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Pop!: Whole Lotta Cash!

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Pop! Whole Lotta Cash!

Unglaublich, aber wahr: Nach den nicht mehr für möglich gehaltenen Comebacks von David Bowie und My Bloody Valentine scheint nun die Reunion von Led Zeppelin anzustehen. Fehlen noch The Smiths, aber die eint nur ihre Abneigung gegen David Cameron.

"Ich habe 2014 noch nichts zu tun"

Nun also doch! Die ersehnte Band-Reunion steht offenbar kurz bevor: Der große Verweigerer Robert Plant äußerte nun erstmals in einem "Guardian"-Interview  Interesse an einer Led Zeppelin-Neuauflage. Und da bislang alle Bemühungen in dieser Angelegenheit an seinem demonstrativen Desinteresse scheiterten, scheint die Sache geritzt: "Ich habe 2014 noch nichts zu tun. Fragen Sie doch die anderen beiden", antwortete der Sänger ziemlich überraschend einer verblüfften australischen Journalistin auf die immer wieder gestellte Frage nach seiner alten Band.

Wie gewaltig das Interesse an einer Wiederauferstehung der betagten Rockergang auch in diesem Jahrtausend ist, belegte der Trubel um ihr Charity-Konzert 2007 in London. Um die 16.000 Tickets für die O2-Arena bemühten sich damals mehr als 20 Millionen Fans. Dass es sich lohnte, dabei zu sein, bewiesen Led Zeppelin dann mit einem brillanten Auftritt, der jüngst veröffentlicht wurde. So hätte es damals für alle Beteiligten weitergehen können, aber Robert Plant schüttelte immer wieder verneinend seine intakte Haarmähne. Er wolle mit der Vergangenheit nicht weiter behelligt werden, zischte er in alle Mikrofone. Kein Wunder, immerhin hatte er damals auch gerade den feinen Millionen-Seller "Raising Sand" mit Alison Krauss geliefert. Seine alten Led-Zeppelin-Kumpane Jimmy Page und John Paul Jones schmollten derweil auf ihren Landsitzen, casteten Ersatzsänger und hakten die Led-Zeppelin-Neuauflage dann doch ab.

Warum Robert Plant jetzt seine Meinung änderte, bleibt rätselhaft. Geld wird kaum das Motiv sein, denn alle bei Led Zeppelin sind längst märchenhaft wohlhabend. Trotzdem sind die zu erwartenden Einnahmen so einer Tournee interessant. Ein paar Fachleute machten sich schon mal die Mühe auszurechnen,  was für astronomische Summen da erwirtschaftet werden könnten. Und dass diese Tournee vermutlich die lukrativste aller Zeiten würde, hat Robert Plant sicher nicht gestört.

This Uncharming Man

Sollten Led Zeppelin tatsächlich noch mal loslegen, rutschen The Smiths in vielen "Traumband-Reunion-Listen" auf die Pole-Position, die sie im Blog  des Londoner Radio-Senders XFM längst haben (Platz zwei: Led Zeppelin). Trotzdem scheint alles Hoffen Zeitverschwendung. Sowohl Johnny Marr und ganz besonders Morrissey signalisieren null Interesse. Einig waren sie sich allerdings neulich, was David Cameron angeht. Nachdem der britische Regierungschef sich überraschend als Smiths-Fan outete, twitterte der Gitarrist Johnny Marr entsetzt, dass er ihm "verbiete", The Smiths zu mögen. Eine Ablehnung, bei der Morrissey Marr umgehend Rückendeckung gab. Nun äußerte sich David Cameron erstmals zu den Kommentaren seiner Lieblingsband und gab sich unbeeindruckt: "Johnny Marr und andere Musiker seiner Band verkündeten, dass ich ungeeignet sei, The Smiths zu hören. So leid es mir tut, aber ich werde trotzdem nicht damit aufhören", sagte er der BBC .

Let's Stop!

Wie sich Ablehnung anfühlt, erfuhr Morrissey übrigens auch jüngst, als David Bowie ihm untersagte,  ein Foto, das die zwei zeigt, als Plattenhülle zu nutzen. Eine Begründung gab der Thin White Duke nicht. Aber es könnte damit zu tun haben, dass der Mozzer sich in den vergangenen Jahren immer mal wieder herablassend über sein einstiges Idol äußerte.

Stairway to Hell

Nicht beglückt über die anstehende Wiederauferstehung von Led Zeppelin dürften nur einige aufrechte Christen sein. Denn die Band um den bekennenden Hobby-Satanisten Jimmy Page schmuggelte angeblich einst dämonische Botschaften auf ihre Vinyl-Platten. Wer "Stairway to Heaven" rückwärts laufen lasse, bekomme da zu hören: "Here's to my sweet Satan." Eine lustige Liste von Songs, die ähnlich Aufmunterndes zu bieten haben, stellte das Blog des "Dallas Observer"  zusammen. Neben den üblichen Verdächtigen wie Slayer finden sich da aber auch Pink Floyd und die Beatles. Oh Gott!

Rappin' for Jesus

Wem das zu satanistisch war, kann sich bei "Rappin' for Jesus"  erholen. Ein echter YouTube-Hit!