»Danke Kassel« Nena solidarisiert sich mit Querdenkern

Mit einem Instagram-Post hatte Nena bereits im vergangenen Jahr für Wirbel gesorgt. Damals waren ihre Worte noch offen für Interpretationen. Jetzt bezog sie klar Stellung zu der Querdenker-Demo in Kassel.
Sängerin Nena (2018): »Sie stellt sich auf keine Seite«

Sängerin Nena (2018): »Sie stellt sich auf keine Seite«

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Jens Büttner / picture alliance / dpa

Mehr als 20.000 Menschen hatten am Samstag in Kassel gegen die Coronamaßnahmen demonstriert, viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer trugen keinen Mund-Nasen-Schutz, hielten keinen Abstand. Die Lage eskalierte, es gab Angriffe auf Journalisten und Polizisten.

Vor diesem Hintergrund erschien zwei Tage später eine Instagram-Story von Nena, die sich als eindeutige Solidarisierung mit den Demonstranten deuten lässt. Auf mehreren aufeinanderfolgenden Bildern der Demonstration schrieb die Sängerin »Danke Kassel«, versehen mit einem Herzsymbol. Zudem dankte sie unter anderem Xavier Naidoo für die Musik; unterlegt waren die Bilder von einem neuen Song des Sängers, der zuletzt immer wieder im Zusammenhang mit Verschwörungsmythen und umstrittenen Äußerungen zur Coronapandemie auftauchte.

Nena erklärte in dem sozialen Netzwerk mit Hinblick auf die Diskussion über mögliche Alltagserleichterungen für Geimpfte bereits im Februar, dass es bei ihren Konzerten »auch weiterhin keine Zweiklassengesellschaft« geben werde: »Ob du dich impfen lässt oder nicht, ist ganz allein DEINE Entscheidung und muss von jedem respektiert werden.«

Nena hatte bereits im vergangenen Jahr mit einem rätselhaften Post auf Instagram Diskussionen ausgelöst. »Ich habe meinen tiefen Glauben an Gott. Daher kommt mein Vertrauen ins Leben. Und ich habe meinen gesunden Menschenverstand, der die Informationen und die Panikmache, die von außen auf uns einströmen, in alle Einzelteile zerlegt«, schrieb sie im Oktober. So sei es ihr möglich, sich »nicht hypnotisiert von Angst in die Dunkelheit ziehen zu lassen«.

Als Coronaleugnerin aber wollte sie damals nicht verstanden werden. »Sie stellt sich auf keine Seite, sondern hat eine Meinung und Gefühle, denen sie in erster Linie in ihrer Musik Ausdruck verleiht«, zitierte die »Bild« damals das Management der Sängerin.

Ob sich ihre Aussagen und Aufforderungen auf Corona, das Leben oder doch nur auf ihr neues Album mit dem Titel »Licht« bezogen, ließen die Beteiligten damals offen.

sak
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