Cardinals-Gitarrist Neal Casal ist tot

Er spielte mit Ryan Adams und Phil Lesh, Chris Robinson und Willie Nelson, war Mitglied bei den Cardinals und Hard Working Americans. Nun ist der Gitarrist und Songwriter Neal Casal gestorben. Er wurde 50 Jahre alt.

Neal Casal wurde 50 Jahre alt
Bob Minkin/ AP

Neal Casal wurde 50 Jahre alt


"Mein Herz ist gebrochen. Was für eine Ehre, dich gekannt zu haben", schreibt Musiker Ryan Adams auf seiner Instagram-Seite zum Tod des Gitarristen und Singer-Songwriters Neal Casal, mit dem Adams auftrat. Casal starb am Montag, er wurde tot aufgefunden. Das wurde auf der Twitter- und Instagram-Seite des Musikers bestätigt. Noch am vergangenen Wochenende stand Casal bei dem Lockn' music Festival in Arrington im US-Bundestaat Virginia auf der Bühne.

Casal wurde am 2. November 1968 in Denville im US-Staat New Jersey geboren. Nach seinem Debüt als Solokünstler mit dem Album "Fade Away Diamond Time" 1995 veröffentlichte er viele weitere Platten - sein letztes Soloalbum "Sweeten the Distance" erschien 2011.

2002 gründete Casal die Band Hazy Malaze, mit der er bis 2009 mehrere Platten aufnahm. Mitte der 00er-Jahre wechselte er zu Ryan Adams und den Cardinals. Casal erscheint auf den Alben "Easy Tiger", "Follow the Lights" und "Cardinology". Die Zeit bei der Band sei eine tolle Erfahrung gewesen, sagte Casal später in einem Interview. "Wir haben unglaubliche Shows gespielt, waren sehr verbunden und haben an uns geglaubt."

Ab 2012 spielte er mit Chris Robinson, gründete 2014 allerdings die Americana-Band Hard Working Americans. Casal trat auch auf mit Phil Lesh und Willie Nelson, Lucinda Williams und der Band Circles Around the Sun, mit der er in der vergangenen Woche im Tonstudio stand.

Nun ist Neal Casal gestorben. Er wurde 50 Jahre alt.

evh



insgesamt 8 Beiträge
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affendaddy 28.08.2019
1. Bin verwundert,
dass der Spiegel Online den Tod von Neal Casal verkündet. Neal ist in Deutschland nur Fans bekannt die sich mit Labels wie BLUE ROSE oder GLITTERHOUSE auseinander setzen. In den späten 90ern und frühen 2000ern war Neal öfter in Deutschland. In unserer Gegend war er 2001 in Worms im Café Schmitz (schon lange geschlossen) zu sehen. Ich meine er hätte als Backing Band ne andere Glitterhouse Gruppe, nämlich Nadine (male folk indie) , gehabt. Es war ein großartiger Abend. Seine Musik lag irgendwo zwischen REM, Tom Petty oder Gene Clark, manchmal gemischt mit Schrumm-Gitarre a la Neil Young. Seine Glitterhouse CDs kann man nur empfehlen. Für Leute die Indie Folk, auch hin und wieder Americana genannt, gerne hören. Also Musik die im Radio nicht vorkommt. R.I.P. Neal, heute läuft deine Musik bei mir.
decathlone 28.08.2019
2. Seine Platte 'The Sun Rises Here' gehört immer noch...
... zu meinen Lieblingsplatten und ich habe ihn auch mal auf einer winzigen Bühne in der Pfalz live erleben dürfen. Es ist traurig, dass er so jung gestorben ist. Seine Musik bleibt!
affendaddy 28.08.2019
3.
Zitat von decathlone... zu meinen Lieblingsplatten und ich habe ihn auch mal auf einer winzigen Bühne in der Pfalz live erleben dürfen. Es ist traurig, dass er so jung gestorben ist. Seine Musik bleibt!
Das kann nur in Worms oder Neustadt/Weinstrasse gewesen sein. Beide Konzerte waren einmalig.
VadidWyle 28.08.2019
4. Well...
Ich kannte den Mann nicht. Habe mir jetzt aufgrund der Lobhudeleien mal diverse Songs angehört. Vergleiche mit R.E.M. kann ich bisher gar nicht nachvollziehen - wo ist denn da die glitzernde Byrds-Gitarre? Für mich war das alles eher eine Kopie von Tom Petty. Natürlich habe ich nicht alle Songs hören können, aber ich wage zu sagen, auch wenn es böse erscheinen mag, dass der gute Mann nicht unbeding ein besonders innovatives Element der Musikszene war. Somit verabschiede ich hier einen soliden Handwerker, der einen guten Job gemacht hat. Go on playin'.......
toninotorino 29.08.2019
5. Neal Casal
Diese Nachricht haut mich um. Ich hab Neal Casal zweimal gesehen. Klasse Musiker. Tolle Platten. "Rain Wind & Speed", "The Sun Rises Here," "Field Recordings", "Basement Dreams", "Fade Away Diamont Time", um nur ein paar zu nennen. Seine Zusammenarbeit mit John Ginty. Zuletzt mit Chris Robinson. Der hatte eine unglaubliche Spannbreite. Ich kenne kaum einen fleißigeren Musiker. Herber Verlust für die Rockmusik. Mannomann. Bin traurig.
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