Großkonzert mit Sarah Connor NRW-Gesundheitsminister zweifelt rechtliche Grundlage an

Anfang September sollte in Düsseldorf das erste große Konzert nach der Corona-Pause stattfinden - mit Sarah Connor und Bryan Adams auf der Bühne. Jetzt erhebt die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen Einspruch.
Sarah Connor sollte bei dem geplanten Konzert auftreten

Sarah Connor sollte bei dem geplanten Konzert auftreten

Foto: Daniel Bockwoldt/ picture alliance/ dpa

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat "begründete Zweifel an der rechtlichen Grundlage" des in Düsseldorf geplanten Konzerts mit 13.000 Zuschauern. Das Konzept sei nicht mit dem Land abgestimmt worden, erklärte er. Das Ministerium habe das Düsseldorfer Gesundheitsamt angewiesen, "unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen".

Zuvor war bekanntgeworden, dass ein Konzert mit Bryan Adams, Sarah Connor und The Boss Hoss am 4. September vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden soll. "Das ist das Zeichen, auf das Fans, Künstler und Crews sowie die gesamte Musikindustrie sehnsüchtigst gewartet haben", sagte Veranstalter Marek Lieberberg laut einer Mitteilung. Es wäre laut Veranstalter das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland.

In der Mitteilung hieß es auch, die Planungen liefen in enger Abstimmung mit den Behörden. Dem Infektionsschutz werde "in vollem Umfang Rechnung getragen". Die Fans würden verpflichtet, Schutzmasken zu tragen, zwischen den Sitzplätzen werde der Sicherheitsabstand gewahrt, es herrsche Alkoholverbot.

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Lieberberg schrieb weiterhin: "Die Synchronisation mit den Düsseldorfer Behörden und der Merkur Spiel-Arena war für uns von Anfang an Grundlage dieses Projekts. Dies werden wir während und nach der Veranstaltung fortsetzen, um ein positives Beispiel zu geben, wie Großveranstaltungen in Zeiten von Corona aussehen können." 

Das scheint nun gründlich schiefgegangen zu sein.

kae/dpa
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