Abgehört - neue Musik From Chemnitz with Love

Das Rap-Album von Kraftklub-Sänger Felix Kummer ist ein Testament der widerständigen Heimatliebe. Außerdem: Schlager-Moves von Yvon und Erobique, Harmonisches von Wilco, Arbeiter-Hymnen von Richard Dawson.

Von , Laura Ewert und


Kummer - "Kiox"
(Kummer + Eklat/Vertigo/Universal, ab 11. Oktober)

Keinen Millimeter nach rechts, das ist für Felix Kummer eh klar, schon immer. Aber auf seinem Solo-Album "Kiox" ist es ihm wichtig, noch eine weitere Abgrenzungslinie zu ziehen, zum Stumpfsinn der Kollegahs, Kontra Ks und Flers, deren Genre-Terrain der Kraftklub-Sänger jetzt als Rapper betritt: "Das ist nicht die Musik, die du suchst, nicht die Musik, die du brauchst", spuckt er dem gemeinen Straßen- und Gangsta-Rap-Konsumenten gleich im ersten Track hin, es geht hier nicht um Bosstransformation und Selbstoptimierungs-Narrative, nicht um "Lieder von Siegern über das Siegen, alles erlaubt, außer verlieren." Stattdessen tritt Kummer mit einer alternativen deutschen Hip-Hop-Erzählung an - und nimmt die Häme aus der Szene gleich vorweg: "Verweichlichte Befindlichkeitsscheiße" sei das, was er da vorführe: "Ich mach' Rap wieder weich, ich mach' Rap wieder traurig."

Aber ganz so soft ist es dann doch nicht. Die Beats und die Musik, größtenteils programmiert vom Berliner Produzenten Blvth, sind ein dystopisches Hämmern. Zerhackte Sirenengeräusche wimmern über industrielle Baustellengeräusche, es ist apokalyptisch, so noir und unbehaust wie der Trip-Hop von Portishead, den Kummer, Jahrgang 1989, einst im Plattenladen seines Vaters entdeckte. "Kiox" hieß das Geschäft, eine Oase der Gegenkultur im braungrauen Chemnitz, in der Kummer als Felix Brummer später zusammen mit seinem Bruder und einigen anderen linken Skater-Jungs die Rockgruppe Kraftklub gründete. Doch für seinen "Welthass/Selbsthass-Mix", wie er sein Solo-Album bezeichnet, brauchte Kummer seine Band nicht, noch nicht einmal seine schon seit Jahren immer mal wieder für Features und einzelne Tracks erprobte Rapper-Persona Carsten Chemnitz. Kummer sollte seinen Familiennamen tragen, denn "Kiox" ist persönlich, Befindlichkeitsscheiße halt.

Andreas Borcholtes Playlist KW 41
SPIEGEL ONLINE

Playlist auf Spotify

 1. Nick Cave & The Bad Seeds: Waiting For You

 2. Sabrina Claudio feat. Zayn: Rumors

 3. Balbina: Kein Ende.

 4. Kummer: Nicht die Musik

 5. Danny Brown: Savage Nomad

 6. Lil Halima: Shoot

 7. Yvon: Marco

 8. Wilco: White Wooden Cross

 9. Richard Dawson: Two Halves

10. Wildwood Kin: Never Alone

Nicht alles hat die kalte Wucht von "Nicht die Musik", den konsumkritischen Punch in die Magengrube von "Wie viel ist dein Outfit wert" oder das erzählerische Polit-Pathos der Chemnitz-Hommage "9010" (ein ausführliches Interview zu der Single lesen Sie hier). Aber in seinen besten Momenten dringt aus der fatalistischen Prosa, die Kummer mit aufrechtem Ärger in der Stimme vorträgt, ein ähnliches packendes "Psychodrama" hervor wie bei seinem britischen Kollegen Dave. Zum Beispiel in "Schiff", einer Titanic-Metapher für seine von Nazis geplagten und geprägten Heimatstadt inklusive rostbrauner Flecken, die sich auf der Bordwand ausbreiten: "Ich sitze fest, auf diesem Schiff im Nirgendwo/ Frag mich jetzt bitte bloß nicht wieso/ Es riecht nach Pisse, es riecht nach Tod/ Aber ich fühl mich hier wohl." Kummer will nicht nach Berlin, immer noch nicht. Er bleibt in Chemnitz und mobilisiert dort die alternative Szene zu "Wir sind mehr"-Konzerten und zum Widerstand gegen Rechts.

Neben Brocken wie "Schiff" stehen nicht minder angespannte, aber amüsante Verspießerungs-Phantasmen wie "Der Rest meines Lebens" (mit Max Raabe), der Familienbesuch-Blues "Alle Jahre wieder" und der General-Diss gegen faule und talentlose Rapper ("Aber nein" mit Keke und Lgoony als Gästen). Wenn Kummer angewidert von einer Zukunft mit Pärchen- und Spieleabenden erzählt oder Eltern-Phrasen, die jeder kennt ("Steck mal das Handy weg, du hängst ja nur noch vor dem Ding", "Komm', du hast ja kaum was gegessen") herausmeckert, offenbart er sich nicht nur als rhetorisch versierter Alltagsbeobachter mit suggestivem Flow (immerhin war Trettmann sein Babysitter), sondern auch als "Misanthrop", der alle Menschen gleich hasst ("Okay"). Das ist natürlich Pose. Der Mann trägt Liebe in sich. Vor allem für seine Stadt. Wer "Kiox" im Einzelhandel erwerben will, muss dann eben auch am kommenden Wochenende nach Chemnitz pilgern, ins vermeintliche Herz der deutschen Finsternis. Dort öffnet Kummer für wenige Tage noch einmal den alten Plattenladen seines Vaters als Pop-up-Store. Also los, hin da. (8.0) Andreas Borcholte

Preisabfragezeitpunkt:
07.10.2019, 14:39 Uhr
Ohne Gewähr

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Kummer
KIOX [Explicit]

Label:
KUMMER & EKLAT TONTRÄGER
Preis:
EUR 10,99

Yvon - "Im Kreis der Liebe"
(A Sexy Records/Broken Silence, ab 11. Oktober)

Als kürzlich Karel Gott starb, klang sein "Lago Maggiore" durch die Lautsprecher - und ich musste feststellen: Es gibt eine Phase im Leben, da wird man Schlager hören. Und die beginnt möglicherweise jetzt. Seit mein Freund mir Raymond van het Groenewoud vorgespielt hat, bin ich noch verliebter in ihn. Und jetzt spaziert Yvon Jansen um die Ecke und singt was vom Schokoladenbrunnen, der auf die Haut genadelt wurde und womögliche Reuegefühle bezüglich dessen. Und im Hintergrund wird ge-aaaht und ge-oooht, Kirchenglocken tasten die Melodie ab, die die Fantasie des Badens in diesem erwärmten Schokoladenerzeugnis begleitet - und alles ist gut.

Man muss halt im Leben erst die richtige Portion Scheiße abbekommen haben, um diese Direktheit ertragen zu können, um sich nicht mehr hinter Ironie verstecken zu müssen, um "Geh durch das Licht, geh durch den Schmerz" mitzusingen, die kleine Duftkerze "Apfel" anzuzünden, die 7-Minuten-Trainings-App nicht zu öffnen und stattdessen den dicken Zeh aufs Parkett zu tippen.

"Yvon im Kreis der Liebe" ist die richtige Platte für diese Phase.

Geschrieben haben die elf Lieder des Albums die Hamburger Musiker Carsten "Erobique" Meyer und Jaques Palminger. Ein bisschen Chanson, Disco, Soul. Dazu singt die Schauspielerin und Sängerin Yvon Jansen, und das mit so einer schaumleichten Ich-schwebe-da-drüber-Art, die nie alt oder nach bemühtem Theater klingt und trotzdem an Knef erinnert. Yvon Jansen ist die, die auch den Szene-Hit "Wann strahlst du?" gesungen hat. Zum ersten Mal zusammengearbeitet haben die drei 2006 beim Mitmach-Projekt "Songs For Joy" am Maxim Gorki Theater in Berlin, das ebenfalls als Album veröffentlicht wurde.

Und nun eben diese Platte, live eingespielt, die man nicht mit dieser Kultig-Klausel im Kopf hören darf. Man muss da direkt rein, wenn Jansen von Marco singt, der immer mehr zum Kreisgedankenproblem wird (wer kennt ihn nicht, den Marco?) und zu Bill Withers' "Lovely Day"-Melodie (ist das schon ein Cover?) von der Sprezzatura singt, also der Art, Anstrengendes mühelos erscheinen zu lassen.

Und das ist wohl genau diese Fähigkeit, die man am Werk Carsten "Erobique" Meyers schätzen kann. Es hat Sprezzatura. Denn man weiß nie, ob hier La Dolce Vita oder eine schizoide Persönlichkeitsstörung besungen wird - und genau das sind ja so die Pole im Leben eines Schlagerfans. (7.7) Laura Ewert

Preisabfragezeitpunkt:
07.10.2019, 14:36 Uhr
Ohne Gewähr

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Yvon
Yvon Im Kreis Der Liebe

Label:
A Sexy Records (Broken Silence)
Preis:
EUR 16,39

Wilco - "Ode To Joy"
(Rykodisc/Warner, seit 4. Oktober)

Fühlen Sie sich manchmal auch wie eine zerknitterte, leere Plastiktüte, die in den Ästen eines abgestorbenen Baumes hängengeblieben ist, vom Wind verweht? Was für ein grandioses Bild für das Leben und seine Flüchtigkeit! Jeff Tweedy findet es im vorletzten Song des neuen Albums seiner Band Wilco, es heißt "Hold Me Anyway" - halt mich trotz allem fest. (Lesen Sie hier ein Interview mit Jeff Tweedy.) Sind wir einfach nur so verliebt, "just because", fragt Tweedy, und gibt gleich die Antwort: "No I think it's poetry and magic/ Something too big to have a name". Das singt, haucht, er über einen beschwingten, akustischen Shuffle-Rhythmus - und Gitarrist Nels Cline gniedelt elektrisch verstärkt dazu den Wind, der die Plastiktüte erfasst und davon trägt, Ziel unbekannt.

"Ode To Joy", dieser Schiller und Beethoven evozierende Titel, ist eine passende Klammer für das bisher wohl zuversichtlichste Wilco-Album. Tweedy, von persönlichen Tragödien gebeutelt und noch immer seinen langen Jahren der Schmerzmittel- und Alkoholsucht nachsinnierend, will diese neuen Songs als Anti-Depressiva verstanden wissen: Es gibt zu wenig Liebe in dieser düsteren Zeit, also müsse man neue finden. Und siehe da: Achtung, "Love Is Everywhere (Beware)", postuliert er geradezu fröhlich, ein Update der schönsten Lennon-Lieder über die Sehnsucht nach Frieden und Harmonie.

Näher an den Beatles waren Wilco lange nicht, zumindest nicht auf den letzten beiden, eher folkrockenden Alben "Star Wars" und "Schmilco". Die Zerbrechlichkeit und Transparenz von "Ode To Joy" geht weiter zurück, mindestens bis "Sky Blue Sky", dem ersten Album in dieser Besetzung. Glenn Kotches Trommeln und Schlagwerk sind hier immer sehr weit nach vorne gemischt, mal klingt es wie improvisiertes Händepatschen auf Pappkartons, mal marschiert es militärisch stamm wie im eröffnenden "Bright Leaves" - ein starker Puls, der sich gegen den Herbst des Lebens und die Tristesse des Zeitgeists stemmt - und gegen die Sprachlosigkeit und Diskursunfähigkeit, die uns inmitten von Twitter-Shitstorms und Trump-Tiraden erfasst: "Arguing, I'd forgive/ But I always forget/ Which side I'm on", singt Tweedy, matt und verschleppt. "Remember when wars would end?", setzt er die müde Bestandaufnahme in "Before Us" fort: "Now when something's dead/ We try to kill it again."

Abgehört im Radio
Mittwochs um 23 Uhr gibt es beim Hamburger Web-Radio ByteFM ein Abgehört-Mixtape mit vielen Songs aus den besprochenen Platten und Highlights aus der persönlichen Playlist von Andreas Borcholte.

Kein Wunder, dass man da den ganzen Tag im Bett bleiben will, wie der Protagonist in "One And A Half Stars". "I can't escape my domain", heißt es darin, ein Testament der behaglichen Soziopathie. Zugleich wird die Musik ausgerechnet in diesem sich einigelnden Song schneller und lebhafter, findet Kraft in der solipsistischen Verortung. "Quiet Amplifier" baut dann mit ätherisch-schwirrendem Geräuschen und Clines erstmals aufschrillender E-Gitarre (er hat in "We Were Lucky" noch einen Neil-Young-Moment) die Rampe für die entschlossenen, tröstlichen Popsongs, die folgen.

"Is it stranger to live? Is it stranger to die?", fragt Tweedy im dylanesk schunkelnden "White Wooden Cross", während er über eines dieser weißen Kreuze am Straßenrand nachdenkt, die an einen Unfalltod erinnern: Wie schnell alles vorbei sein kann! Sein Fazit ist nicht das schwarze Loch, in das er oft genug gefallen ist, sondern die helle Erkenntnis: "There's so much more out there". Sagte die Plastiktüte zum toten Geäst - und machte sich freudig flatternd los. (8.5) Andreas Borcholte

Preisabfragezeitpunkt:
26.09.2019, 10:58 Uhr
Ohne Gewähr

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Wilco
Ode to Joy

Label:
Rykodisc (Warner)
Preis:
EUR 13,59

Richard Dawson - "2020"
(Domino/Goodtogo, ab 11. Oktober)

Endlich ist sie da: die Ballade auf die überstrapazierte Blase des Schichtarbeiters im Logistikzentrum. "Fulfilment Centre" heißt sie, geschrieben hat sie der Vollbart-Folkbarde Richard Dawson aus Newcastle upon Tyne, dem nordwestlichsten Zipfel Englands. In seinem unverkennbaren Timbre zwischen Brummbär und Kreissäge singt Dawson über jemanden, der aus lauter Verzweiflung in eine Flasche pisst, weil ihm eine ordentliche Pinkelpause das Soll im Online-Warenhaus verhageln würde.

"Fulfilment Centre" ist der große Zehn-Minuten-Brocken auf Dawsons an Brocken nicht gerade armem sechsten Album. Es gibt auch Metal-Exkursionen für die Jogging-Playlist, mit der ein Freelancer seine Angstzustände bekämpft, und einen Song über einen komplett unter Wasser stehenden Pub - ein symbolträchtiges Bild für den Zustand des Vereinigten Königreichs. Doch auf gewisse Brexit-Diskussionen - Kommt er jetzt? Kommt er später? Geht irgendwo noch eine Hintertür auf, damit der Eiertanz zwischen Westminster und Brüssel immer so weitergehen kann? - lässt Dawson sich nicht ein. Die unendliche Geschichte von Premier Vogelnest und seinen Brexit-Rittern kontert er mit einer furztrocken prophetischen Ansage: dem Albumtitel. "2020" ist mehr Feststellung als Vision. Dawson erklärt damit den Unterschied zwischen vorher und nachher: Es gibt keinen. Zumindest wenn man sich den Alltag der gemeinen Bevölkerung ansieht, der in diesen Songs mit der Unerbittlichkeit eines Iris-Scanners vermessen wird.

Dawson ist ein Solitär in der aktuellen Poplandschaft. Er hat eine Art Steinzeitmoderne begründet, archaisch und radikal gegenwärtig zugleich. Auf seinem letzten Werk "Peasant" hat er sich obsessiv mit dem Mittelalter beschäftigt, um auch durch diese Linse die heutige Gesellschaft zu betrachten. Er mag Traditionen, hat aber verstanden, dass man sie beim Abklopfen auf ihre aktuelle Gültigkeit immer wieder neu zerdengeln, im Zweifelsfall komplett zertrümmern muss. Seine Grundpfeiler sind Folk, Improv-Musik und leicht angeschweinter Rock. Er vergöttert Sun Ra, steht auf Obertongesang und im übertragenen wie wörtlichen Sinne auf zertretene Gitarren. Die diversen Facetten seiner Stimme montiert er oft parallel, um Worte, die niemals zuvor in Popsongs verwendet wurden, in Zungenbrechermelodien zu quetschen. "Surreptitiously" zum Beispiel oder "voluntary redundancy" und "projectile vomiting".

"2020" ist nicht Science-Fiction, sondern Hyperrealismus. Es entfaltet, trotz gelegentlicher Verzerrerattacken auf der einen und tadelloser Sing-along-Refrains auf der anderen Seite, nicht ganz die Wucht von Dawsons letzten beiden Alben. Es ist im Gegenteil die wohl zivilisierteste Musik, die er bisher veröffentlicht hat - ohne exzessive Abrissarbeit an Klang und Rhythmus, mit durchaus erbaulicher Harmonik und Arrangements fast ohne Irrsinn. Aber gerade die floralsten Melodien fungieren als Tarnkappen für die bittersten Diagnosen. "There's nothing left of me", frohlockt der zu Tode gearbeitete Amazon-Sklave in der Blasen-Ballade. (7.7) Arno Raffeiner

Preisabfragezeitpunkt:
07.10.2019, 14:33 Uhr
Ohne Gewähr

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Richard Dawson
2020 (Digipack)

Label:
Domino Records (Goodtogo)
Preis:
EUR 14,99

Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)



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Seite 1
.patou 08.10.2019
1.
Sowohl Herrn Borcholtes Top-Titel in der Playlist als auch die Wilco-Besprechung sowie die seinerzeitige Rezension von "Skeleton Tree" bestätigen mich darin, dass es für meine Laune besser gewesen wäre, er hätte das neue Nick-Cave-Album besprochen. Zu Wilco: Wer eine "zerknitterte, leere Plastiktüte, die in den Ästen eines abgestorbenen Baumes hängengeblieben" ist, zu schätzen weiß, dem sei "White Rag" von den Guillemots empfohlen. Ist als Demo auf der Re-Issue der Single "Trains to Brazil" erschienen. Nach dem ersten Album ging es mit der Band ja leider so steil bergab wie mit kaum einer anderen. Kraftclub mag ich im Prinzip, bin mir noch nicht ganz sicher, ob mir Kummers Solo-Album gefällt. Mal schauen. Und zu Yvon: Einfach nein. Dem Satz "Es gibt eine Phase im Leben, da wird man Schlager hören" möchte ich entschieden widersprechen. Mit Richard Dawson werde ich mich auf alle Fälle mal näher beschäftigen. Klingt zunächst mal interessant.
ambulans 08.10.2019
2. gnade -
man darf doch nicht einfach profis auf amateure loslassen (wo bleibt denn da der welpenschutz?). "wilco" ist zwar nicht gerade besonders spannend, aber "kummer" und "yvon" - die geben sich eben halt mühe ... die playlist ist mal wieder ein bisschen "vergiftet": wer kann denn schon was gegen nick cave und seine seeds haben? "richard dawson" bemüht sich nun schon länger; johnny dowd hingegen kanns ...
Papazaca 08.10.2019
3. Ja, Hmm, überrascht, enttäuscht, überwältigt? Alles!
Also Kummer. Mit Hip-Hop kann ich in der Regel wenig anfangen, mit ein paar Ausnahmen. Hier sind einige Stücke auch für meinen Geschmack "sehr dünn." "Bei Dir" hat mich aber sehr überzeugt, da kann jemand deutsche Texte singen, die was sagen. Oft das ganze sehr reduziert, aber sehr gut. Yvon macht mich fast ratlos, da fällt mir nicht viel ein. Stimme, Texte, Musik? Man muß es gehört haben, um vielleicht meine Sprachlosigkeit zu verstehen. Ja, Wilco. Ich habe 2 CDs von Ihnen. Sollen sehr gut sein. Ich wollte es immer rausbekommen, hat aber nicht geklappt. Für mich eher ein Mysterium. Ganz nettes Video, ich hätte noch einen Hund mitspielen lassen... Zum Schluß der Herr Richard Dawson. Skurril, dekonstruiert nicht nur sein Video sondern auch seine Instrumentierung, seine Stimme, seine Texte. Very interesting, indeed. Nicht nur deswegen kann man unsere Nachbarn lvon der Insel iieben. Wahrscheinlich hat das auch was mit den Mengen an Regen zu tun, die da runterkommen, wie gerade auch hier bei mir. Der Mann hat meine volle Sympathie. Ich werde, seine Stücke sicher nicht in der Dusche nachsingen, werde mir aber seine Scheibe näher zu Gemüte führen....
sekundo 08.10.2019
4. Profis sind übrigens
Zitat von ambulansman darf doch nicht einfach profis auf amateure loslassen (wo bleibt denn da der welpenschutz?). "wilco" ist zwar nicht gerade besonders spannend, aber "kummer" und "yvon" - die geben sich eben halt mühe ... die playlist ist mal wieder ein bisschen "vergiftet": wer kann denn schon was gegen nick cave und seine seeds haben? "richard dawson" bemüht sich nun schon länger; johnny dowd hingegen kanns ...
Menschen, die ihr Geld mit irgendeiner Tätigkeit verdienen während Amateure an der Peripherie stehen und das Angebot der Profis zur Kenntnis nehmen dürfen. Dass sich Amateure, trotz aller Unkenntnis, dazu äussern, ist nur ein lästiger Nebeneffekt.
hard_frost 08.10.2019
5. *ächz*
Zitat von sekundoMenschen, die ihr Geld mit irgendeiner Tätigkeit verdienen während Amateure an der Peripherie stehen und das Angebot der Profis zur Kenntnis nehmen dürfen. Dass sich Amateure, trotz aller Unkenntnis, dazu äussern, ist nur ein lästiger Nebeneffekt.
Ach so. Ich dachte, das wär richtig so. Daß sich Amateure Musik von Profis am besten gar nicht erst anhören sollten, ist mir neu. Na dann.. Ach, das Frühstücksei heute morgen war faul? Das können Sie nicht beurteilen, Sie sind ja kein Huhn.
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