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Pop!: Angepasste Popper, sozial kompetente Rocker

Foto: Andreas Rentz/ Getty Images

Pop! Hilfe, mein Date hört Schmuse-Rock!

Kann man mit jemandem glücklich werden, der Pur auf dem iPod hat? Eine US-Studie weiß, was die Playlist eines Menschen über seinen Charakter verrät. Bob Dylan hat einen Deal über sechs Bücher gemacht, Frank Cascio will "alles" über Michael Jackson erzählen. Und Kate Bush kommt wieder.

Über Geschmack lässt sich bekanntlich herrlich zanken. Besonders über Musik kann man sich ausgiebig angiften: Sind die Beatles überschätzt? Ist Reinhard Mey unterschätzt? Ist Death Metal nur Lärm? Macht Techno dumm? Hat Sting jemals ein brauchbares Lied geschrieben? Und so weiter. Wirklich spannend wird das Thema, wenn es um Beziehungen geht. Können Menschen mit völlig unterschiedlichen musikalischen Vorlieben glücklich miteinander werden? Taugt Slayer als Soundtrack für romantische Augenblicke?

Streitfall

In einem Online-Blog  wird nun die essentielle Frage verhandelt, ob schlechter Musikgeschmack eine Beziehung ruinieren kann. Grundlage des Textes ist eine neue wissenschaftliche Studie, die Anhaltspunkte für Zusammenhänge zwischen Musikgeschmack und sexueller Anziehungskraft gefunden haben will. Denn auch in diesem Jahrtausend gilt: Wer jemand Interessantes kennenlernt, wird sich irgendwann dezent nach dessen Büchern und Tonträgern umschauen. Stört es, wenn eine aufregende Frau daheim alle CDs der Betroffenheits-Rocker Pur hat? Oder ein spannender Mann Kuschelrock von Chris de Burgh auf dem i-Pod? Ist das egal oder ein Grund zur Flucht?

Die Studie enthält lustige Hinweise darauf, wie man mittels Musik auf den Charakter eines Menschen schließen kann: Wer Rock hört, sei im Herzen ein Rebell und habe ein ausgeprägtes soziales Bewusstsein, Pop dagegen lässt wohl auf Angepasstheit schließen. Alles Quatsch? Vielleicht. Aber auf jeden Fall gutes Material zum Streiten.

Patti Smith

Bob Dylan

Radio-Show

Lesestoff
Weil bekanntlich immer weniger Menschen Geld für Musik ausgeben, suchen jetzt immer mehr Musiker Glück und Auskommen in der Literatur. Bloc-Party-Sänger Kele Okereke beendet dieser Tage sein Buch-Debüt - angeblich seine Erinnerungen an fünf Jahre mit Groupies. Auch hat nach dem Erfolg ihrer Memoiren "Just Kids" Blut geleckt und ließ nun verlauten, dass sie Sherlock-Holmes-Fan sei und an einem Detektiv-Roman arbeite. Besonders dick trägt mal wieder auf: "His Bobness" hat gerade einen Deal über sechs Bücher mit dem Verlag Simon & Schuster klargemacht. Geplant sind zwei Fortsetzungen seiner Memoiren, zwei Bücher über seine fabelhafte , sowie zwei unbekannte Projekte.

Michael Jackson

Alles
Dass mit viel Bohei lancierte "neue" offizielle - -Album "Michael" war eine Enttäuschung. Nun folgt ein inoffizielles Buch, das ein Renner werden könnte. Frank Cascio, ein "lebenslanger" Freund Jacksons, hat für den Herbst seine Memoiren angekündigt, in denen er "alles" erzählen will.

Vermischtes
Die Online-Ausgabe der "New York Times" bietet derzeit eine tolle Liste mit Meilensteinen der "Mash Up"-Musikkultur . Dabei Klangbeispiele von der ersten Soundcollage (von 1906!) über John Cage, Brion Gysin, Beatles, K-Tel, DJ Kool Herc, Stars On 45, The KLF, Jive Bunny, DJ Shadow bis hin zu Dangermouse.

Vorfreude
Kate Bush, die interessanteste und rätselhafteste Musikerin weit und breit, hat für dieses Jahr tatsächlich neue Musik angekündigt. Ihr "Sprecher" bestätigte nun die Gerüchte, die seit einigen Tagen durch die Blogwelt rauschen. Hurra!

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