Video Music Awards Diese fünf MTV-Auftritte werden in Erinnerung bleiben

Lady Gaga räumte fünf Preise ab, Taylor Swift blieb der Show in New York fern - aber was war sonst zu sehen? Die MTV Video Music Awards standen im Zeichen der Black-Lives-Matter-Bewegung und der Pandemie.
Miley Cyrus sang auf einer Diskokugel-Abrissbrine

Miley Cyrus sang auf einer Diskokugel-Abrissbrine

Foto:

Viacom / REUTERS

Der Applaus kam aus der Konserve, die Auftritte fanden im Freien in verschiedenen Teilen von New York statt, viele Künstlerinnen meldeten sich via Videobotschaft, Lady Gaga trat mit Maske(n) auf: So wie am Sonntagabend fand die Verleihung der MTV Video Music Awards noch nie statt. Weil das erste große Live-Spektakel in den USA seit Beginn der Coronavirus-Pandemie nicht in einer Konzerthalle ausgetragen werden konnte, wich man auf ungewöhnliche Schauplätze aus - etwa ein Autokino im Stadtteil Brooklyn oder eine Aussichtsplattform hoch über Manhattan. Und auch sonst verlief die Show ungewöhnlich. Besonders die folgenden fünf Auftritte werden im Gedächtnis bleiben.

Nicht in Feierlaune: The Weeknd

The Weeknd eröffnete die diesjährigen VMAs von der höchsten Aussichtsplattform Manhattans mit dem Song "Blinding Lights". Obwohl er mit zwei Preisen ausgezeichnet wurde, darunter dem wichtigsten für das "Video des Jahres", war der Sänger nicht in Feierstimmung. Nach dem Tod mehrerer Afroamerikaner bei brutalen Polizeieinsätzen demonstrieren in den USA seit Monaten Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt. "Es ist sehr schwer für mich, jetzt gerade zu feiern und diesen Moment zu genießen", sagte der Sänger daher. The Weeknd erinnerte in seiner Dankesrede an Jacob Blake, der durch Polizeischüsse in den Rücken schwer verletzt wurde, und Breonna Taylor, die bei einem Schusswechsel von Polizisten in ihrer eigenen Wohnung tödlich getroffen wurde.

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Bezug auf Polizeigewalt: DaBaby

Die Black-Lives-Matter-Proteste und die Corona-Pandemie waren auch bei dem Auftritt des Rappers DaBaby Thema: In einem Medley aus seinen Songs "Peephole", "Blind" und "Rockstar" sang der schwarze Künstler in und später auf einem Streifenwagen - während hinter ihm eine Stadt in Flammen aufging und in Bezug auf die landesweiten Proteste gegen Polizeigewalt ein Schild mit der Aufschrift "Hört auf, uns zu töten" zu sehen war.

Zurück auf der Schaukel: Miley Cyrus

Miley Cyrus steht schon seit einigen Jahren auf der VMA-Bühne. Dieses Mal sang sie "Midnight Sky" - und sorgte für ein bisschen Nostalgie. Denn als Anspielung auf ihr Musikvideo für "Wrecking Ball", bei dem sie sich auf einer großen Abrissbirne räkelte, brachte sie nun eine riesengroße Discokugel mit, auf der sie ähnlich wie damals durch die Höhen schwang.

Leuchtendes Vorbild: Lady Gaga

Dass die VMAs im Zeichen der Coronavirus-Pandemie standen, war nicht zu übersehen. Auch weil Lady Gaga, die mit fünf Auszeichnungen zu den großen Abräumerinnen des Abends zählte, zu ihren Auftritten Masken trug. Und zwar nacheinander sieben unterschiedliche. Darunter: eine glitzernde Mund-Nasen-Bedeckung, ein pinker, an eine Gasmaske erinnernder Atemschutz, eine Maske mit Hörnern und einige leuchtende Exemplare.

Lady Gaga mit pinker Maske

Lady Gaga mit pinker Maske

Foto: Kevin Winter / MTV VMAs / Getty Images

Zurück ohne Fergie: Black Eyed Peas

Die Black Eyed Peas sind zurück - aber ohne Fergie. Die Gruppe beendete die Gala durch einen gemeinsamen Auftritt mit Nicky Jam und Tyga und deren Stück "Vida Loca". Der Song mündete in einem Medley mit dem Black-Eyed-Peas-Hit "I Gotta Feeling" von 2009, der ohne Fergies Stimme ziemlich blutleer klang.

Dass die Musiker unter ihren Hosen eine Art leuchtenden Lendenschurz trugen, machte ihren Auftritt nicht gelungener. So rissen nur die Abschlussworte einiges wieder raus: "Black Lives Matter."

evh
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