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05. April 2012, 17:33 Uhr

Amtlich

Die wichtigsten Metal-Alben des Monats

Von und Jan Wigger

Accept sind zurück - und machen mit "Stalingrad" fast alles richtig. Das gilt auch für Christian Mistress. Die Amis sind zwar jünger, klingen aber genauso schön alt. Castle verzaubern mit Augen, die so tiefschwarz sind wie ihre Musik. Dann ist da noch der Wahnsinn: Running Wild.

Accept - "Stalingrad"
(Nuclear Blast, erscheint am 6. April)

Wer auf einem Bikertreffen eine mittelalte Lederbraut abschleppen will, die ihre wilden Jugendtage in den frühen Achtzigern erlebt hat, oder wer sich in der nächsten Karnevalssaison als Götz K. verkleiden und dabei glaubhaft rüberkommen möchte, der sollte dringend die folgenden Fakten zum neuen Accept-Album auswendig lernen. Hier erfahren Sie das über "Stalingrad", was Guido Knopp Ihnen verschweigt.

1. Das 13. Studioalbum von Accept erscheint am 6. April 2012. Bis aufs ergraute Haar genau an jenem Tag feiert die deutsche Reibeisen-Bank Udo Dirkschneider ihren 60. Geburtstag (Herzlichen Glückwunsch, ernsthaft jetzt). Ist das Zufall? Oder ein bösartiges Geschenk der ehemaligen Band-Kollegen an ihren entsorgten Ex-Sänger?

2. Dem Schrei der berüchtigten Stalinorgel (offizieller Name: Katjuscha) steht dem Schrei des "Stalingrad"-Organs (offizieller Name: Mark Tornillo) in nichts nach. Das Tornillo-Modell erweist sich übrigens - erneut - als flexibler einsetzbar als das im Jahr 1986 ausgesonderte (siehe Punkt 2).

3. "Hunde, wollt ihr ewig leben?", Part one. Ja, es scheint so. Accept haben mit "Stalingrad" ein Album aufgenommen, das 41 Jahre nach Gründung der Band so frisch und jung klingt, als sei die Zeit angehalten worden - und zwar zur Hochphase in den frühen Achtzigern.

4. "Hunde, wollt ihr ewig leben?", Part two. Der Mann,der in der gleichnamigen Verfilmung eines Stalingrad-Romans als General die Strategie vorgibt, ist der Schauspieler Paul Hoffmann. Der Mann, der auf "Stalingrad" als Gitarrist die Strategie vorgibt, ist der Musiker Wolf Hoffmann. Bitte nicht verwechseln.

5. Der Mann, der das absolut hörenswerte Hörbuch zu Theodor Plieviers Romanklassiker "Stalingrad" zum Erlebnis macht, ist wiederum Paul Hoffmann. Der Mann, der das absolut hörenswerte Album "Stalingrad" von Accept zum Erlebnis macht, ist wiederum Wolf Hoffmann. Noch einmal: Bitte nicht verwechseln.

6. Dem musikalischen Triumph auf "Stalingrad" ging "Teutonic Terror" voraus. Der militärischen Niederlage in Stalingrad furchtbarerweise ebenfalls.

7. Die Durststrecken in Stalingrad waren weitaus übler, als es die auf "Stalingrad" sind. Doch auch hier gibt es sie. Beispiele: "Hung Drawn and Quartered", "Against The World".

8. Triumphlieder: das hymnische "Stalingrad", das leicht melancholische "Shadow Soldiers", das stampfende Epos "The Galley".

9. Die Kesselschlacht von Stalingrad hat der deutsche Feldherr Friedrich Paulus verloren. Die Kesselschlacht auf "Stalingrad" hat der deutsche Felleherr Stefan Schwarzmann gewonnen.

10. Für Hobbyhistoriker: Die mit den typischen, von klassischer Musik inspirierten Hoffmann-Harmonien leichthändig gegniedelte Gitarrenversion der sowjetischen Nationalhymne, die den Höhepunkt des Titelsongs "Stalingrad" markiert, ist ein Anachronismus. Denn die Sowjetunion bestimmte diese Melodie erst am 1. Januar 1944 zu ihrer offiziellen Hymne - also fast ein Jahr nach dem Sieg von Stalingrad.

11. Die Lyrics von Accept sind schon fast traditionell meist pathetisch bis peinlich. Vor allem bei politisch-historischen Themen.

12. Die Lyrics von Accept sind nicht so pathetisch und peinlich wie die von Günter Grass. Vor allem bei politisch-historischen Themen.

13. Der sehr typisch deutsche Metal auf "Stalingrad" ist genau wie die sehr typisch deutsche Debatte über Günter Grass ein Wiedergänger der achtziger Jahre im leicht neuen Gewand - etwa so wie ein VW Golf halt immer ein VW Golf bleibt, egal ob Modell VI oder I draufsteht. Aber er macht Spaß. Ich meine den Metal, nicht Grass oder Golf.

14. "Dort vorn ist die Hölle los. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Und ich bin von Anfang an dabei." Mit diesen Worten wird sich der langjährige Metaller Wolfgang Adam aus Eichen in Hessen später an den Moment erinnern, als er "Stalingrad" erstmals live erlebte.

15. "Dort vorn ist die Hölle los. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Und ich bin von Anfang an dabei." Mit diesen Worten wird sich der langjährige Militarist Wilhelm Adam aus Eichen in Hessen später an den Moment erinnern, als er Stalingrad erstmals live erlebte.

16. "Kein Weg ist zu weit, kein Opfer zu groß..." Auszug aus einer möglichen Weihnachtsansprache eines anonymen deutschen Hauptmanns an seine Truppe im Kessel von Stalingrad am 24. Dezember 1942.

17. "Kein Weg ist zu weit, kein Opfer zu groß..." Auszug aus der tatsächlichen Pressemitteilung des Accept-Labels Nuclear Blast zur Veröffentlichung von "Stalingrad" am 6. April 2012.

18. "Stalingrad" und Stalingrad sind zwei Ereignisse, die - in einem größeren historischen Kontext betracht - dieselbe Lektion erteilen: Einen genialen Briten zum Freund zu haben (Produzent Andy Sneap), ist besser, als einen genialen Briten zum Feind zu haben (Politiker Winston Churchill).

19. Das Urteil der Historiker zu Stalingrad? Der erwartbare Untergang des "Dritten Reichs" ist endgültig besiegelt.

20. Das Urteil des Kritikers zu "Stalingrad"? Der überraschende Höhenflug der dritten Wiedervereinigung-Phase der Band hält an. (Gesamtwertung: 8 Punkte) Thorsten Dörting

Anspruch: Zwischen den Generationen vermitteln. Löblich! (9)

Artwork: Rot wie Blut, rot wie die sowjetische Fahne und rot wie der Kopf von Udo, als er hörte, dass seine derzeit wesentlich erfolgreicheren Ex-Bandkollegen ihr neues Album ausgerechnet an seinem 60. Geburtstag herausbringen (siehe oben). Und leider auch so rot wie das Vorgänger-Album. Mal eben die Hand vom "Blood Of The Nations"-Cover weggephotoshoppt, das Geld für den Layouter gespart und dafür Stinkbomben gekauft, um sie in Udo Tourbus zu schmuggeln? Schlingel. So nicht! (5)

Aussehen: Man kann als Mann in diesem Alter auch enden wie Klaus Meine. (8)

Aussage: Sis is tru teutonick stiehl! (8) Thorsten Dörting


Christian Mistress - "Possession"
(Relapse Records, bereits erschienen)

Nun gut, wir hätten also: Empfehlungsschreiben von Fenriz, Jan Jaedike und höchstwahrscheinlich auch von meinem Facebook-Freund Neudi Neuderth, der Christian Mistress gut finden muss, weil er sonst "jedes Recht auf sein armseliges Leben verwirkt hat" (Zitat Götz K., oh, nee, Moment mal, das bezog sich wohl eher auf Rainbows "Rising"). Namedropping galore, aber wo bleibt eigentlich Heino? "Die Sonntagnacht gehört bei uns der Liebe. Ich trinke mit Hannelore ein Glas Rotwein, wir machen es uns vor dem Kamin gemütlich, schauen uns Rosamunde Pilcher und das 'Traumschiff' an. Und dann pflegen wir unsere Ehe." Hat Heino wirklich so gesagt, ich kann's ja auch nicht ändern. Jedenfalls: So gut wie jeder Mensch, dem ich (meist in der Hamburger Kneipe "Zum goldenen Handschuh") eine selbstgebrannte Version von "Possession" aushändigte, feierte Brüller wie "Conviction" und "All Abandon" die ganze Nacht bei Apfelschnaps und Resten aus der KFC-Mülltonne ab.

Einzig ein stadtbekannter Indie-Rock-Promoter hielt die Platte fälschlicherweise für ein Lebenszeichen von Jutta Weinhold, was er aber zurücknähme, würde er genau in diesem Moment ein aktuelles Foto der Mainzer "Rock-Röhre" ("Black Bone Song", "Ticket nach Memphis", der ZDF-"Fernsehgarten", sie wissen schon) in Händen halten. Christian Mistress (Amerikaner, Bundesstaat Washington) klingen nach: NWOBHM, Dezember 1981 bis September 1982, alten Judas Priest, Iron-Maiden-Twin-Guitars, Seventies-Sumpf-Rock, Saviours, Punk'n Dreck'n Blues und nicht zuletzt nach einer Gesamtattitüde, die heute nur noch ein paar wenige, tapfere Fackelträger des wahren, guten, schönen (und also analogen) Sounds von damals in die verfickte Scheißwelt von heute hinauszutragen imstande sind. Höhepunkt: Der mindestens vierteilige Wahnsinn "There Is Nowhere", der als harmlose, hippiemäßige Halbballade startet und dich dann in kürzester Zeit auffrisst, falls du nicht wissen solltest, wie man glutenfreies Öko-Gemüse anbaut und welchen Gitarrentyp (wir brauchen die exakte Bezeichnung!) Andy Powell auf Wishbone Ashs "Argus" gespielt hat. Der traurige Rest kann sich mal gehackt legen. (Gesamtwertung: 8) Jan Wigger

Anspruch: Sorry, dass ich die beliebte Kategorie "Anspruch" ausnahmsweise zweckentfremde, aber es geht nicht anders: Hey, El Rojo, Sänger von Metal Inquisitor aus Koblenz: Ist es vielleicht möglich, dass dein Vater mal Lateinlehrer war, und mich Mitte der Neunziger in unnachahmlicher Manier und against all odds doch noch zum großen Latinum geführt hat? Bitte melde dich, ich muss das jetzt wissen. Meine Kontaktdaten geben dir sicher die Freizeitrocker vom "Rock Hard" aus Dortmund. Und so ganz nebenbei: Warum hängt Rolf Zuckowski eigentlich seit Jahrzehnten nur mit Kindern ab? Ist das nicht irgendwie verdächtig? (8,5)

Artwork: Okkultes Wirrwarr aus Buchstaben, giftgrünen Blättern, Geisteswellen und einer Hand. Ich tippe trotzdem auf Agnostiker. (7,5)

Aussehen: Conny, bist du es? Such dir mal ne neue Band - die Typen mit den White-Trash-Frisuren und den Lynyrd-Skynyrd-Gedächtnis-Schnauzbärten sind nämlich nicht so der Bringer. (6,5)

Aussagen: Fickt euch alle, ihr Pro-Tools-Wichser! Und herzlichen Glückwunsch zum 60. Geburtstag, lieber Udo Dirkschneider! (9). Jan Wigger

Hier gibt's mehr: Wahn mit Running Wild, Großes von Castle

Running Wild - "Shadowmaker"
(Steamhammer/ SPV)

Außer einem wahrhaftig legendär langweiligen "Making Of" befindet sich auf der "Shadowmaker"-Bonus-DVD noch ein tristes Amateurfilmchen, in dem Rolf Kasparek (Millionen Asiaten und mindestens zehn Malern und Lackierern aus Bottrop-Kirchhellen leider unter dem nom de plume Rock'n'Rolf bekannt) mit sich selbst redet. Kaspareks berühmter Garten wird derweil von seiner jungen Haushälterin und Friseurin Edward Scissorboobs gepflegt, das Wasser des kleinen Teichs mit den japanischen Zierfischen ist klar wie ein Bergkristall und funkelt einsam in der Mittagssonne. Außer Kasparek ist nur Drumcomputer Angelo Sasso im Raum, ein stiller und äußerst genügsamer Weggefährte, der Rock'n'Rolf in all den Jahren noch nie um ein Entgelt, ja nicht einmal um eine warme Mahlzeit gebeten hat. Kasparek, der mir, als Running-Wild-Fan der allerersten Stunde, extra eine unterschriebene Postkarte in die CD-Sendung der Plattenfirma schmuggelte, ist von seinen jüngsten Kompositionen begeistert: "Coole Nummer", "sehr gelungener Song", "ein Song, der zum Mitgröhlen animieren soll", "ein Muss für jede Party", "unglaublich gute Hookline, sehr gelungener Refrain, geile Nummer!", "sehr stampfiger Song, sehr groovend, drückt unheimlich", "wieder einer meiner Favoriten" usw. usf. Aber auch: "Übrigens gibt es keinen Song auf diesem Album, keinen einzigen, an dem ich länger als eine halbe Stunde geschrieben hab'." Say whaaat?

Allein schon der Text des De-Höhner-mäßigen Partykrachers "Me & The Boys" bewegt sich doch mindestens auf Joni-Mitchell-Niveau, also da muss Rolfe doch mindestens mehrere Jahre dran gesessen haben! "Time is right, get on the line, just go nuts now/ Stand in pride, take on the night, be wild and free/ Kick the beat, bring on the heat, rock you somehow/ Sing along with our favourite song for the world to see/ Just another night, we are running wild/ Me & the boys, we love that noise/ Me & the boys, we are going crazy/ Me & the boys, we make that noise/ Cause Rock'n Roll is our choice".

Erkennen Sie die sechs verschiedenen Erzählebenen und den augenzwinkernden Verweis auf Dylans "Desolation Row"? Musikalisch ist "Shadowmaker" bedauerlicherweise ein anderer Schnack: "Into The Black" und "Sailing Fire" hätten selbst auf "The Brotherhood" zu den Stinkern gezählt, "Me & The Boys" geht nur, wenn ich besoffen bin, und "Dracula" kann man zumindest bedauernswerten Besitzern sämtlicher X-Wild-Platten als amtlichen Hardrock "aus deutschen Landen" (hihi) unterschieben. Sehr, sehr geil dagegen: Rolfs lilafarbene Frottee-Trainingsjacke. Sicher noch so'n Ding, über das der alte Schnapphahn "aus Erfahrung" nicht mehr redet. (Gesamtwertung 5,5) Jan Wigger

Anspruch: Es allen Zweiflern, die über Freibeuter-Mummenschanz und Aggression im Alter schon vor drölfzehn Jahren nur noch gelacht haben, noch einmal zu zeigen. Note to self: Das wollte Otto Rehhagel auch. (4,5)

Artwork: Darth Vader als Playmobilfigur. Zum Kotzen. (0)

Aussehen: Der Mann, der dir morgens um halb 11 in der Frittenbude immer deine Pommes Schranke brutzelt und Ed-von-Schleck-Eis verschenkt, sich aber viel lieber über Modelleisenbahnen unterhalten würde. Ja genau, das ist Rock'n'Rolf. (7)

Aussagen: "Smoke and fire, run that pyre/ Steam and thunder gonna roll you under/ Rage and fury gonna spell its name/ Locomotive.". Anmerkung 1: Kommt nach "fire" nicht "desire"? Anmerkung 2: Die Deutsche Bahn ist eh immer verspätet, aber wenn Sie Ihr in diesem Monat neuntes Vorstellungsgespräch als Raumpfleger wegen uns verpassen sollten, erhalten Sie gratis "Rheingold" von Grave Digger und einen Gutschein für ein 0,1-Liter-Glas Rotkäppchen Sekt. (6,5) Jan Wigger

Castle - "Blacklands"
(Van Records, erscheint am 28. April)

Gute Nachrichten für Romantiker: Wir haben ein neues Metal-Traumpaar! Nach den zumindest kurzzeitig gesanglich vereinten Udo und Doro, nach Kiske und Hansen, dieser unzerbrechlichen Männer-Hassliebe, verzücken jetzt Elizabeth Blackwell und Mat Davis die Gemüter all jener, deren Herzen nicht vollends geschwärzt sind vom teuflischen Dunkel unserer Tage. Wobei: Unsere Seelen verrußen, genau das wollen Castle ja.

So heißt die US-Band, bei der besagtes Ehepaar Blackwell/Davis sein Klangwerk verrichtet, einen Drummer haben sie noch mit im Familienbetrieb. Das Trio greift vordergründig zu den Stilmitteln du jour, was bedeutet: hier eine Prise Satanismus, etwas Okkultes dort. Zu den Vorreitern der neuen Teufelswelle gehören ja nun bekanntlich The Devil's Blood. Und wem die gehypten Holländer mit ihrer Frontdiva Farida nun eine Spur zu operettenhaft sind, wer die filigranen Gitarrengirlanden nicht zu schätzen weiß, wer aber findet, dass den Frauen in unserem Land endlich mehr Macht zusteht und sie daher gern in vorderster Reihe Verantwortung übernehmen sieht, zum Beispiel am Bühnerand mit einem Mikro in der Hand, der kann mit Castle schöne und gesellschaftspolitisch wertvolle Stunden verbringen. Das ebenfalls beim TDB-Label Van Records unter Vertrag stehende Trio spielt - wie soll ich's sagen? - einen auf diese Art bisher ungehörten Uptempo-Doom-Metal mit Psychedelia-Einschlag, der sich mit eher geringer Riff-Variabilität, aber eher hoher Riff-Intensität in einem elegant mäandernen Strom unwiderstehlich nach vorne schiebt, angetrieben von dem tiefen, strengen und sehr weiblichen Organ der erwähnten Elizabeth Blackwell.

Bereits das Debüt "In Witch Order" gehörte, außer der Erkenntnis, dass auch Guido Westerwelles Karriere sterblich ist, zu den erfreulichen Überraschungen des Vorjahres. Das neue Album übertrifft den Vorgänger nun, selbst wenn es nicht ganz so ausgereift klingt wie erhofft. Songs wie "Corpse Candles", "Venus Pentagram", "Alcatraz" sind großartig, und der Opener "Ever Hunter" zählt zu den besten Stücken, die zu hören mir dieses Frühjahr vergönnt war. Ärgerlich ist allerdings: Ab und an bölkt Elizabeths Gatte Mat ins Mikro, was der Musik eine überflüssige Portion Männlichkeit verleiht, und zwar im Sinne einer Ich-kratz-mir-die-Eier-und-starr-hirnlos-vor-mich-hin-Bräsigkeit, die diesem kleinen Kunstwerk bisweilen den, nun ja, Zauber raubt. Blöder Macho. (Gesamtwertung: 8,5) Thorsten Dörting

Anspruch: Wenn ich jetzt irgendetwas von wegen "heiße Hexe" schreibe, gehört das erstens nicht in diese Unterrubrik und kostet mich das zweitens 6,66 Euro für die ressortinterne Machokasse. Also lasse ich das lieber. (0)

Artwork: Könnte in der Kunsthalle Emden in der Rubrik "Ölgemälde friesischer Meister aus dem 17. Jahrhundert" hängen, ich würd's nicht merken. Irgendeine irre, halbnackte Bauernmagd, die vermutlich was mit einem Ziegenbock hat. Kommt ganz gut. (8)

Aussehen: Ich fürchte mich vor den schwarzen Augen von Elizabeth. Ganz im Ernst. Wer sich mitfürchten will: Video oben gucken. Ausheulen dann aber nicht bei mir! (9)

Aussagen: Ozzy ist 'ne Pussy. Miss Blackwell duldet da keinen Widerspruch, sonst wird sie sehr ungemütlich. (8,5) Thorsten Dörting

Alle bisherigen "Amtlich"-Kolumnen finden Sie hier. Wertung: Von "0" (absolutes Desaster) bis "10" (absoluter Klassiker)

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