Geplantes Event vor 13.000 Menschen Armin Laschet kritisiert Düsseldorfer Bürgermeister für Konzert mit Sarah Connor

Im September soll in Düsseldorf das erste große Konzert nach der Corona-Pause stattfinden - mit Sarah Connor und Bryan Adams. Jetzt kritisiert Armin Laschet den Bürgermeister der Stadt für die vorschnelle Genehmigung.
Sarah Connor sollte bei dem geplanten Konzert auftreten

Sarah Connor sollte bei dem geplanten Konzert auftreten

Foto: Daniel Bockwoldt/ picture alliance/ dpa

Bryan Adams, Sarah Connor und The Boss Hoss - sie sind die Zugpferde für ein Konzert, das am 4. September vor 13.000 Zuschauern in Düsseldorf stattfinden soll. Veranstalter Marek Lieberberg hatte letzte Woche angekündigt, mit dem Event ein Zeichen setzen zu wollen, um der Musikbranche deutlich zu machen, dass es mit Live-Veranstaltungen weitergehen könne. Es wäre laut Lieberberg das erste Großkonzert seit Mitte März in Deutschland.

Nun gibt es Kritik an dem Vorhaben vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet. Er halte das geplante Event "für kein gutes Signal", sagte er am Dienstag. Seine Kritik richtete sich dabei vor allem an den Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Laschet warf ihm Profilierungsversuche vor. "Ich hätte hier etwas mehr Sensibilität vom Oberbürgermeister erwartet", so Laschet.

Der NRW-Regierungschef monierte, dass die Stadt vor der Ankündigung nicht auf das Land zugegangen sei. Es sei klar, dass bei einem solchen Großereignis "ganz Deutschland und viele in Europa auf diese Stadt gucken. Vielleicht war das auch die Absicht, dass man so auf diese Stadt gucken sollte." Noch am Dienstag werde das Kabinett über die rechtliche Lage sprechen.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte bereits letzte Woche rechtliche Zweifel an dem Konzert angemeldet. Es sei nicht mit dem Land abgestimmt worden, erklärte er. Das Ministerium habe das Düsseldorfer Gesundheitsamt angewiesen, "unverzüglich die Rechtsgrundlage für diese Genehmigungsentscheidung darzustellen".

Veranstalter Lieberberg hatte bei Bekanntgabe des Events darauf verwiesen, dass die Planungen in enger Abstimmung mit den Behörden liefen. Dem Infektionsschutz werde "in vollem Umfang Rechnung getragen". Die Fans würden verpflichtet, Schutzmasken zu tragen, zwischen den Sitzplätzen werde der Sicherheitsabstand gewahrt, es herrsche Alkoholverbot.

cbu/dpa
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