Auszeichnung für das beste Album Wolf Alice gewinnen den Mercury Prize

Er gilt als einer der wichtigsten britischen Musikpreise, jetzt hat ihn mit Wolf Alice eine klassische Rockband für ihr erst zweites Album gewonnen.

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picture alliance/ empics/ Ian West/ PA Wire

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Die 2010 in London gegründete Alternative-Rockband Wolf Alice hat den renommierten Mercury Prize gewonnen. Die Auszeichnung wurde Frontfrau Ellie Rowsell und ihren Mitstreitern Joff Oddie, Theo Ellis und Joel Amey für ihr zweites Album "Visions Of A Life" zugesprochen.

Der Preis ist mit 25.000 Pfund dotiert. Vor allem aber hilft er dabei, das ausgezeichnete Album zu verkaufen. Nachdem die Band Elbow im Jahr 2008 gewann, stieg der Absatz ihres Albums "The Seldom Seen Kid" um 700 Prozent.

Für Wolf Alice schlossen sich zunächst Rowsell und Oddie als Duo zusammen, die beiden anderen Bandmitglieder stiegen später ein. Es dauerte, bis die Musiker ein Label für ihr Debütalbum "My Love Is Cool" fanden, das schließlich 2015 erschien. Es stieg auf Platz zwei der britischen Charts ein und gehörte auch schon zum engeren Favoritenkreis für den Mercury Prize in diesem Jahr.

Vor der Verleihung äußerte sich Schlagzeuger Amey gegenüber dem "New Musical Express" darüber, was die Gewinnsumme für die Band bedeuten würde: "Die Möglichkeiten, die eine solche Summe eröffnen würde, sind endlos. Wenn wir gewinnen würden, müssten wir erst einmal lange nachdenken, wie wir das Geld gewissenhaft und kreativ nutzen könnten."

In einer Reaktion auf die Preisvergabe schrieb die britische Tageszeitung "The Telegraph": "Rock ist doch nicht tot." In den vergangenen Jahren hatten der R&B-Sänger Sampha, der Rapper Skepta und der Singer/Songwriter Benjamin Clementine gewonnen.

Der Mercury Prize steht grundsätzlich allen Musikgenres offen. Inzwischen von einem südkoreanischen Autohersteller gesponsert, wurde er 1992 von der britischen Phonoindustrie und dem Verband britischer Plattenhändler als nachwuchsorientierte Alternative zu den Brit Awards erfunden.

Auf der Shortlist der diesjährigen Verleihung standen noch die Arctic Monkeys, Everything Everything, Everything Is Recorded, Florence & The Machine, Jorjy Smith, King Krule und Lily Allen.

kae

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insgesamt 2 Beiträge
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dxnnj 21.09.2018
1.
Ich glaube Jorja Smith ist gemeint. Sie war für den Mercury Prize nominiert. Sollte man sich auch unbedingt mal anhören.
Papazaca 21.09.2018
2. Gut, das der Mercury-Prize- und auch SPON - Musik fördern
Space &Time von Wolf Alice ist jetzt nicht mein Ding, ich muß mir mehr von der Gruppe anhören. Gut ist aber, das es Preise wie den Mercury Prize und auch Kritiken von Euch gibt. Denn die Rock&Pop Musik ist zwar noch nicht tot aber schwer angeschlagen. In der Zeit des Internets passen eher die aktuellen Hits von David Guetta und nicht unbedingt konzeptionelle Alben. Fast Food hat ja auch was für sich. Ab und zu! Musik für Rolltreppen und Fahrstühle kann auch gut zum Staubsaugen oder zum Abtauen eines Kühlschranks sein. Ich werde mir mal die Gewinner des Mercury Prize auf You Tube anhören, vielleicht gibt es ja was zu entdecken.
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