"Vorbehaltlich weiterer Entwicklungen" Elbphilharmonie lässt Plácido Domingo auftreten

Philadelphia und San Francisco sagten nach Belästigungsvorwürfen Konzerte des Startenors ab - doch neben den Salzburger Festspielen hält nun auch die Hamburger Elbphilharmonie an dem Auftritt von Plácido Domingo fest.
Mehrere Institutionen sagen Konzerte mit Plácido Domingo ab, die Elbphilharmonie aber nicht

Mehrere Institutionen sagen Konzerte mit Plácido Domingo ab, die Elbphilharmonie aber nicht

Foto: MARTIN DIVISEK/EPA-EFE/REX

"Vorbehaltlich weiterer Entwicklungen" wird Plácido Domingo am 27. November in Hamburg auftreten. Das teilte nun die Hamburger Elbphilharmonie mit. Nach Belästigungsvorwürfen mehrerer Frauen gegen den Startenor hatten in dieser Woche mehrere Institutionen Konsequenzen gezogen und die Auftritte Domingos abgesagt.

"Als öffentliche Institution können wir sexuelle Übergriffe weder tolerieren noch verharmlosen, sind aber in unserem Handeln auch an rechtsstaatliche Prinzipien gebunden", sagte Elbphilharmonie-Intendant Christoph Lieben-Seutter. Für Domingos Auftritt bestünden gültige Verträge mit dem Veranstalter des Konzertes.

Auch die Salzburger Festspiele wollen Domingo wie geplant im August singen lassen. "Ich fände es sachlich falsch und menschlich unverantwortlich, zum derzeitigen Zeitpunkt endgültige Urteile und darauf beruhende Entscheidungen zu fällen", sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler laut einer Mitteilung. Die Wiener Staatsoper will vorerst abwarten, sich nach den Theaterferien ausführlich mit der Thematik befassen, Gespräche führen und erst dann Entscheidungen treffen, teilte das Haus der österreichischen Nachrichtenagentur APA mit.

Mehrere Sängerinnen und eine Tänzerin hatten Domingo sexuelle Übergriffe vorgeworfen, die Domingo bestreitet. Daraufhin sagten die Oper in San Francisco und das Philadelphia Orchestra geplante Konzerte mit ihm ab.

evh/dpa
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