US-Musikproduzent Kim Fowley ist tot

Er verlieh der Frauen-Rock-Band The Runaways ihren aggressiven Sound: Jetzt ist der legendäre Musikproduzent, Songwriter und Musiker Kim Fowley gestorben.


Los Angeles - Er war nicht nur Musikproduzent, sondern auch Songwriter und Musiker: Kim Fowley arbeitete oft jenseits des Mainstreams und konnte sich für allerlei unterschiedliche Genres begeistern, neben Klassischem wie Folk und Country auch für Abseitigeres wie "Bubblegum"-Musik, die sich durch ihre Einfachheit und viele Wiederholungen auszeichnet.

Am bekanntesten wurde Fowley für seine Arbeit mit der legendären Frauen-Rock-Band The Runaways. Mit dem aggressiven Sound, den Fowley der Band verlieh, war er Mitte der Siebziger ein Vorreiter - und ebnete damit den Weg für die Karriere der Sängerin und Gitarristin Joan Jett, die später mit ihrer Version von "I Love Rock'n'Roll" weltbekannt wurde.

Fowley wurde 1939 in Los Angeles als Sohn des "Singin' In The Rain"-Schauspielers Douglas Fowley geboren. Seine Karriere im Musikbusiness begann in den späten Fünfzigern. Damals arbeitete er unter anderem mit dem Soul-Label Motown zusammen sowie mit Produzenten wie dem "Wall of Sound"-Erfinder Phil Spector oder Nick Venet, der für seine Beach-Boys-Produktionen bekannt ist. Mit "Nut Rocker", der Bubblegum-Fassung von Peter Tschaikowskis "Marsch der Holzsoldaten", landete Fowley 1962 einen frühen Hit.

Im Laufe seiner Karriere arbeitete Fowley unter anderem mit Künstlern wie Alice Cooper, Kiss oder den Modern Lovers zusammen. Seine eigene Diskografie zählt über 30 Solo-Alben, deren Songs von Bands wie Nirvana, Sonic Youth und Primal Scream gecovert wurden.

Nun ist Kim Fowley im Alter von 75 Jahren gestorben. Das teilte Ralph Peer, der Geschäftsführer des Musikverlags Peer Music, am Donnerstagabend mit.

skr



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