Erinnerungen an den Rockstar Meat Loaf – Bilder eines Rock-Lebens

Sein Album »Bat out of Hell« zählt zu den meistverkauften überhaupt, er brachte das große Rock-Drama auf die Bühne und spielte wichtige Kinorollen: Hier sind Bilder aus Meat Loafs Leben und Werk.
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Der US-Sänger und Schauspieler Meat Loaf ist im Alter von 74 Jahren gestorben.

Foto: Michael Ochs Archives / Getty Images
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»Es bricht uns das Herz mitzuteilen, dass der unvergleichliche Meat Loaf heute Abend im Beisein seiner Frau Deborah verstorben ist«, hieß es in einer Mitteilung auf seiner Facebook-Seite. Seine Töchter Pearl und Amanda sowie enge Freunde seien »in den letzten 24 Stunden bei ihm« gewesen.

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Im Oktober 1977 erschien Meat Loafs Album »Bat out of Hell« mit Hits wie »You Took the Words Right out of My Mouth«, »Heaven Can Wait«, »Paradise by the Dashboard Light« und »All Revved up with No Place to Go«. Das Rock-Epos verkaufte bis heute 43 Millionen Exemplare. »Der Megaerfolg hat mich überrollt«, sagte der Sänger in einem SPIEGEL-Interview: »Ich war total fertig.« 

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»Bat out of Hell« war über Jahre in den US-Billboard-Charts vertreten und trägt den Guinness-Weltrekord als »The Longest Charting Record«. Es zählt auch zu den weltweit meistverkauften Musikalben aller Zeiten.

Foto: AP
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Für seine Tourneen und Duette in der Show engagierte Meat Loaf die Sängerin Karla DeVito, die 1973 ebenfalls im Musical »Hair« mitgespielt hatte. Im Studio sang jedoch Ellen Foley die Songs wie »Paradise by the Dashboard Light« (deutsch: »Paradies im Licht des Armaturenbretts«). 1989 gehörte Foley auch zu den Mitgliedern der von Jim Steinman formierten weiblichen Bombast-Rockband Pandora's Box.

Foto: Keystone/ Getty Images
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Auf der Bühne gab Meat Loaf alles. Bei einem Konzert 1978 in Ottawa stürzte er von der Bühne und brach sich das Bein – und setzte die Tour trotzdem fort, auch wenn er fortan im Rollstuhl sitzend singen musste. Aufgrund der starken Schmerzmittel geriet Meat Loaf damals eine Zeit lang in eine Tablettenabhängigkeit.

Foto: Keystone/ Getty Images
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Jim Steinman (l.) und Meat Loaf gingen einen großen Teil ihres musikalischen Weges gemeinsam. Steinman, 1947 in New York geboren, schrieb daneben auch die Musik zu »Tanz der Vampire« sowie Hits für Bonnie Tyler, Barbra Streisand, Céline Dion und Barry Manilow. Seinen Musikstil nannte der 2021 verstorbene Produzent »Wagnerian Rock«, in Anlehnung an sein Vorbild Richard Wagner.

Foto: Michael Putland / Getty Images
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Meat Loaf im Jahr 1979 mit seiner Adoptivtochter Pearl Aday (l.) und mit Lisa Ronson, Tochter des Musikers Mick Ronson. Pearl ist verheiratet mit Anthrax-Gitarrist Scott Ian und sang nicht nur bei ihrem Vater in dessen Neverland Express Band, sondern unter anderem auch bei Mötley Crüe im Backgroundchor.

Foto: McNally/ AP
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Mit seinen Töchtern Pearl (l.) und Amanda besuchte Meat Loaf 1998 eine Filmpremiere in Los Angeles. Amanda Aday absolvierte eine Schauspielausbildung und wurde durch Fernseh- und Filmrollen bekannt.

Foto: Jeff Kravitz / FilmMagic / Getty Images
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Meat Loaf zusammen mit der spanischen Sängerin Charo bei den American Music Awards im Januar 1980 in Los Angeles. Große Gewinner des Abends waren neben Charo auch Michael Jackson, die Bee Gees und Donna Summer.

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Meat Loaf erhielt im März 1994 in der New Yorker Radio City Music Hall einen Grammy für die »Best Rock Vocal Performance«. Sein Künstlername geht weit zurück: »Meat« nannte ihn sein Vater Orvis Aday bereits als Baby, das »Loaf« steuert sein Football-Coach in der achten Klasse der Highschool bei.

Foto: Mike Albans/ AP
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Nebenbei Schauspieler: In der Musikkomödie »Roadie« von 1980 spielte Meat Loaf Travis W. Redfish, einen Hinterwäldler aus Texas, der aus Liebe zu einem Groupie (Debbie Harry von Blondie, Foto) zum erfindungsreichen Roadie wird.

Foto: ddp images
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Zunächst spielte Meat Loaf die Rolle des Rockers Eddie im populären Musical »Rocky Horror Show« und bekam dann 1975 auch die Rolle in der Verfilmung »Rocky Horror Picture Show«, neben Tim Curry und Susan Sarandon. Meat singt darin die Nummer »Hot Patootie – Bless my Soul«. Der Song drückt Eddies Liebe zum Samstagnachtleben, dem Rock'n'Roll und seiner ehemaligen Freundin aus.

Foto: ddp images
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Meat Loaf spielte 1999 die Rolle des Robert »Bob« Paulson im Drama »Fight Club«, neben Edward Norton, Brad Pitt und Jared Leto. Nach einer Kampfszene musste er sofort unter die Sauerstoffmaske.

Foto: ddp images
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Mit »Fight Club«-Filmpartner Edward Norton verstand sich Meat Loaf während der Dreharbeiten besonders gut. Danach schenkte er dem Schauspieler dieses gemeinsame Szenenfoto mit passendem Autogramm: »With hugs, love Meat«.

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Meat Loaf küsst seinen Freund Jim Steinman. Mit ihren gemeinsamen Songs schrieben die zwei ein Stück Musikgeschichte. Kennengelernt hatten sie sich Anfang der Siebzigerjahre am Broadway in New York, wo beide an Musicals arbeiteten. Steinmans geplantes Musical »Neverland«, eine Peter-Pan-Story, wurde zum Grundstein für das Rock-Epos »Bat out of Hell«. Über zwei Jahre tüftelten Steinman und Meat Loaf an den Songs. Das Ergebnis: 43 Millionen verkaufte Exemplare bis heute.

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Noch 2021 stand Meat Loaf auf der Bühne – hier bei einem Auftritt mit dem Countrymusiker John Rich in Nashville. Mit Meat Loaf habe die Welt »einen inspirierenden Künstler und schönen Menschen« verloren, hieß es in der Abschiedsbotschaft auf Facebook. »Von seinem Herzen an eure Seelen... hört niemals auf zu rocken!«, wurden seine Fans aufgefordert.

Foto: Jason Kempin / Getty Images