Pop! Ein iPod von Neil Young?

Sind sie nun echt, die Lippen von Lana del Rey? Und würden sie auch anderen Prominenten stehen? Ein Blog hat es ausprobiert. Neil Young behauptet, er habe mit Steve Jobs einen besseren iPod entwickeln wollen, und von George Harrison ist ein Gitarrensolo aufgetaucht.


Lippen-Bekenntnis

Bei all dem aktuellen Trubel um Lana Del Rey ist längst klar, dass ihr größter Hit ihre Lippen sind. Die werden in wohl jeder Geschichte über die Künstlerin leidenschaftlich analysiert: Sind die echt oder gespritzt? Aufregend oder eklig? Die Macher des stets unterhaltsamen Blogs "Idolator" hatten nun die lustige Idee, die Lana-Del-Rey-Wunderlippen allerlei anderen Prominenten digital ins Gesicht zu montieren. Also Justin Bieber, Barack Obama, George Clooney und Shakira mit neuen Lippen. Ein bizarres Vergnügen.

Klang-Desaster

Die Debatte um die Klangqualität von MP3s und den dazugehörigen Abspielgeräten läuft seit einigen Tagen wieder auf Hochtouren. Dass Neil Young auf Vinyl schwört und CDs und alle digitalen, komprimierten Musikformate zum Teufel wünscht, ist altbekannt. Neu ist allerdings - wie Neil Young bei einem öffentlichen Auftritt diese Woche ausplauderte -, dass auch Steve Jobs angeblich wenig vom Klang seiner iPods hielt. Der Musikfan Jobs lauschte daheim, laut Young, ausschließlich Vinyl-Platten. Denn die für einen Player komprimierte Musikdatei böte nur armselige fünf der hundert Prozent, die mal im Studio eingespielt wurden. Für Menschen mit Genießer-Ohren planten Jobs und Young, so dessen Aussage, deshalb einen Player mit voller Klangqualität.

Allerdings hätten auf den nur 30 Alben gepasst und das Laden hätte eine Ewigkeit gedauert. Young erzählt, er habe vorgeschlagen, das Aufladen nachts laufen zu lassen: "Sleep well. Wake up in the morning. Play some real music and listen to the real joy of 100 percent of the sound of music", sagt Neil Young. Apple schweigt selbstverständlich zu den Enthüllungen.

Donut-Drive

Die Stilllegung von Kim Schmitz' Laden Megaupload hat auch im Universum der Musikblogs ein Beben ausgelöst. Für Aufmunterung sorgt derzeit ein skurriler YouTube-Clip, der den grölenden Schmitz zeigt, wie er mit seinem Mercedes über einen Golfplatz brettert: "Ready for the Donuts?" "No Donuts, Man!"

Entstaubtes Solo

George Harrisons Beatles-Komposition "Here Comes The Sun" gehört zu den Songs, die eine Menge Menschen in- und auswendig kennen. So sorgt es für eine gewisse Aufregung, dass nun ein unbekanntes und später verworfenes Harrison-Gitarren-Solo für "Here Comes The Sun" entdeckt wurde. Das klingt zwar nicht weltbewegend, aber ein bei YouTube zu bestaunender Clip, der den Beatles Produzenten George Martin mit seinem Sohn Giles und Dhani Harrison beim Staunen am Mischpult zeigt, ist schon amüsant.

Drogen-Lieder

Musik sei beinahe wie eine Droge, hat David Lynch mal behauptet. Der exzentrische Regisseur kennt sich da aus, denn mal abgesehen von Quentin Tarrantino oder vielleicht Wes Anderson setzt kein Filmemacher Songs so effektiv ein wie er. Einige Clips dieser Lynch-Musik-Highlights von "Twin Peaks" bis zu "Blue Velvet" sind nun in einem Beitrag der Online-Ausgabe des "Guardian" wiederzuentdecken.

Glitter-Tantiemen

Der ehemalige Glam-Rock-Star Gary Glitter sorgt seit einigen Jahren nur noch für Schlagzeilen der negativen Art, für den Besitz von Kinderpornografie und sexuellen Missbrauchs von Kindern saß er länger in Vietnam im Gefängnis. Dafür, dass er sich weiterhin teure Anwälte leisten kann, sorgen seine Hits von Vorgestern. Auch die Football Supersause "Superbowl" 2012 wird wieder Glitters Konten füllen, da dort sein Stampf-Hit "Rock And Roll Part II" zu hören sein wird, der auch sonst oft durch US-amerikanische Football-Arenen dröhnt.



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pannenbaker 03.02.2012
1.
Zitat von sysopSind sie nun echt, die Lippen von. Lana del Rey? Und würden sie auch anderen Prominenten stehen? Ein Blog hat es ausprobiert. Neil Young behauptet, er habe mit Steve Jobs einen besseren iPod entwickeln wollen, und von George Harrison ist ein Gitarrensolo aufgetaucht. http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,813011,00.html
Wie gemein - da hat der Stevie dem Neil gar nicht verraten, dass auf einen Classic Pi mal Daumen 160 Alben passen - unkomprimiert... :D
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