Pop-Prognose 2012 Platz 4: Gotye

Welche neuen Acts werden in diesem Jahr für Aufsehen sorgen? SPIEGEL ONLINE hat Kollegen aus Medien und Musikindustrie um ihre Tipps fürs Pop-Jahr 2012 gebeten. In einem Countdown stellen wir die Top Ten der heißesten Newcomer vor - hier ist die Nummer 4.
Die Nummer 4 der Pop-Prognose von SPIEGEL ONLINE: Der australische Sänger Gotye

Die Nummer 4 der Pop-Prognose von SPIEGEL ONLINE: Der australische Sänger Gotye

Foto: James Bryans

Der Name klingt nach norwegischem Metal, das von hellbraunen Locken umrandete Gesicht sieht nach Schnulzensänger aus. Wenn die ersten Takte von Gotyes "Somebody That I Used to Know"  erklingen, stehen aber alle musikalischen Vergleiche hinten an. Der 31-jährige Australier  schafft es, allein mit Stimme, Gitarre und minimalen Rhythmen kleine Pop-Universen zu kreieren, die bei aller Charts-Kompatibilität doch ganz für sich zu stehen scheinen.

Ist es der metallische Klang, den Gotyes Stimme bei druckvollerem Gesang plötzlich annimmt? Sind es die dramatischen Streicher, die unvermittelt einsetzen, aber genauso auch wieder verschwinden? Schwer zu sagen, was genau Gotye - mit bürgerlichem Namen Wouter de Backer - aus der Masse der gefühlvollen Singer-Songwriter heraushebt. Sein kürzlich erschienenes Album "Making Mirrors" wird uns aber höchstwahrscheinlich durch 2012 begleiten, wie es in den Jahren zuvor nur die Alben von Feist und Norah Jones getan haben - was man je nach musikalischen Vorlieben durchaus als Drohung verstehen kann. In jedem Fall bleibt uns genug Zeit, um hinter Gotyes Geheimnis zu kommen.

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