Radiohead Kreative Lösung für Erpressungsversuch

Nach einem Hack von Archivaufnahmen ist die Band Radiohead erpresst worden. Doch statt die verlangten 150.000 Dollar zu bezahlen, fanden die Briten einen Weg, den Klimaschutz zu stärken.
Thom Yorke von der Band Radiohead

Thom Yorke von der Band Radiohead

Foto: Andrew Milligan/ picture alliance / Andrew Millig

150.000 Dollar oder 18 Stunden geklaute Musik werden veröffentlicht: Vor diese Wahl gestellt fand sich nach eigenen Angaben die britische Musikband Radiohead. Wie deren Gitarrist Jonny Greenwood auf Twitter mitteilte, waren die Aufnahmen, die aus der Zeit um Radioheads Durchbruchalbum "OK Computer" stammen, vergangene Woche aus dem Minidiskarchiv von Sänger Thom Yorke gestohlen worden.

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Statt den Erpressern die gewünschte Summe zu zahlen oder überhaupt in Verhandlung mit ihnen zu treten, entschlossen sich die Musiker zu einem ganz anderen Schritt: Auf der Plattform Bandcamp, auf der Bands sowie Solokünstlerinnen und -künstler ohne größere Vermittlungskosten ihre Musik verkaufen können, werden die betreffenden Aufnahmen für die kommenden 18 Tage für 18 Pfund  zum Download bereit gestellt.

Die Einnahmen sollen der Klimaprotestgruppe Extinction Rebellion zu Gute kommen, die in den vergangenen Monaten in Großbritannien für viel Aufsehen gesorgt hat. Extinction Rebellion zeigte sich bereits sehr glücklich über die Aktion und dankte den Musikern um Greenwood auf Twitter.

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Greenwood spielte derweil Qualität und Relevanz der Aufnahmen herunter. Sie seien nie zur Veröffentlichung bestimmt gewesen, auch wenn manche Clips es auf die Wiederveröffentlichung von "OK Computer" geschafft hätten. "Es ist nur ansatzweise interessant", so Greenwood weiter augenzwinkernd. "Und sehr, sehr lang. Nicht etwas, das man sich aufs Handy lädt. Aber gerade regnet es, oder?"

hpi/AP
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