Zur Ausgabe
Artikel 69 / 72
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Gestorben Lars Vogt, 51

aus DER SPIEGEL 37/2022
Foto: Giorgia Bertazzi

Er war eine ungewöhnliche Figur im Betrieb der klassischen Musik, wo wenig so gern inszeniert wird wie das Ringen des genialischen Individuums mit dem Erbe des Abendlandes. Dem Pianisten und Dirigenten Lars Vogt ging es eher ums Miteinander. Selbstverständlich konnte er die vertracktesten Werke spielen, den Klavierkonzerten von Johannes Brahms galt seine besondere Zuneigung. Doch für ihn zählte die Virtuosität des Spiels weniger als die Freude am gemeinsamen Musizieren. Vogt war einer der erfolgreichsten deutschen Pianisten der vergangenen Jahre, er spielte mit allen großen Orchestern, war Pianist in Re­sidence bei den Berliner Philharmo­nikern, seit 2012 Pro­fessor in Hannover und seit 2020 Chef­dirigent des Orchestre de Chambre in Paris. Als Mitbegründer des Projekts Rhapsody in School engagierte er sich für klassische Musik an den Schulen. Am 5. September erlag Lars Vogt in Erlangen einer Krebser­krankung.

rap
Zur Ausgabe
Artikel 69 / 72
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.