Sänger und Schauspieler Meat Loaf ist tot

Berühmt wurde er mit der »Rocky Horror Picture Show« – »I’d Do Anything for Love« und »Paradise by the Dashboard Light« gehörten zu seinen größten Hits: Der amerikanische Rocksänger Meat Loaf ist gestorben. Er wurde 74 Jahre alt.
Sänger Meat Loaf (2012 in Los Angeles)

Sänger Meat Loaf (2012 in Los Angeles)

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Angela Weiss / Getty Images

Der Sänger Meat Loaf ist tot. Er starb im Alter von 74 Jahren, wie sein Manager Michael Greene mitteilte. Seine Frau war an seiner Seite. Auch seine beiden Töchter konnten sich noch von ihm verabschieden. Eine Todesursache wurde nicht bekannt.

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Meat Loaf (dt. Hackbraten) erhielt seinen Spitznamen wegen seines Übergewichts schon als Kind. Gebürtig hieß er Marvin Lee Aday, doch 1984 änderte er seinen bürgerlichen Vornamen in Michael – Hintergrund war eigener Aussage nach  eine traumatisierende Levi's-Werbung, in der von einem »armen fetten Marvin« die Rede war.

Seine Platte »Bat Out of Hell« von 1977 wurde mit ihrer Mischung aus wagnerianischem Bombast und Rock’n’Roll sein größter Erfolg. Sie hält als Album mit der längsten Verweildauer in den Charts einen Guinness-Rekord: »Bat Out of Hell« verkaufte sich 41 Millionen Mal und blieb 88 Wochen in den US-Charts.

Die Kindheit des Sängers war hart: Seine Mutter starb früh an Krebs, sein Vater, ein Alkoholiker, verprügelte ihn. Ende der Sechzigerjahre zog Meat Loaf von Dallas nach Los Angeles, wo er diverse Bands gründete und in den Vorprogrammen von Joe Cocker und Iggy Pop spielte. Schließlich ergatterte er eine Rolle in dem Musical »Hair«. 1971 erschien das Debütalbum »Stoney & Meatloaf«.

Während eines Gastspiels mit »Hair« am Broadway lernte Meat Loaf den Komponisten Jim Steinman kennen, mit dem er die Songs für »Bat Out of Hell« schrieb. Bevor die Platte veröffentlicht wurde, steigerte Meat Loaf seine Popularität mit der Rolle des Eddie aus »The Rocky Horror Picture Show«.

Ständiges Auf und Ab

In der Folge seines Aufstiegs zum weltweit bekannten Star war Meat Loafs Karriere durch ein ständiges Auf und Ab gekennzeichnet. Eine mehrjährige Welttournee und Erfolgsdruck führten zu Alkoholproblemen und Nervenzusammenbrüchen; zwischenzeitlich drohte wegen einer schweren Erkrankung der Stimmbänder Anfang der Achtzigerjahre ein frühes Karriereende. Erst 1993 gelang ihm mit »Bat Out of Hell II« ein Comeback, der Song »I’d Do Anything for Love« wurde ein großer Erfolg.

1975 gab Meat Loaf als Eddie in der berühmten Filmadaption der »Rocky Horror Picture Show« sein Debüt. Es folgten Auftritte in Filmen wie »Roadie«, »Fight Club« und »Wayne’s World«. »Ich habe mich immer mehr als Schauspieler denn als Musiker gesehen«, ließ der Künstler in einem TV-Porträt wissen.

Seine Abschiedstournee absolvierte er 2013, in den letzten Jahren war Meat Loaf schwer herzkrank. Mit »Braver Than We Are« erschien 2016 sein letztes Album. Insgesamt verkaufte Meat Loaf mehr als hundert Millionen Alben weltweit und wurde mit einem Grammy ausgezeichnet. In einem Statement schreibt seine Familie: »Von seinem Herzen zu euren Seelen: Don’t stop rocking!«

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