Britischer Folkrock-Sänger Marcus Mumford thematisiert in neuem Song Missbrauchserfahrungen

In der ersten Single aus seinem Soloalbumdebüt gräbt Marcus Mumford in seiner Biografie: Er verarbeite in »Cannibal« traumatische Kindheitserlebnisse, erzählte der Frontmann der Band Mumford & Sons in einem Interview.
Marcus Mumford (bei einer Filmpremiere 2019)

Marcus Mumford (bei einer Filmpremiere 2019)

Foto: Gary Mitchell /Landmark Media / imago images/Landmark Media

Der britische Rocksänger Marcus Mumford (35, »Little Lion Man«) verarbeitet in seinem neuen Song »Cannibal« (Kannibale) nach eigenen Angaben Missbrauchserfahrungen aus der Kindheit. »Wie viele andere Menschen – und ich lerne immer mehr darüber, je weiter wir gehen und je mehr ich es den Leuten vorspiele – wurde ich als Kind sexuell missbraucht«, sagte der Musiker in einem am Mittwoch veröffentlichten »GQ«-Interview .

Er sei damals erst sechs Jahre alt gewesen. »Es war nicht in der Familie und nicht in der Kirche, was manche Leute vielleicht annehmen würden. Aber ich hatte 30 Jahre lang niemandem davon erzählt.« Auch seine Mutter habe erst durch den Song von dem Missbrauch erfahren, berichtete Mumford weiter. »Cannibal« beginnt mit den Zeilen: »Ich kann dich immer noch schmecken, und ich hasse es / das war keine Entscheidung im Kopf eines Kindes und du wusstest es«.

Seine Mutter habe sich den Song zunächst »nachdenklich« angehört. Einige Tage später habe sie ihn darauf angesprochen und gefragt, worum es in dem Lied gehe. »Cannibal« ist die erste Single von Mumfords Album »Self-Titled«, das im September erscheinen soll. Das Musikvideo dazu drehte der Musiker mit Starregisseur Steven Spielberg in einer Sporthalle in New York.

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»Self-Titled« ist das erste Soloprojekt des Frontmanns der 2007 gegründeten Folkrock-Band Mumford & Sons. Der 35-Jährige ist seit zehn Jahren mit der britischen Schauspielerin Carey Mulligan (»Promising Young Woman«) verheiratet, mit der er zwei Kinder hat.

feb/dpa
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