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06. Oktober 2018, 19:43 Uhr

Reaktionen zum Tod von Montserrat Caballé

"Eine Inspiration"

Die Sopranistin Montserrat Caballé galt als letzte große Opernsängerin - und machte Klassik auch für ein breiteres Publikum zugänglich. Jetzt haben Musiker, Politiker und Kollegen Abschied genommen.

Startenor José Carreras sagte einem spanischen Radiosender, die Opernwelt habe ihren besten Sopran verloren: "Von all den Sopranistinnen, die ich live gehört habe, war keine wie Montserrat." Musiker, Politiker und Opernfans haben Abschied von der Sopranistin Montserrat Caballé genommen.

Sei sei "eine Inspiration für uns alle gewesen, aber besonders für Freddie. Deine schöne Stimme wird für immer bei uns sein", schrieb der Queen-Gitarrist Brian May auf Instagram. Dazu stellte er ein Bild von einem gemeinsam Auftritt:

Caballé und Freddie Mercury sangen 1987 gemeinsam das Duett "Barcelona"; das Lied wurde 1992 der Song der Olympischen Spiele in der Stadt.

Auch der spanische König Felipe VI. drückte sein Beileid aus: Die Sängerin sei "eine Legende universeller Kultur" gewesen. "Ihre Persönlichkeit und ihre einzigartige Stimme werden uns für immer begleiten."

Auch aus der Fachwelt gab es Reaktionen: "Sie zeigte, dass Auftritte von Opernsängern nicht nur auf Opernhäuser begrenzt sind, sondern weit darüber hinaus gehen", sagte Christina Scheppelmann, künstlerische Leiterin des Gran Teatre del Liceu in Barcelona. Caballé war mehr als 200 Mal in dem Konzertsaal aufgetreten. Das Royal Opera House in London, wo Caballé mehrfach zwischen 1972 und 1992 sang, veröffentlichte ein Statement: Caballé habe "Millionen inspiriert".

Zuvor hatte sich bereits Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez geäußert, er twitterte: "Eine große Botschafterin unseres Landes ist gestorben. Montserrat Caballé, ihre Stimme und ihre Sanftmut werden aber immer bei uns bleiben."

Caballé war am Samstag im Alter von 85 Jahren gestorben. Sie galt als letzte große Operndiva. Ihre Karriere begann 1956 in Basel, insgesamt absolvierte sie mehr als 4000 Auftritte.

eth/Reuters

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