Debüt eine Kathedrale für globale Sounds, Körper-Botschafterin Lizzo setzt in jeder Beziehung auf Volumen. Kevin Morby sucht nach Gott - und Sunn O))) lassen Eingeweide vibrieren.

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Kelsey Lu - "Blood"
(Columbia/Sony, seit 19. April)

Wir haben es hier mit nichts Geringerem als einem Wunder zu tun, und das schreibe ich nicht, weil gerade Ostern war. Sondern weil es eigentlich unmöglich sein sollte, einem so heruntergenudelten Lied wie "I'm Not In Love", 1975 von 10cc in die Welt gehaucht, etwas Neues zu entlocken, von Schönheit mal ganz zu schweigen. Der 28-jährigen Cellistin und Sängerin Kelsey Lu aus North Carolina gelingt jedoch genau das auf ihrem erstaunlichen Debütalbum.

Zunächst führt sie auf die falsche Fährte, indem sie den alten Schmachtfetzen fast original belässt, doch dann löst sie die Songstruktur in glitzernden Sternenstaub auf, flüstert Geheimnisvolles in diese Partikel hinein - und dann nimmt sie das Ganze mit vielstimmigen Gesangs-Layering aus dem stillen Kämmerlein in die Kirche. Wobei die nicht irgendwo im Country herumsteht, sondern als Space-Kathedrale über allem Irdischen schwebt: "Ooh, you'll wait a long time for me". Ja, das haben wir schon. Und es hat sich gelohnt.

2016 brachte Kelsey McJunkins ihre Debüt-EP "Church" heraus, sechs kleine Hymnen, tatsächlich live in einem Take in einer Kirche aufgenommen. Schon damals besaß sie die Gabe, ein Konzertpublikum schon im Vorprogramm so zu fesseln, dass der Auftritt des Hauptacts danach gar nicht mehr so wichtig schien. R&B-Sänger Sampha nahm sie damals mit auf Tournee, zuletzt war sie mit Blood Orange unterwegs, beide nahmen auf ihren jüngsten Alben die Cello- und Gesangsdienste Lus in Anspruch, für Lady Gaga, Kelela und Father John Misty arbeitete sie auch bereits, und sie gehört zum erlauchten Kreis der Musiker, die zusammen mit Solange Knowles an deren funky Conscious-Jazz basteln darf. Mit "Blood" zeigt sie nun eindrucksvoll, dass die Jahre als Protegé und Session-Crack ihre Wirkung gezeigt haben: Es ist die Ausgestaltung einer ganz eigenen musikalischen Welt.

Diese Welt muss man sich als luftdurchflutet und offen vorstellen. Sie ist gefüllt mit Artefakten aus afroamerikanischer Kultur ebenso wie mit AM-Radio-Jukeboxen und fernöstlicher Mystik. Es riecht nach Blumen und ein wenig nach Moos, wenn Kelsey Lu in den weiten, bunten Gewändern, die sie in ihren Videoclips vorführt, durch ihren globalisierten Raum tänzelt - amerikanische Popmusik ist das nicht, es transzendiert solche Zuschreibungen. "Pushing Against The Wind" enthält Elemente keltischer Folkmusik, in "Too Much" gleitet plötzlich eine Pedal-Steel-Gitarre in eine R&B-Ballade, "Poor Fake" beweist, dass man auch mit Cello und Enya-Gesängen in die Disco gehen kann.

Andreas Borcholtes Playlist KW 17
SPIEGEL ONLINE

Playlist auf Spotify

 1. Sunn O))): Troubled Air

 2. Traffic: Dear Mr. Fantasy

 3. Kelsey Lu: Poor Fake

 4. Lizzo: Juice

 5. K. Flay: Bad Vibes

 6. Minimal Violence: InDreams

 7. Caterina Barbieri: Fantas

 8. Robag Wruhme: Venq Tolep

 9. Playing Savage: Whispers

10. Arlo Day: Bad Timing

Das typische synthetische Steeldrum-Geläut von Jamie xx begleitet "Why Knock For You", eine unheimliche Erzählung von Füchsen und Bluthunden, über deren Jagd- und Kriegsspiele Lu als schiedsrichtende Erdgöttin in den Schützengräben wacht. "Atlantic" wiederum ist ein berührender Sirenen- und Sprechgesang, der wie eine Suizid-Erzählung wirkt, sich dann aber auch als Sklavenschiff-Drama lesen lässt. Immer wieder folgen auf solche ambivalenten Stücke kürzere Skizzen. "Down2ride" etwa tupft einfach nur Klänge in den Raum, lässt sie schweben oder fallen. In ihnen kann man innehalten, das Gehörte nachhallen oder wirken lassen. Für flüchtiges, fragmentiertes Playlisten-Hören auf Spotify oder anderen Plattformen ist dieses fast ohne grundierende Beats auskommende Album nicht gemacht. Das ist vielleicht das Einzige, was ein wenig old school daran ist.

Ansonsten ist in diesem audiovisuellen Gesamtkunstwerk, zu dem auch Kelsey Lus öffentliche Persona als Mode- und Stilikone zählt (das Cover-Artwork stammt von Starfotograf Tyler Mitchell), alles sehr zeitgeistig: Spirituell und mythisch, cool und kunstvoll, sexy und selbstbestimmt bis in kleinste Produktionsdetails hinein. Und ein überraschender Humor kommt auch nicht zu kurz, wenn Lu in "Foreign Car" eine Ode an ihr - vermutlich asiatisches - Auto zu einem Ermächtigungsgospel über Männer und Technik werden lässt: "Wanna drive you/ Hard, hard, hard, hard, hard, hard, hard". Das Herz pocht, das Blut kocht. (9.2) Andreas Borcholte

Preisabfragezeitpunkt:
11.12.2019, 03:03 Uhr
Ohne Gewähr

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Blood

Label:
Columbia
Preis:
10,99 €

Sunn O))) - "Life Metal"
(Southern Lord, ab 26. April)

Hört man die zerdehnte Musik von Sunn O))) zu Hause und nebenbei, wirkt sie sagenhaft langweilig. Ihre Schönheit zeigt sich schichtenweise. Hört man genau hin, schälen sich aus dem statischen Brummen und Dröhnen der zwei Gitarren Struktur und Variantenreichtum heraus. Es ist Metal ohne Schlagzeug, reduziert auf beharrliche Drones. Das vorige Album "Kannon" rückte 2015 den improvisierten, spröden Endlos-Noise der Anfangsphase des Duos wieder ins Zentrum. "Life Metal", das erste Sunn-O)))-Album seit vier Jahren, kommt nun vergleichsweise zugänglich und melodiös um die Ecke gewalzt.

Die Eröffnung "Between Sleipnir's Breaths" beginnt mit einem niederdrückenden Gedröhne, immer wieder aufgelöst in einem einschneidenden Riff, das sich irgendwann wie eine Art Refrain anzufüht. Die Gastsängerin Hildur Guðnadóttir wurde so passgenau in die harsche Gitarrenwand hineingemischt, dass ihre Stimme sich in diesem Inferno trotz ASMR-artiger Durchlässigkeit durchsetzt.

Hinter der Konzert-Performance bleiben die vier langen Stücke - wie jedes Sunn-O)))-Album bislang - zwangsläufig zurück (auch wenn Produzent Steve Albini dem Livesound auf "Life Metal" näher kommt als bisher) - einfach, weil es weitgehend unmöglich ist, diese Musik jenseits von Konzerthallen so brachial laut zu hören, wie sie gedacht ist, ohne dass die Polizei kommt. Auch über Kopfhörer ist der Intensitätsverlust noch immens. Diese Musik braucht Raum zur Entfaltung. Dann vibrieren die Eingeweide, der Puls verlangsamt sich, der Kopf wird leer. Um Ohrenbluten geht es Stephen O'Malley und Greg Anderson allerdings nicht. Der Zuhörerkörper ist der eigentliche Adressat. Der wird unter dem Eindruck dieser Musik nicht zum Panzer, sondern sozusagen flüssig. Man kapituliert, verlässt Sunn O)))-Konzerte in einem eigenartigen inneren Frieden und steht für eine Zeit anders in der Welt herum als sonst.

In Spuren schaffen das auch noch Studiostücke wie "Troubled Air" und das 25-minütige "Novae". "Life Metal" lässt ahnen, so gut es mittels Tonträger eben geht, dass die Musik von Sunn O))) bei allem Humor ernstlich spirituell konzipiert ist. Näher wird man einer Transzendenzerfahrung als Durchschnittsagnostiker zu Lebzeiten nicht mehr kommen. (8.5) Benjamin Moldenhauer

Preisabfragezeitpunkt:
11.12.2019, 03:03 Uhr
Ohne Gewähr

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Life Metal

Label:
SOUTHERN LORD
Preis:
11,14 €

Kevin Morby - "Oh My God"
(Dead Oceans/Cargo, ab 26. April)

Mithilfe eines 3D-Druckers haben israelische Forscher gerade das erste menschliche Herz ausgedruckt. "Ganz nett", würde Kevin Morby wohl sagen. Man kann sich den 31-jährigen Songwriter (gebürtig aus Texas, wohnhaft in Missouri, zu Hause auf den Bühnen der Welt) immerhin wie ein wissenschaftliches Projekt von ganz anderen Dimensionen vorstellen. Seit fünf Alben musiziert und schlägt sich Morby durchs Leben, als hätte jemand den Wikipedia-Eintrag zum Stichwort "Folk-Rock" ausgedruckt. Songbook, Backing-Band und pochendes Herz inklusive. Inzwischen trägt er sogar Hüte und Jacketts, die an Bob Dylans maßgeschneiderten Aufzug aus "Desire"-Zeiten erinnern.

Zum Auftakt von Morbys neuem Album "Oh My God" erklingen Saxofon, Klarinette und Querflöte. Das Klavier pendelt sich zwischen Saloon und Barjazz ein, Rhodes-Piano, Handclaps, Congas und Harmoniegesang umgarnen die übliche Bandbesetzung. Später verschunkelt der Künstler einige Lieder im Walzertakt und verbindet für den Song "OMG Rock N Roll" einen Abklatsch des Velvet-Underground-Rumpelstandards "I'm Waiting For The Man" mit Sufjan-Stevens-Chören. Mary Lattimore spielt Harfe, Meg Duffy ein spektakuläres Gitarrensolo - und all das passiert, bevor Vinylpuristen überhaupt die zweite Platte des Doppelalbums auflegen müssen. Um es in Morbys eigener Sprache zu sagen: Holy cow!

Was sich am Bildschirm lesen mag wie die größte Folk-Rock-Völlerei der vergangenen Jahre, ist allerdings eine Morby-LP im kontemplativen Modus. Seit fast zehn Jahren schreibt der von religiösen Gefühlen weitgehend unberührte Musiker Songs voller religiöser Bilder und Botschaften. Auf "Oh My God" fragt er nun: Wieso eigentlich? Das Album gleicht Morbys profanen Lebenswandel zwischen Tourbus, Bühne und Hotelbett mit jener sakralen Sprache ab, die er bisher vor allem als nützliches Werkzeug begriffen hat. Liegt seiner scheinbar unbedarft zusammengestückelten Selfmade-Spiritualität vielleicht doch ein wie auch immer geartetes Glaubenssystem zugrunde?

Ein Songwriter sucht nach dem Sinn der Worte und Melodien, die ihm zufliegen. Er rätselt über ihre Vereinbarkeit mit der eigenen Musik, die mancherorts noch immer als Teufelszeug gilt. Doch was er findet, sind natürlich keine befriedigenden Antworten, sondern noch mehr Songs, die den Zwiespalt in wunderbaren, altbekannten Formen ausbuchstabieren. Auch das ist Folk-Rock-Geschichte durch und durch - wovon sich Morby jedoch nicht beirren lässt. "Sorry for poisoning you with my song", singt er in "Nothing Sacred/ All Things Wild". "I'm sorry now/ But I won't be sorry long." (8.1) Daniel Gerhardt

Preisabfragezeitpunkt:
11.12.2019, 03:03 Uhr
Ohne Gewähr

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Oh My God

Label:
DEAD OCEANS
Preis:
12,96 €

Lizzo - "Cuz I Love You"
(Nice Life/Atlantic/Warner, seit 19. April)

Wenn sogar schon ein grundsätzlich an Pop weniger interessiertes Nachrichtenportal wie CNN meint, Lizzo sei "the musical artist you need to hear right now", dann ist was los. Als am Freitag vergangener Woche ihr Debütalbum beim Majorlabel Warner erschien, sah es sogar kurz so aus, als könnte die 30-Jährige aus Detroit Beyoncé den Thron streitig machen, in den US-Charts, versteht sich. Keine Frage: Melissa Viviane Jefferson, die seit 2013 als Pop-Persönlichkeit Lizzo auftritt, hat gerade einen Moment. Er begann nicht erst im Januar, als sie ihre funky-fröhliche Single "Juice" veröffentlichte, ein Retro-Track im Kurtis-Blow-Stil, der die voluminösen Formen der Afroamerikanerin feiert: "No, I'm not a snack at all/ I'm the whole damn meal." Der Hook "Gotta blame it on my juice" könnte locker zur selbstbewussten Replik auf Body-Shaming werden, er hat Pop-Potenzial für die Ewigkeit.

Körper-Positivismus, ein befreiter, umarmender Umgang mit Fett und Fülle, das ist Lizzos Urthema.

Bereits 2014 wurde sie mit einem Selbstakzeptanz-Video zu einem kleinen YouTube-Phänomen, Teile ihrer Ermächtigungsrede daraus verwendete sie später für die zart gerappte Selbstliebe-Ballade "My Skin" von ihrem Debütalbum "Big Grrl Small World". Inzwischen tritt die Rapperin, Sängerin und Flötistin in Talkshows auf und zeigt gleichsam verblüfften Moderatoren und Gästen, wie man Querflöte spielen und Twerking anmutig verbinden kann. Allein die Nacktaufnahme auf dem Cover ihres neuen Albums ist eine trotzige, stolze Ansage: Proud to be black, proud to be fat.

All das ist toll, und die entwaffnenden Entertainerqualitäten, die Lizzo auf ihrer Reise zur Botschafterin für Body-Positivity entwickelte, sind großartig: Man möchte sie möglichst bald in einer eigenen Show sehen. Lasst sie die Grammys moderieren, verdammt. Lasst sie alles moderieren! Zuhören muss man Lizzo in jedem Fall. Sie hat etwas zu sagen, und sie sagt es mit Wucht und Witz. Ob es zum Transport ihrer Message jedoch auch Musik braucht, ist eine andere Frage. Oder besser: Braucht es ausgerechnet die weitgehend charakterfreie Musik auf "Cuz I Love You"?

Abgehört im Radio
Mittwochs um 23 Uhr gibt es beim Hamburger Web-Radio ByteFM ein Abgehört-Mixtape mit vielen Songs aus den besprochenen Platten und Highlights aus der persönlichen Playlist von Andreas Borcholte.

Das ganze Album ist so vollgestopft mit Alarm, dass man erst im letzten Song, dem lasziv dahingestöhnten Sex-Track "Lingerie", zum Atmen kommt. Den Rest, eine gute halbe Stunde Musik, produzierte Pop-Mainstreamer Ricky Reed (unter anderem Meghan Trainor, Kesha, Jason Darulo) so konsequent auf leichten Konsum und Radio-Banger, dass einem ob der nach vorn gemischten Hooks, Refrains, Raps und Beats schnell die Ohren schmerzen.

Alles schreit "Hier", aber nichts kommt wirklich an auf dieser Partyplatte, die der Gravitas von Lizzos Persönlichkeit nie wirklich gerecht wird: Die Tracks könnten, mit wenigen Ausnahmen (unter anderem "Juice" und der schöne Blues "Jerome") auch von jeder anderen aktuellen Popkünstlerin mit ihren jeweiligen Inhalten bestritten werden: ein bisschen Rap, ein bisschen Soul, ein bisschen Prince und viel Nostalgie- und Revue-Sound aus der Bruno-Mars-Schule. Man ahnt, warum sich Lizzo auf diesen Deal eingelassen hat, denn er bereitet ihr den einfachsten und direktesten Weg zu einem Massenpublikum. Fair enough. Ihr Anspruch sei gewesen, sagt sie, herauszufinden, wie sich ein Rapalbum ihres großen Vorbilds Aretha Franklin im Jahre 2019 angehört hätte. Gut für Lizzo, dass wir Hörer eben das nicht mehr herausfinden werden. (5.0) Andreas Borcholte

Preisabfragezeitpunkt:
11.12.2019, 03:03 Uhr
Ohne Gewähr

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Cuz I Love You

Label:
Atlantic (Warner)

Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
ambulans 25.04.2019
1. hier
mal wieder ich: nr. 1 geht locker als kate bush im ruhestand durch; nr. 2 klingt - für mich - wie eine schlecht gelaunte laurie anderson mit einer prise drones a la john cale und einem spritzer pop group; nr. 3 enthält spuren von frühen pink floyd (inkl. syd barrett!), etwas velvet underground - auch etwas früh-punk der mitt70er kann ich hier erkennen; nr. 4 schließlich erinnert an mich mitt70er funk, maximal aufgepimpt im exploito-style. insgesamt eine eher brave auswahl; etwas mehr mut könnte durchaus nicht schaden ...
freddykruger 25.04.2019
2. @ambulans
Hey Doc, es war aber schonmal schlechter hier. Bei Morby war ich ersteinmal angenehm überrascht bis der Backroundchor mit seinem zerstörerischen Werk anfing. Werd mir das komplette Album aber nachher mal in voller Länge anhören. Was soll man zu Sunn O sagen. Ist wohl ehr was für den intelektuellen Pseudometaller. Hab das Album bereits seit ein paar Tagen. Beim ersten hören fand ich es sehr gut, beim zweitenmal hat es mich an die Wand genagelt und beim dritten durchgang hab ich gerademal Fünf Minuten ausgehalten. Das Album wird wohl als Staubfänger enden. Noch nichteinmal Bekannte wollten es geschenkt haben. Zu den Belanglosigkeiten 1 & 4 muß ich mich nicht äußern. Heute keine Tipps für den Doc. Ziemlich bescheiden was z.Zt. veröffentlicht wird, mit Ausnahme von Grand Magus. freddykruger elm st Privatpatient
popeypope 25.04.2019
3.
Ich habe nun extra meine geschlossenen Kopfhörer für die Hörproben bemüht.. mal sehen, was diese Woche bringt. In zwei Browser-Fenstern, um gleichzeitig hören und schreiben zu können. #Kelsey Lu: Hm.. Kate Bush im Ruhestand trifft es nicht schlecht. Da der alte 10cc-Titel irgendwie immer noch in meiner arg verkürzten Plattensammlung ruht, habe ich auch mal das Video hinzugefügt. Nicht schlecht, aber.. irgendwie bleibt alles arg schematisch wie eine Pflichtübung und kann das Original weder toppen noch etwas sonderlich Originelles hinzufügen. Schade, sieht nach ner 6.0 aus. #Sunn O))): Hat mich noch nie so wirklich interessiert.. und ändert sich damit auch nicht. Brumm, brumm, dröhn, dröhn. Was solls 4.0 #Kevin Morby: Geht mir auch am Arsch vorbei. Irgendwie hab ich das alles dutzendfach durch, so kommt es mir vor. Ich brauch das nicht noch mal vorgebetet bekommen. 4.5 #Lizzo: Seltsamerweise scheint mir das Teil das Beste aus der dieswöchigen Vierer-Bande zu sein. Nicht, daß ich hier etwas extravagantes oder so ausmachen kann, eher ein solides Werk, das man sich anhören kann, ohne permanent in irgendwelche Beurteilungsorgien reinfallen zu müssen. Und "Juice" als so eine Funk/Wave-Chose hätte damals sicher was hergemacht. Heute ist es einfach eine gut gemachte Retro-Nummer - macht Spaß, am Ende war's das aber auch. 6.5
ambulans 27.04.2019
4. hi freddy,
Zitat von freddykrugerHey Doc, es war aber schonmal schlechter hier. Bei Morby war ich ersteinmal angenehm überrascht bis der Backroundchor mit seinem zerstörerischen Werk anfing. Werd mir das komplette Album aber nachher mal in voller Länge anhören. Was soll man zu Sunn O sagen. Ist wohl ehr was für den intelektuellen Pseudometaller. Hab das Album bereits seit ein paar Tagen. Beim ersten hören fand ich es sehr gut, beim zweitenmal hat es mich an die Wand genagelt und beim dritten durchgang hab ich gerademal Fünf Minuten ausgehalten. Das Album wird wohl als Staubfänger enden. Noch nichteinmal Bekannte wollten es geschenkt haben. Zu den Belanglosigkeiten 1 & 4 muß ich mich nicht äußern. Heute keine Tipps für den Doc. Ziemlich bescheiden was z.Zt. veröffentlicht wird, mit Ausnahme von Grand Magus. freddykruger elm st Privatpatient
irgendwie alles ziemlich müde hier - nix krawall, keinerlei provokation, nur - musik, die von dieser recht speziellen "jungen union" stammen könnte, gewissermaßen die henkelkörbchen(golf cabrio)-edition a la steffie graf (ganz in weiß) von damals. hab mich aus gegebenem anlass mal wieder reingehört ins original (z.b. kate bush "wuthering heights" - ist zwar emily bronte, aber - oho!); auch laurie andersons zweite (die mit dem track von/mit william burroughs) hat was, was ich z.zt. schmerzlich vermisse. anyway - dann halt blick voraus: linus volkmann "sprengt die pop-charts" (ventil-verlag, mainz 2019) - besser/galliger gehts - live und aus der konserve - derzeit kaum. have fun, dr. ambulans (alle kassen)
joernthein 27.04.2019
5. etwas spät,
nachdem meine kleine Anlage wieder funktioniert, höre ich jetzt "Lament" von EN. Unglaublich gutes Projekt. Alleine, der "Krach" am Anfang - und jetzt der Schluss. Da ist Ernsthaftigkeit und das Sollen von Wahrnehmung dahinter. Viel Spaß beim nachhören! Zur Vorstellung der Musik: Sun
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