New Yorker Philharmoniker Maazel gegen Masur

Lorin Maazel verlässt das Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und kehrt in die USA zurück. Er wird Nachfolger von Kurt Masur als Leiter des New Yorker Philharmonischen Orchesters.


Maazel: Der eine kommt...
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Maazel: Der eine kommt...

Washington - Nach einer dreijährigen Suche sei die Entscheidung für den 70 Jahre alten Lorin Maazel gefallen, wie die "Washington Post" berichtete. Er wird der erste Amerikaner sein, der nach Leonard Bernstein Chef beim Orchester New York Philharmonic wird, dem mit 158 Jahren ältesten US-Klangkörper. Derzeit ist Maazel noch Musikdirektor des BR-Sinfonieorchesters.

Der frühere Gewandhauskapellmeister Kurt Masur scheidet Ende der Spielzeit 2001-2002 in New York aus. Der Wechsel soll nach der Rückkehr der Philharmoniker am kommenden Wochenende von einer Konzertreise nach Spanien offiziell bekannt gegeben werden, heißt es in dem Blatt. Den Kürzeren zog laut "Washington Post" Mariss Jansons, der Musikdirektor des Sinfonieorchesters in Pittsburgh. Jansons soll nun Nachfolger Maazels in Bayern werden.

...der andere geht: Masur
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...der andere geht: Masur

Im Gespräch für New York waren auch der Italiener Riccardo Muti und der Deutsche Christoph Eschenbach. Muti schied aus, weil er nur etwa acht Wochen jährlich zur Verfügung stand. Eschenbach, Chefdirigent des NDR-Sinfonieorchesters in Hamburg, übernimmt stattdessen 2003 die Leitung des Philadelphia Orchesters.

Der "Washington Post" zufolge sind noch nicht alle Einzelheiten des Vertrags mit Maazel geklärt. Offen sei, wie lange der als Gastdirigent viel beschäftigte Dirigent dem Haus im Jahr zur Verfügung stehen werde. Sein Einkommen werde wahrscheinlich höher als die 1,3 Millionen Dollar sein, die Masur beziehe. Maazel gab schon als Achtjähriger sein Debüt als Dirigent. 1960 dirigierte er als erster Amerikaner bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth.



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