Nach zwei Jahren in Mendig "Rock am Ring" kehrt zurück an den Nürburgring

Das Musikfestival "Rock am Ring" kehrt an seinen ursprünglichen Veranstaltungsort zurück: den Nürburgring. Der Ausweichstandort sei "nicht mehr haltbar", sagt der Veranstalter.
"Rock am Ring" am Nürburgring im Jahre 2014

"Rock am Ring" am Nürburgring im Jahre 2014

Foto: Thomas Frey/ dpa

Überraschende Wendung in der zuletzt turbulenten Geschichte um das größte deutsche Musikfestival: "Rock am Ring" kehrt an den Nürburgring zurück. Auf der Rennstrecke in der Eifel hatte die Konzertagentur von Marek Lieberberg von 1985 bis 2014 das Festival veranstaltet. Nach Querelen mit dem Betreiber des Rings war "Rock am Ring" aber auf den knapp 40 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig ausgewichen.

Dort allerdings werde die Wirtschaftlichkeit auf Dauer infrage gestellt, teilten die Veranstalter Marek Lieberberg und Live Nation am Montag in einer Pressemitteilung mit. Sie begründeten dies mit "ständig erweiterten Auflagen der Naturschutzbehörden im Hinblick auf Umwelt-, Arten- und Gewässerschutz".

Deshalb sei man zum Nürburgring zurückgekehrt, der als Veranstaltungsstätte "mit klaren, überschaubaren Auflagen genehmigt ist", so die Veranstalter. Die Betreiber der Rennstrecke hätten sich nach Aussage der Organisatoren "glaubwürdig und zu beiderseits annehmbaren Bedingungen" um eine Rückkehr bemüht.

Der Standort Mendig hatte den "Rock am Ring"-Veranstaltern wenig Glück gebracht: Im Juni 2016 musste das Festival wegen schwerer Unwetter abgebrochen werden. Die Besucher bekamen Teile des Eintrittspreises zurück. Auch 2015 gab es Blitzeinschläge auf dem Gelände. Für 2017 sind nach Veranstalterangaben bisher rund 40.000 Drei-Tages-Tickets verkauft, die nunmehr für den Nürburgring Gültigkeit haben.

feb/dpa