Nach Kritik an Menschenrechtslage Nicki Minaj sagt Auftritt in Saudi-Arabien ab

Dass Saudi-Arabien nicht viel von Menschenrechten hält, ist Rapperin Nicki Minaj wohl erst nach ihrer Zusage für ein Festival in dem Land aufgefallen. Es hatte auch Proteste gegen den Auftritt gegeben.

Sie wird nicht in Saudi-Arabien auftreten: Rapperin Nicki Minaj.
Angela Weiss/AFP

Sie wird nicht in Saudi-Arabien auftreten: Rapperin Nicki Minaj.


Die Rapperin Nicki Minaj hat wegen Bedenken gegenüber Menschenrechtsverletzungen ein Konzert in Saudi-Arabien abgesagt. "Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, mein geplantes Konzert beim Jeddah World Fest nicht zu spielen", schrieb die Sängerin in einer Erklärung.

Es sei ihr wichtig, Frauenrechte, die LGBTQ-Community und Meinungsfreiheit zu unterstützen. LGBTQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und queere Menschen.

Das Jeddah World Fest hatte Minaj in der vorigen Woche für ein Konzert am 18. Juli als Stargast angekündigt. Menschenrechtler hatten die Sängerin danach aufgefordert, nicht in Saudi-Arabien aufzutreten. Nach Minajs Absage war ihr Name bereits am Dienstagabend nicht mehr im Line-up des Festivals zu finden.

Menschenrechtsorganisationen haben in der Vergangenheit die eingeschränkten Rechte von Frauen in dem ultrakonservativen Königreich immer wieder kritisiert. Homosexuelle Handlungen sind in Saudi-Arabien strafbar.

hba/dpa



insgesamt 5 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
bfhoffmann 09.07.2019
1. Wer politische Awareness von einer "Künstlerin" erwartet...
... die vor ein paar Jahren ohne mit der Wimper zu zucken ein recht unironisches Nazi-video produziert hat, der glaubt auch ans Sandmännchen.
dasfred 10.07.2019
2. Schade, dass sie ein Einzelfall ist
Lieber auf einen Auftritt sammt Gage verzichten und dafür das Image aufpolieren. Das würde dem Waffenhandel und anderen auch gut zu Gesicht stehen. Für Geld verkauft man Werte und Ideale. Das wäre doch mal ein Thema für die Werte Union. Was ist wichtiger? Freiheit und Demokratie oder florierender Waffenhandel?
Hexavalentes Chrom 10.07.2019
3. Oder irgendetwas anderes Bedeutendes
Schade. Sehr schade. Ihr Markenkern war doch stets die Provokation. Nun, vielleicht möchte sie ja Präsidentin werden. Oder irgendetwas anderes Bedeutendes.
freidenker! 10.07.2019
4. Augenweide
Das Foto ist eine Augenweide. Allerdings der Entschluß der Rapperin Nicki Minaj nicht in Saudi-Arabien aufzutreten ist ein sehr guter Entschluss. Die erzkonserativ-reaktionäre muslimische Geistlichkeit hätte wohl bei Auftritt der Künstlerin die Todesstrafe durch Steinigung oder durch den Krummsäbel gefordert. Das wollen wir doch nicht haben, Nicki Minaj soll uns doch erhalten bleiben. Auch eine Augenweide ist ein Menschenrecht.
insu-bordi-nation 13.07.2019
5. wurde gestern aber mit ihr beworben!
nebenbei gelaufen, irgendein TV Programm, vermutlich comedycentral, in der Werbung: ein megabeworbenes Spektakel, viel blingbling, aber keinerlei headliners. nur ein mir unbekannter DJ und eben diese Frau! auf englisch kam dann sowas wie: ein unvergessliches event coming soon... und dann die blende mit "jeddah was-weiß-ich-wies-ganz-heißt" ich dachte noch, eher minimalistische Bekanntgabe der Musiker, eher reduzierte Informationen für eine Werbung, ob das überhaupt so stattfinden soll - in dieser Region?! da treffen sich dann vermutlich eh nur die superreichen Saudis, die dort alle ihre komischen glaubensdinge für ein paar Stunden aufgeben wollen. ob da ein spare place zwischen feiernde Männer und Frauen gezogen wird im Publikum?? wie sollte das sonst sittlich funktionieren dort? wenn es dort anders geht, ist dann die sharia im Alltag doch nur eine lachnummer? mir stellt dieses Festival mehr fragen...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.