Abgehört Die wichtigste Musik der Woche

Anders als Markus Lanz wirkt der Graf von Unheilig zum Abschied fast sympathisch. US-Rapperin und Skandalnudel Nicki Minaj ist toll, ihr neues Album leider nicht. Außerdem: Alle wichtigen Wiederveröffentlichungen zum Fest im Überblick!

Von und Jan Wigger


Unheilig - "Gipfelstürmer"
(Vertigo Berlin/Universal, seit 12. Dezember)

Wissen Sie eigentlich, wie anstrengend es ist, ein Album von Unheilig zu rezensieren? Nicht, weil es so schlecht ist, nein, sondern weil man sich ständig zwingen muss, weiter zuzuhören, nicht abzuschweifen, die Musik in den Hintergrund driften zu lassen, wo sie sich anscheinend gut positioniert fühlt. Da will nichts anecken, da bleibt nichts haften, es schunkelt und sülzelt auf breitem Sequencer-Teppich und verlässlichem Viervierteltakt einfach so schnurstracks durch den Gehörgang. Ab und zu bleibt mal eine griffige Zeile im Gedächtnis, die man bei Gelegenheit und zur Not auch besoffen gröhlend rekapitulieren kann. Also so was wie "A-tem-los… durch die Nacht" oder "Ein HOCH auf uns" oder "An Tagen wie dieeesen". Man nennt das Schlager. Und in dieser hochprofessionellen Hit-Fabrikation ist Unheilig eines der Top-Produkte.

Neuester Beitrag des Grafen zum Kanon der deutschen Mitsing-Hymnen 2014: "Es ist Zeit zu gehen, wir danken Euch für all die Jahre" heißt es im Refrain. Die Abschieds-Single war leider nicht der offizielle Song des CSU-Parteitags, läutete dafür am vergangenen Samstag nach sehr zähen dreieinhalb Stunden Leberwurst und Zoten das ersehnte Ende von "Wetten, dass..?" ein. Und gleichzeitig natürlich den Abschied von Unheilig als Player auf dem deutschen Pop-Markt. Nach acht Alben und knapp drei Millionen verkauften Platten soll nun Schluss sein mit der erstaunlichen Karriere des Gothic-Grafen.

Aber freilich nicht, ohne noch mal richtig abzukassieren: Bei einschlägigen Anbietern wie Amazon oder iTunes ist "Gipfelstürmer" dann auch nur in der Deluxe-Variante mit insgesamt 26 Songs zu haben, wobei zehn davon Demo-Versionen der Albumtracks sind, überflüssiger Kram also. Kostet als CD satte 17,99 Euro, digital immerhin auch noch 11,99. Tickets für die große Abschiedstournee im kommenden Jahr sind nicht unter 38 Euro zu haben. "Zwischen Licht und Schatten, so viel Dankbarkeit bleibt zurück", haucht der Graf dazu passend in einer seiner neuen Powerballaden. Ohnehin ist salbungsvolle Dankbarkeit (neben allerlei alpiner Metaphernhuberei) das große Thema dieser Platte. Dankbarkeit für all die Kohle, all die Freundschaft, die ganze Liebe, die in den vergangenen Jahren so blind und bedingungslos über Graf Unheilig ausgeschüttet wurde. "Das ist unser Moment und unsere Zeit. Glück auf das Leben, für die Ewigkeit. Zusammen Tränen weinen, gemeinsam Siege feiern, Glück auf das Leben, Glück auf die Zeit", schmettert er bebend vor Rührung über einem dieser schmissig pulsierenden Rhythmen zu jubilierenden Streichern, echten diesmal.

Hier kommt also noch einmal alles zusammen, was den Erfolg von Unheilig ausmacht: das Umpfta-umpfta, das sonore Raunen - das Singspiel mit Pathos, Schwermut, Romantik und deutscher Eiche, das nie so wagnerhaft gefährlich war wie Joachim Witts Neue Deutsche Härte, aber auch nie so große, kunstvolle Oper wie Rammstein. Harmlos und bieder halt. Oder wie der geschätzte Kollege David Hugendick neulich schrieb: "wie ein dramatisch gestimmter Johannes B. Kerner".

Ja, das alles ist so deprimierend wie allein dieser Vergleich klingt, bis auf eine Ausnahme. Denn auf "Gipfelstürmer" findet sich auch der flotte, synthiesatte Popsong "Die Weisheiten des Lebens", dessen Text tatsächlich aus lauter Kalendersprüchen und Floskeln besteht, von "Der Klügere gibt nach" über "In der Ruhe liegt die Kraft" bis "Lebe Deinen Traum" - ein Proto-Schlager quasi. Das kann man nun empörungswillig als größte Publikumsverarschung aller Zeiten, als kalt-verachtendes Nachtreten in die lyrische und literarische Anspruchslosigkeit der deutschen Volksseele. Oder aber als Ausweis der bisher ungeahnten Dadaismus-Begabung und Ironiefähigkeit des Grafen. Wobei das eine das andere ja nicht ausschließen muss.

So unverschämt, so zynisch, dass es fast schon wieder cool ist. Anders als Markus "Ist doch scheißegal" Lanz wird er kurz vor Schluss doch noch ein bisschen sympathisch, der Graf. Respekt. (1.0) Andreas Borcholte

ANZEIGE

Nicki Minaj - "The Pinkprint"
(Republic/Universal, seit 12. Dezember)

Amerikanische HipHop-Musiker sind ja generell sehr smarte Leute, die einige zwingende Gesetzmäßigkeiten des Spät-Kapitalismus verinnerlicht haben: Wenn du in diesen Zeiten noch irgendwie ein physisches Produkt an den Mann bringen willst, dann veröffentliche es zu Weihnachten, wenn sich die Leute aus einem gelernten konsumistischen Brauchtum heraus aufgefordert fühlen, ihren Liebsten Geschenke zu machen. Man steht halt am Heiligen Abend nicht gerne mit leeren Händen (oder einem Download-Gutschein oder einem USB-Stick) da, also kommt das eigentlich längst überholte Format Tonträger noch einmal groß ins Spiel.

Anders kann ich mir partout nicht erklären, warum sich vor allem Rap- und R&B-Künstler aus den USA in den vergangenen Jahren um die Veröffentlichungen im Dezember balgen. Allein in diesen vorweihnachtlichen Wochen erscheinen neue Alben vom Wu-Tang Clan (das erste seit sieben Jahren), Ghostface Killah, Oakland-Überflieger The Jacka, Rick Ross, A$AP Ferg, Mary J. Blige, Newcomer-Star J. Cole und dem New Yorker Duo Run The Jewels.

Und auch Nicki Minaj reiht sich mit ihrem dritten Album "The Pinkprint" in diesen Rap-Reigen ein. Ihrem Ruf als "black Lady Gaga" gerecht werdend, hatte Minaj in den letzten Wochen erst mit einem an Obszönität grenzenden Arschwackel-Video zur Single "Anaconda" für Aufsehen gesorgt (Legendäres Textzitat: "My Anaconda don't want none, unless you got buns, hon"). Wenig später gab es Ärger um ein offizielles Lyric-Video zum Album-Track "Only", in dem es eigentlich nur darum geht, dass die Rap-Kollegen Drake und Lil Wayne nicht mit Nicki ins Bett gehen wollen. Der Clip-Regisseur meinte aber, die ganz große Medien und Gesellschaftskritik-Keule schwingen zu müssen und inszenierte zum launigen Battle of the Sexes einen animierten Film mit unguter Nazi- und Riefenstahl-Ästhetik. Gut, dafür konnte Nicki Minaj wahrscheinlich nicht viel, aber trotzdem alle so: WTF?

Bisher also eine ziemlich gute Show. Aber leider bleiben "Only" und "Anaconda" auch als Songs die einzigen echten Highlights auf "The Pinkprint". Sie habe zu ihren Rap-Wurzeln zurückkehren wollen, hatte Minaj angekündigt, zu erwarten war also die Abkehr vom überinszenierten, übersättigten Pomp- und Pop-Sound von "Roman Reloaded". Hinzu kam, Gerüchten zufolge, die Trennung von Minajs Langzeit-Boyfriend. Entsprechend ernüchtert und reduziert klingen nun Tracks wie "All Things Go", "I Lied" oder "The Crying Game", mit denen "The Pinkprint" beginnt. Man merkt: Es geht der New Yorkerin um eine Erzählung, ein Narrativ wie es seit Kendrick Lamars Debüt oder Drakes "Nothing Was The Same" wieder Mode im HipHop-Mainstream ist.

Das geht einigermaßen gut bis zum traurig dahinplätschernden "Favorite" (feat. Jeremih), doch dann folgen der Disco-Stampfer "Buy A Heart", das Karibikparty-Lied "Trini Dem Girls", "Anaconda" und die Club-Hymne "The Night Is Still Young" - und die ganze mühsam aufgebaute Trauer-Atmo des klassischen Break-up-Albums ist unwiederbringlich dahin. Zumal Minaj ans Ende des Album mit "Pills N Potions", "Bed Of Lies" und "Grand Piano" (Autotune-Alarm!) auch noch drei seifig überblasene Powerballaden klebt, denen sie als Sängerin und Songwriterin schlicht nicht gewachsen ist.

Da vermisst man dann doch recht bald das hyperaktive, durchgeknallte, aber letztlich tollkühne Alles-an-die-Wand-Gewerfe von "Pink Friday" und "Roman Reloaded". "The Pinkprint", um mal im titelgebenden Bild zu bleiben, ist noch nicht der erhoffte künstlerische Fingerabdruck, sondern ein noch sehr zögerliches Tasten nach emotionaler Tiefe. Buns mag sie haben, Balls sowieso. Den Blues muss sie noch ein bisschen üben. (6.0) Andreas Borcholte

ANZEIGE

Re-Issues Spezial: Wiggers Weihnachten!

So, erstmal raus aus Roland Klicks "Supermarkt", auch "Frosty The Snowman" hat fertig, denn zur Stunde, im engen, sonderbaren Dezember beginnt die Zeit der wahren Pretiosen: Statt der unbeliebten Watermarked-CDs, die man mit einer speziellen Schere zerschneiden muss (sonst droht Gefängnis), kommen all eure Lieblingsplatten von gestern, heute und morgen nun in echt - mit viel Glück in der Luxusversion, und, wie man an dieser Stelle lesen kann, sogar fürs Lumpenproletariat. Fangen wir an mit Erdmöbels "Geschenk" (7.2): Zwölf geschmackvoll und smart arrangierte Weihnachtslieder von vier Typen mit irre gutem Musikgeschmack und schwachem Bandnamen. Ähnlich wie Flake Music, deren einziges Album "When You Land Here, It's Time To Return" (7.4) wir uns damals umständlich im Ausland ersteigern mussten, handelte es sich doch um das direkte Bindeglied zu den späteren Indie-Heroen The Shins: Im furiosen "Spanway Hits" sind die makellosen Songs von "Oh, Inverted World" und "Chutes Too Narrow" bereits angelegt.

Doch wären all die Ahnungen, Befürchtungen und Gefühle, wäre die kreative Leichtigkeit James Mercers ohne die Pixies möglich gewesen? "Doolittle" (9.3) hat "Debaser", "Wave Of Mutilation", "Here Comes Your Man", "Monkey Gone To Heaven" und "Gouge Away", also nur Hits - als Bonus kommen nun dreizehn "Peel Sessions" und 22 Demofassungen dazu. Ebenfalls wieder aufgelegt: Yo La Tengos "Painful" (8.3), nun "Extra Painful" genannt, helle Sommerstoffe, tiefe Täler - und zehn Dreingaben. Tipp: Auf dem Wochenmarkt in Hoboken immer selbstgemachten Brotaufstrich kaufen!

Zu Robert Wyatt ist bereits alles gesagt: Ja, man braucht jede einzelne seiner Platten, auch "The End Of An Ear", das ja in der ansonsten lückenlosen Würfel-Box von 2009 fehlte. Wyatt-Novizen und Komplettisten dürfen jauchzen: Das 2-CD-Set "Different Every Time" (8.6) sichert die Spuren bis hin zur Zeit mit Soft Machine, dazu Raritäten und Kollaborationen mit Björk, John Cage, Nick Mason und Phil Manzanera. Der bedächtigste Engländer der Welt!

Neulich schrieb jemand, ich meine, es war Stefan Woldach, etwas sehr Tolles zur Bedeutung der Mundharmonika in Supertramps "School", das ja - wie allgemein bekannt - "Crime Of The Century" (8.2) eröffnet, welches dieser Tage mit einem Hammersmith-Odeon-Konzert aus dem Jahr 1975 erneut erscheint. Lasst euch von niemandem erzählen, dass Supertramp, Hall & Oates, Barclay James Harvest, ELO oder Air Supply scheiße waren - Deutschlands Hipster (die noch nicht wissen können, dass auf sie ab jetzt nur noch endloses Antichambrieren in den Vorzimmern der wirklich großen Musik wartet) haben schon genug zerstört!

Auch wieder da: Das wüste, zärtliche, üppige Großwerk der Manic Street Preachers: "The Holy Bible" (8.0) ist die freundliche Alternative zum gleichnamigen Taschenbuch-Klassiker, zu erstehen ab sofort in einer blendend hübschen, großformatigen Anniversary-Edition (20 Jahre, y'all!) mit Beilagen ad nauseam. Bis zum Abwinken hat es auch der sagenhafte Micah P. Hinson seit dem etwa eine Dekade alten Debüt "Micah P. Hinson And The Gospel Of Progress" (8.7) versucht - leider war die Welt für seinen meisterhaft malträtierenden Mix aus Americana, Country-Folk, Geister-Soul, Schattenmann-Blues und Gospel zu dumm. Ich zitiere Wolfgang Doebeling: Kuschelfolk it ain't!

Manchmal (nicht immer!) noch langsamer, lähmender, kriechender waren Bedhead aus Texas, von denen Ende der Neunziger immer genau ein Song im Hamburger "Kir" lief - es war wohl ihr schnellster. Codeine, Slint, Low und June of 44 haben euch noch nicht kaputt genug gemacht? Dann sichert euch das hellgraue, stabile Boxset "Bedhead 1992 - 1998" (8.0) plus 80-seitigem Buch, allen Singles, EPs und B-Seiten . Erster Programmpunkt: Man kann noch schwächer werden.

Zum Schluss ein paar Worte zu den beiden formvollendeten (und nebenbei extrem schweren) Wings-Reissues, die der Postbote brachte: "Venus And Mars" (8.3) und "Wings At The Speed Of Sound" (7.3), nur real als Teil der "Paul McCartney Archive Collection" und "FSK ab 0". Das ohnehin formidable "Venus And Mars"-Album wird durch "Sally G" und "Junior's Farm" sogar noch aufgewertet. Hinzu kommen weit über 100 Seiten starke Begleitschriften, unveröffentlichte Tracks (verblüffend: "4th Of July"), Demos, DVDs mit Archivmaterial und Bilder zum Angucken. Paul ist und bleibt mein Lieblings-Beatle, denn er hatte "Band On The Run", "Ram" und insgesamt einfach die besten Solo-Songs. It's not a lie if you believe it. Jan Wigger

Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

Best-of "Abgehört"

Unsere wöchentlich aktualisierte Playlist

Mehr zum Thema
Newsletter
Abgehört: Die wichtigste Musik der Woche


insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
langenscheidt 16.12.2014
1. Diese Rezension hat Unheilig nicht verdient
Was ist an gängiger Melodie zu bemängeln? Dann bitte auch z.B. Andrea Berg rezensieren. Die Texte von Unheilig prägen sich ein - Voraussetzung man hört die Titel öfter als nur mal kurz angespielt. Unheilig macht Schluss, sicherlich auch weil sich nichts ändert. Das ist besser als jahrzehntelang Andrea Berg unter den Top 100 der Alben zu finden.
Karl Karl 16.12.2014
2. Das ist keine Rezension !
Wieder mal ein Schreiberling, der es nicht schafft neutral über ein Album / Musikrichtung zu schreiben. An seinen Zeilen liest man schon seine ganzen Vorurteile ab und er scheint sich daran noch aufzugeilen :) Es scheint IN zu sein, anderen Menschen, die es geschafft haben erfolgreich zu sein und viele Menschen anzusprechen, ihnen ihr Glück nicht zu gönnen. Alles wird negativ gewertet, obwohl alles Gang und Gebe ist ( Album-/Tourwerbung ), aber nein, grad bei ihm scheint alles falsch zu sein. Sorry, Spiegel und Co. dass es Menschen gibt, die noch auf deutsche Musik stehen und der Sänger nicht wie Medien-Schlampen hausieren gehen. Damit kommt ihr wohl nicht klar, dass jemand einfach durch Musik auffallen tut ?
Karl Karl 16.12.2014
3. Jetzt ist alles Verkaufsmasche ?
Thema: offener Brief = Verkaufsmasche: Wer (frühere) Alben von Unheilig kennt, wird auch wissen, dass u.a. in den Booklet immer Mehrzeiler über die Beweggründe der Liedentstehungen und Danksagungen drin standen. Da sagte niemand etwas, jetzt aber, wo er aufhört und erklärt, warum er diesen Schritt macht und sich bei seinen ganzen Fans für die jahrelange Treue bedankt, jetzt fällt es Schreiberlingen auf und bezeichnen alles als Verkaufsmasche ?! Sowas nenn ich schlechte Arbeit / Recherche :) Tipp an die Schreiberling. Nimmt euch bitte mehr als 5 Minuten Zeit, um über ein Album zu rezesieren. Auch wenn man bestimmte Musikrichtungen nicht mag, sollte man schon Ahnung haben, von was man schreibt.
doppelblind 16.12.2014
4. My Anaconda
Leute, Leute, die Zeile "My Anaconda don't want none, unless you got buns, hon" ist ursprünglich aus "Baby got back" von Sir Mix-A-Lot. Das hätte auch jemandem auffallen können. Und das Nickichen hat das in einem ihrer Lieder drin? Armselig, das auch noch zu klauen! Vor allem, weil es dämlich ist, da man als Frau keine Anaconda hat, außer man hängt sie sich eine echte über die Schultern.
rocketsquirrel 16.12.2014
5.
Endlich ist der Graf weg, die rote Samtvorhangsversion von Andrea Berg. Wenn jetzt Revolverheld abtritt, ist dies eine bessere Welt.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.