"Crazy Train" Ozzy Osbourne verbietet Trump die Nutzung seines Songs

Donald Trump hat es wieder getan: Für ein Wahlkampfvideo nutzte er einen Song, ohne um Erlaubnis zu fragen - diesmal Ozzy Osbournes "Crazy Train". Der Sänger und seine Frau verbitten sich das.

Ozzy Osbourne findet es nicht lustig, dass Donald Trump seinen Song benutzt
Francesco Castaldo/ Getty Images

Ozzy Osbourne findet es nicht lustig, dass Donald Trump seinen Song benutzt


Neil Young will nicht, dass Donald Trump seine Musik ungefragt im Wahlkampf einsetzt, Aerosmith-Sänger Steven Tyler wehrt sich ebenfalls dagegen (obwohl er mit Trump befreundet ist). Jetzt verbietet auch der "Fürst der Finsternis", Metal-Sänger Ozzy Osbourne, dem US-Präsidenten die Verwendung seiner Musik.

Natürlich erst, nachdem dieser schon mal Fakten geschaffen hat. Trumps Team nutzte Osbournes Song "Crazy Train" für einen Twitter-Clip, mit dem es sich über technische Probleme einer Fernsehdebatte der Demokraten lustig machte.

Osbournes Ehefrau Sharon schrieb dazu auf Instagram: "Ozzys Musik darf unter keinen Umständen ohne Genehmigung genutzt werden." Ihr Rat an "Mister Trump": Er könne doch Musik von Künstlern nutzen, die ihm in der Vergangenheit öffentlich Unterstützung zugesichert hätten, wie Rapper Kanye West oder Sänger Kid Rock.

"Crazy Train" erschien 1980 als erste Single von Osbournes Solodebüt "Blizzard of Ozz". Der Song über den Kalten Krieg erreichte in den USA Platz neun der Billboard-Charts. Das Gitarrenriff gilt als Klassiker des melodischen Metal.

Ob die Beschwerde der Osbournes etwas ändert? Fraglich. Sie reihen sich ein auf einer immer länger werdenden Liste prominenter Beschwerdeführer, hinter den Rolling Stones, Elton John und Adele.

kae/dpa



insgesamt 6 Beiträge
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#besserwisser 28.06.2019
1. Ozzy ...
... I love you ...
ingenieur-aus-überzeugung 29.06.2019
2. Wie frech
Wenn ich ein Hochhaus hätte, und ich würde es Trump Tower, dann wäre was los. Es ist wirklich unglaublich, wie sehr diesem Menschen alles egal ist. Hauptsache er hat einen guten Moment. Seine armen Familienangehörigen. Das macht der doch bestimmt zuhause auch. Bah.
Nonvaio01 30.06.2019
3. Trump ist nicht der erste
da reiht er sich in einer liste von prominenten politikern ein. Merkel hatte auch schon eine nette aufforderung der Rolling Stones bekommen. Bruce Springsteen hat auch schon Politikern verboten seinen Born in the USA sont zu nutzen.
Christian Hof 03.07.2019
4. Mainstream Rock Tracks sind nicht die Hot 100
Die genannte Top Ten Platzierung suggeriert, das Lied wäre 1980 ein gängiger Hit gewesen. Der Erfolg betrifft aber nur die Billboard Mainstream Rock Tracks Charts. In den Billboard Hot 100 erreichte dieser Song lediglich Platz 106. Das zugehörige Album wurde allerdings tatsächlich über 5 Millionen mal in den USA verkauft.
thomaswessler 05.07.2019
5. Ignoranz, Egozentrik, Rechtsbruch ...
"... to be continued" möchte man meinen. Hoffentlich nicht die Amstzeit dieses Herrn und seiner Gefolgschaft. Wir Europäer diskutieren über Regeln, Formen und Rechte, die dieser feine Herr allesamt in die Mülltonne der Geschichte verbannt. Und "seine Art, Politik zu machen" färbt ab auf die Gesellschaft.
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