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Pop!: Hier wird gelästert!

Foto: Chris Jackson/ Getty Images

Pop! Das Schweigen des Biebers

"Bösartiger Zwerg", "Affe mit Arthrose": Wenn Popstars übereinander lästern, wird's richtig fies. Ein Online-Dienst listet jetzt die schönsten Schmähungen auf. Außerdem sind Songs von Prince und Kim Basinger aufgetaucht - und ein Blog hat sich Filmplakate für Teeniestar Justin Bieber ausgedacht.

Bob Dylan

Affe mit Arthrose
Das Verhöhnen von Kollegen gehört zu den Ritualen der Popmusik. Gern fällt man in allen Variationen übereinander her: Alt gegen Jung, Zicke gegen Diva, großer Bruder gegen kleinen Bruder - die Möglichkeiten sind unendlich. Zuletzt sorgte die betagte Folk-Königin Joni Mitchell für Irritationen, als sie , die Heilige Kuh der Branche, beschimpfte: "Nichts an Bob ist authentisch. Er ist ein Plagiator, weder sein Name noch seine Stimme sind echt", giftete sie sich in die Schlagzeilen.

Beatles

Elton John

Robbie Williams

Lily Allen

Wahrscheinlich davon inspiriert, hat der Online-Dienst Spinner nun eine unterhaltsame Lästerliste  zusammengestellt: Da verhöhnt Van Morrison die : "Sie bedeuten nichts." attackiert Keith Richards: "Er ist wie ein Affe mit Arthrose." beschimpft Noel Gallagher: "Er ist ein bösartiger Zwerg." bemitleidet Madonna: "Vielleicht hat sie mal etwas bedeutet, aber Menschen meiner Generation scheren sich nicht um sie." Und Paul Weller prügelt verbal auf Sting und Bono ein: "Ihre Musik ist Müll."

Oasis

Fauler Apfel
-Großmaul Liam Gallagher wird auch bei den Filmfestspielen in Cannes unterwegs sein. Allerdings - Überraschung! - nicht als Musiker, sondern in seiner neuen Rolle als Filmproduzent. Weniger überraschend ist das Thema seines ersten Projekts: die Beatles! Genauer gesagt die Verfilmung des Buches "The longest Cocktail Party" von 1972, ein Favorit der Brüder Gallagher, in dem detailliert das Chaos hinter den Kulissen der Beatles-Plattenfirma Apple seziert wird. Über Regisseur und Besetzung ist noch nichts bekannt. Wahrscheinlich träumt Liam Gallagher von einem Auftritt als John Lennon.

Roger Waters

Gegen die Wand
Im Rahmen der Werbekampagne für seine anstehende US-Tournee sorgte der alte Pink-Floyd-Grummler jetzt für unfreiwilligen Rummel. Für die Konzert-Neuauflage seines Klassikers "The Wall" ließ der Brite in Amerika weit und breit Werbung plakatieren. Dummerweise auch an einer Wand, die zu den heiligen Plätzen des Indie-Rock gehört. Vor der kreisförmig bemalten Mauer am Sunset Boulevard in Los Angeles ließ sich nämlich einst der schwermütige Barde Elliott Smith für sein Plattencover zu "Figure 8" verewigen. Seit dessen Tod 2003 wurde das Gemäuer zum Wallfahrtsort für seine Verehrer. Die waren nun außer sich, als dort einige "The Wall"-Plakate draufgeklebt wurden und tobten im weltweiten Netz, bis der Rock-Gigant sich entschuldigte: "Das war ein Zufall. Ich wollte keinesfalls respektlos den Elliott-Smith-Fans gegenüber sein und habe die sofortige Entfernung der Plakate veranlasst", sagte er der "L. A. Times". Nebenbei ließ er verlauten, dass er überhaupt keinen Schimmer hatte, wer Elliott Smith überhaupt war.

Wahl-Thriller
Mal wieder wurde gewählt, diesmal die einflussreichsten Clips der Popgeschichte. Durchgeführt von MySpace wurden tausend irgendwie repräsentative Musikfans befragt. Zum Sieger wurde - potzblitz - mit einigem Abstand Michael Jacksons "Thriller"-Mini-Film  gekürt. Auf Platz zwei - und das ist erstaunlich - landeten die College-Rocker von OKGo mit ihrem Online-Hit-Clip zu "Here it goes again". Mal abgesehen von Johnny Cashs "Hurt" (2003), stammten alle anderen Clips aus den achtziger und neunziger Jahren, was auch mal wieder belegt, wie überholt das Genre leider ist.

Prince

Prinz
Seit für den Sommer einige seiner raren Gastspiele in Europa angekündigt hat - zum Beispiel beim Roskilde Festival im Juni - tauchen wieder Tonnen von Songs seiner Majestät im Netz auf, die offiziell nie veröffentlicht worden sind. Denn wahrscheinlich hat kein Künstler seiner Liga so viele fertige Projekte verworfen und versenkt. Zu den kurioseren unveröffentlichten Prince-Werken gehört das Album namens "Hollywood Affairs", das Prince 1989 mit seiner damaligen "Affäre" Kim Basinger eingespielt haben soll. Da schnurrt die Blondine auf neun Schlafzimmer-Funk-Songs ("The Color of Sex"), was nicht so gruselig ist, wie man annehmen könnte. Bei seinen Konzerten aber wird er wohl auf diese Songs verzichten.

Biebermania
Das amerikanische Teenage-Superstar-Bürschchen Justin Bieber ist derweil so allgegenwärtig, dass sich die Betreiber des US-Blogs Idolator  ausgemalt haben, wie seine Hollywood-Karriere in einem Paralleluniversum verlaufen sein könnte und dafür einen Satz sehr lustiger falscher Filmplakate mit Biebers Konterfei produziert haben, darunter "Inglorious Beebers" und "The Silence of the Biebs".

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