Kein "Rock am Ring" in Mönchengladbach Festival-Klassiker bleibt offenbar in der Eifel

Wohin zieht "Rock am Ring"? Jedenfalls nicht nach Mönchengladbach, wie nun bekannt wurde. Dort soll aber trotzdem künftig gerockt werden, immer im August. Favorit für die Neuauflage des legendären Festivals ist Mendig in der Eifel.

DPA

Mönchengladbach/Frankfurt am Main - Das Rennen um das Nachfolgefestival von "Rock am Ring" hat Mönchengladbach verloren. Es werde dort aber künftig ein Festival unter anderem Namen geben, teilte eine Sprecherin der Konzertagentur Lieberberg in Frankfurt mit.

Das neue Festival in Mönchengladbach soll jeweils im August starten, wie die Rheinische Post berichtet. Festivalveranstalter Marek Lieberberg plant demnach für fünf Jahren am Niederrhein, die Mönchengladbacher könnten in die Namensgebung einbezogen werden. Zur Begründung sagte Lieberberg bei einer Pressekonferenz am Mittwoch: "Der Westen lechzt nach einem Festival."

Umzug auf einen Militärflugplatz in der Eifel?

Bis dahin sollen auch die Mietverträge für das Festivalgelände unterschriftsreif sein. Mönchengladbach muss das Gelände zunächst vom Bund aufkaufen, bevor es weitervermietet werden kann. Die Verzögerung hatte für Mönchengladbach offenbar das Aus als "Rock am Ring"-Standort besiegelt.

Das legendäre Partnerfestival zum Nürnberger "Rock im Park" soll nach Informationen der "Rheinischen Post" offenbar auf den ehemaligen Militärflugplatz im rheinland-pfälzischen Mendig umziehen - keine 30 Kilometer entfernt vom Nürburgring. Dort wolle Lieberberg als neuer Kooperationspartner der Rennstreckenbetreiber ebenfalls ein neues Festival ausrichten. Seine konkreten Pläne für Mendig will Lieberberg offenbar bei einer Pressekonferenz am Donnerstag vorstellen.

Erst Ende August hatte das Oberlandesgericht Koblenz entschieden, dass Marek Lieberberg wieder mit dem Titel "Rock am Ring" werben darf - und zwar auch außerhalb der berühmten Rennstrecke in der Eifel. Zwei Zeugen hatten eidesstattlich versichert, dass Titel und Idee des Festivals von Lieberberg stammten.

mxw/feb/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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boingdil 17.09.2014
1. Inflation der Festivals
Es gibt nun echt genug Festivals in Europa. Um prominente Headliner zu finden werden die Festivals immer mehr verwässert, "Rock" war da bei Rock am Ring/im Park längst nicht immer ernst zu nehmen. Dann sind so viele Festivals zeitlich so nah beieinander dass weder Fan noch Band sie wahrnehmen können, es ist entweder das eine oder das andere. Am Ende schwächt das alle. Aber da jeder Veranstalter ein Stück vom Kuchen will wird es immer mehr und schlechtere Festivals geben. Schade.
Frodoger 17.09.2014
2. Rock'n Heim bekommt ein Geschwisterchen
Fast jedes größere Rockspektakel hat ein Zwillingsfestival, Hurricane das Southside, Rock am Ring das Rock im Park. Rock'n Heim hatte noch keines. Aber das hat sich ja nun wohl geändert. Schön.
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