Klimaschaden-Kompensation Pearl Jam kaufen sich ein Stück Regenwald

Die US-Rockband Pearl Jam will die auf ihrer letzten Tournee verursachten Klimaschäden wieder gut machen und hat ein 1400 Quadratmeilen großes Stück Regenwald auf Madagaskar gekauft.


Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder: Ökologisches Rocker-Bewusstsein
AP

Pearl-Jam-Sänger Eddie Vedder: Ökologisches Rocker-Bewusstsein

Frankfurt/New York - Die ehemaligen Grunge-Heroen ("Alive") ließen den Schadstoffausstoß ihrer laufenden Welttournee berechnen, der von ihrem Tour-Konvoi aus Lkw, Bussen und Flugzeugen verursacht wird. Nach einem Bericht des Münchner Magazins "Musikexpress" kam die von der Rockband beauftragte Umweltschutzorganisation Conservation International auf einen Schadstoffausstoß von 5700 Tonnen Kohlendioxid.

Um den vermeintlich angerichteten Schaden für die Ozonschicht der Erdatmosphäre wieder auszugleichen, hat die Band jetzt ein 1400 Quadratmeilen großes Stück Regenwald in Madagaskar gekauft, der den Gegenwert von 140 Millionen Tonnen Kohlendioxid kompensieren kann. Der Wald, der ansonsten von der Abholzung und Brandrodung bedroht gewesen wäre, beherbergt zudem Tausende von seltenen und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Auf der Band-Website heißt es zu der umweltfreundlichen Aktion: "Zwanzig Prozent der weltweiten Treibhausgase entstehen bei der Abholzung des tropischen Regenwaldes. Der Schutz der verbleibenden Wälder ist eine Möglichkeit, etwas für die Erhaltung der Artenvielfalt, wie auch den Klimaschutz zu tun. Wir können es uns nicht leisten, eine solche Chance ungenutzt verstreichen zu lassen."



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