Musikindustrie Paul Simon verkauft Rechte an seinen Songs an Sony

In den Sechzigerjahren schrieb er fast alle Hits für das Folkduo Simon & Garfunkel. Nun hat der US-Musiker Paul Simon seinen gesamten Songkatalog veräußert – wie zuletzt auch einige andere Stars.
Paul Simon bei einem Konzert in New York (2015)

Paul Simon bei einem Konzert in New York (2015)

Foto: Ilya S. Savenok / Getty Images

Paul Simon, 79, hat seinen gesamten Songkatalog an Sony Music Publishing verkauft. Der Deal umfasse klassische Songs von »Bridge Over Troubled Water« bis »Still Crazy After All These Years«, die Simon in den sechs Jahrzehnten seiner Karriere geschrieben und aufgenommen hat. Wie viel Sony dafür zahlte, wurde nicht bekannt.

Als Solokünstler hat der Songwriter 13 Studioalben (zum Beispiel »Graceland«) herausgebracht und weltweit mehr als 100 Millionen Platten verkauft. Zu Weltruhm gelangte er bereits in den Sechzigerjahren an der Seite von Art Garfunkel – als Folkduo Simon & Garfunkel und mit Songs wie »Sounds of Silence«, »Bridge Over Troubled Water« oder »Mrs. Robinson«.

Der Verkauf von Katalogen liegt in jüngster Zeit im Trend. So veräußerten etwa Shakira, Neil Young und Bob Dylan ihre Musikrechte. Shakira verkaufte ihr gesamtes bisheriges Werk an den Hipgnosis Fund, Young verkaufte nur 50 Prozent seiner Verlagsrechte an das Unternehmen, das geistiges Eigentum und Liedrechte verwaltet.

Bob Dylan hatte im Dezember seine kompletten Song-Rechte für einen neunstelligen Betrag an Universal abgegeben. Kurz zuvor hatte die Fleetwood-Mac-Songwriterin Stevie Nicks die Rechte an ihren Liedern für 100 Millionen Dollar an den Verlag Prime Wave verkauft.

Durch den Corona-Lockdown hat die Musikindustrie empfindliche Einbußen hinnehmen müssen, vor allem durch den Ausfall lukrativer Live-Auftritte. Gleichzeitig sind die Preise für Rechte an Songs in die Höhe geschossen. Die Industrie hofft nun auf Umsätze aus Lizenzen für die Film- und Werbebranche.

cpa/rtr